204 Jahre in Pradl gefeiert

Zwei Geburtstagskinder im Wohnheim Pradl

Bürgermeister Johannes Anzengruber stattete Anneliese Erika Handl-Poche zum 103. Geburtstag einen Besuch im Wohnheim Pradl ab.
Mit einem frühlingshaften „Traum von einem Blumenstrauß!“ stellte sich Bürgermeister Johannes Anzengruber Anfang März bei Anneliese Erika Handl-Poche ein, die kürzlich ihren 103. Geburtstag im Wohnheim Pradl feierte.
Am 25. Februar 1923 in der Steiermark geboren, zog Frau Handl-Poche als Vierjährige mit ihrer Familie ins Zillertal. In Mayrhofen erlebte sie als Mädchen ihre Volksschuljahre, die unter anderem von den Anfängen des Tourismus geprägt waren. In Innsbruck besuchte sie das Gymnasium, bis es den Vater beruflich nach Deutschland zog, wo die Familie die Kriegsjahre verbrachte. „Mein Bruder und mein erster Ehemann sind im Krieg gefallen“, erzählt Frau Handl-Poche etwas wehmütig. Nach dem Kriegsende zog es Frau Handl-Poche wieder nach Innsbruck, denn: „Ich hatte in Deutschland schon immer großes Heimweh nach Tirol“. Mit ihrem zweiten Mann lebte sie im Saggen in der Elisabethstraße. Sie arbeitete als Medizinisch-Technische Assistentin und später im Büro des Familienbetriebes. Das Paar bekam drei Kinder – zwei Töchter und einen Sohn, der noch in Innsbruck lebt. Erst vor einem halben Jahr ist Frau Handl-Poche ins Wohnheim Pradl gezogen, wo sie von ihrem Zimmer aus die Aussicht auf die Sportplätze im Grünzug Egerdach genießt: „Ich mag die jungen Leute.“

Familientreffen zum 101.
Genau an ihrem strahlend sonnigen Ehrentag besuchte Bürgermeister Johannes Anzengruber Frau Angela Schwabegger, die ihren 101. Geburtstag ebenfalls im Wohnheim Pradl beging. In großer Vorfreude auf ihren Familienbesuch am Nachmittag begrüßte Frau Schwabegger, die am 6. März 1925 in Innsbruck das Licht der Welt erblickte, das Stadtoberhaupt und freute sich über den Blumengruß und eine süße Kleinigkeit.
Frau Schwabegger blickt dankbar auf ihr Leben zurück. Obwohl sie gerne Lehrerin geworden wäre, widmete sie sich ganz dem Familienleben und ihren beiden Söhnen. „Es ist schön, hier alt zu werden, ich fühle mich wohl und das Personal ist sehr nett. Ich verbringe viel Zeit im Garten mit der Aussicht auf den Patscherkofel“, sagte das Geburtstagskind, das bis vor neun Jahren ganz in der Nähe in Pradl gelebt hat. „Das nächste Jahr schaffe ich auch noch, dann sehen wir uns wieder“, verabschiedete sich Frau Schwabegger zuversichtlich. AS