Zu sehen ist ein Teil der Grafischen Sammlung der Tiroler Landesmuseen, die den weltweit größten Bestand an Tiroler Barockzeichnungen besitzt.
„Diese Ausstellung gibt uns einen Überblick über 180 Jahre barocke Vielfalt und eine Zeit, die bis heute viele Spuren in unserem Stadtbild hinterlassen hat. Es lohnt sich, sie wiederzuentdecken“, freute sich Vizebürgermeister Georg Willi bei der Eröffnung: „Dank dieser Kooperation erhalten wir einen Einblick in diese bedeutende kunsthistorische Sammlung. Vom Stadtmuseum aus genießen wir den Blick durchs Fenster auf die Nordkette und sehen zugleich eine faszinierende, über vierhundert Jahre alte Zeichnung, die ebenfalls das Karwendelgebirge zeigt.“
Produktive Epoche
Der Titel „Weltentfaltung“ verweist auf die Falte, ein zentrales Stilelement des Barock. Im Rahmen von „Ferdinandeum unterwegs“ werden – bedingt durch den aktuellen Umbau des Landesmuseums – 130 barocke Kostbarkeiten, unter anderem von Paul Troger, Josef Ignaz Mildorfer, Johann Andreas Wolff oder Simon Benedikt Faistenberger, im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck (Badgasse 2) gezeigt. Diese Zeichnungen waren meist zweckgebundene Arbeitsskizzen zur Vorbereitung von komplexen Projekten, etwa Deckenfresken, Altar- oder Bühnenbildern. Heute werden sie als hochkarätige Meisterwerke gesehen. Das Kunstgeschehen der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Tirol wurde überwiegend von zugewanderten Künstlern bestimmt, wie etwa von dem aus Schwaben stammenden Paul Honegger. Die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts dominierten die drei Tiroler Künstlerfamilien Schor, Gumpp und Waldmann.
Weltentfaltung. Zeichnungen des Tiroler Barock
27. März bis 26. Oktober 2026
Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Badgasse 2 (barrierefreier Zugang über Herzog-Friedrich-Straße 3)
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.00 bis 17.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten an Samstagen:
25. April, 30. Mai, 25. Juli, 29. August, 26. September 2026
jeweils von 10.00 bis 14.00 Uhr, mit Führung um 11.00 Uhr
Zum Rahmenprogramm mit allen Führungen, Kuratoren- und Spezialführungen siehe beiliegendes Programm und
www.tiroler-landesmuseen.at/ausstellung/weltentfaltung