Im Rahmen des Bergwaldprojektes geht es für die Teilnehmer:innen darum, die vielfältigen Aufgaben des Schutzwaldes kennenzulernen, um dann auch gleich tatkräftig mitanzupacken. Dabei wird eine Woche lang gepflanzt, geschnitten, verjüngt und vieles mehr, damit der Wald an den Hängen der Nordkette auch in Zukunft Innsbruck vor Lawinen und Erosionen schützt. Organisiert wird das Bergwaldprojekt vom Österreichischen Alpenverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und dem Tiroler Forstverein.
Die Freizeit-Förster lernen dabei hautnah, welche Arbeiten für die Verjüngung und Pflege des Bergwaldes notwendig sind. Im Laufe der Woche pflanzen sie gemeinsam 2.000 Jungbäume, schützen diese vor Wildverbiss und räumen Wildbachläufe auf. Gearbeitet wird dafür in teils steilem Gelände und bei jedem Wetter.
Untergebracht sind die Freiwilligen in der Jungschützen-Hütte unmittelbar neben der Höttinger Alm, für Kost und Logis ist also bestens gesorgt. Die Beweggründe, sich eine Woche lang tatkräftig für den Wald einzusetzen, sind dabei so unterschiedlich wie die Teilnehmer:innen selbst. „Als Naturliebhaber möchte ich dem Wald etwas aktiv zurückgeben. Gemeinsam mit motivierten Leuten kann ich hier etwas Positives für den Schutzwald beitragen,“ meint Joachim Rudolph.
Bürgermeister Johannes Anzengruber unterstützt die wertvolle Freiwilligenarbeit: „Ich sehe es als Win-win-Situation für die Stadt, den Bergwald und die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer. Hier werden die vielfältigen Funktionen des Schutzwaldes nachhaltig für die Zukunft gesichert.“
Hans-Peter Jauk bedankt sich als Leiter der Abteilung Waldschutz des Landes Tirol bei den Teilnehmer:innen und Partner:innen. „Mit solchen Projekten tragen alle Beteiligten zu mehr Bewusstsein für die anspruchsvolle Schutzwaldarbeit und einem guten Miteinander in unseren Bergwäldern bei.“
„Die Waldflächen im Bereich der Höttinger Alm sind derzeit nicht in optimalem Zustand, es braucht mehr junge Laubbäume und Tannen, um auch zukünftig einen kräftigen Schutzwald zu erhalten “, erklärt Roland Noichl, Mitarbeiter der Abt. Waldschutz des Landes Tirol und Gruppenleiter bei der Bergwald-Projektwoche“.
Bereits zum fünfzehnten Mal kommen hier Helfer:innen aus Österreich, den Niederlanden und auch Deutschland zusammen, um sich eine Woche für den Innsbrucker Schutzwald einzusetzen. Bei diesem, wie auch bei anderen Bergwaldprojekten des Österreichischen Alpenvereins geht es für die Teilnehmer:innen darum, zur Erhaltung der Wälder im Gebirge beizutragen und dabei auch das Verständnis zwischen Förstern, Grundbesitzern und Waldbesuchern zu fördern.