Bilanz 2025: Positiv mit 69 Millionen Euro an Investitionen

Koalition bekräftigt gemeinsamen Kurs für stabile Stadtfinanzen

Das Rathaus der Stadt Innsbruck. © Stadt Innsbruck
Dank strenger Budgetregeln und Sparmaßnahmen legt die Stadtkoalition mit Bürgermeister Johannes Anzengruber und Finanzdirektor Martin Rupprechter für Innsbruck jetzt einen positiven Abschluss für das Finanzjahr 2025 vor. Der Wirtschaftsmotor läuft und die Stadt investierte 2025 insgesamt 69 Millionen Euro.
„Nachhaltige, seriöse Finanzpolitik und ein Budgetcontrolling mit Zähnen“, darauf führt Anzengruber dieses Ergebnis zurück. „Operativ schaffen wir ein Plus von 19,7 Millionen Euro. Dank unserer Budgetstrenge haben wir um 27,2 Millionen Euro weniger ausgegeben als geplant. Investiert für Plätze und Straßen, Kindergärten und Schulen oder die Feuerwehr haben wir 69 Millionen Euro“, erklärt Innsbrucks Finanzreferent.

„Ursprünglich waren rund 60 Millionen Euro an Darlehensaufnahmen eingeplant. Durch den sehr sparsamen Umgang mit Finanzmitteln wurden 2025 aber nur 47,0 Millionen Euro an Finanzierung abgerufen“, ergänzt Finanzdirektor Martin Rupprechter.

Sorgsame Finanzpolitik sichert 12,7 Millionen Euro an Spielraum
2025 nimmt die Stadt Innsbruck über die Abgabenertragsanteile des Bundes, Kommunalsteuer, gemeindeeigene Steuern, Transfers, sonstige Erlöse und Landeszuschüsse des Landes 567,0 Millionen Euro ein – demgegenüber wurden 564,7 Millionen Euro im Budget veranschlagt.

Bürgermeister Johannes Anzengruber bekräftigt: „Durch die sorgsame Finanzpolitik haben wir gemeinsam für die Stadt einen finanziellen Spielraum von 12,7 Millionen Euro sichern können.“ Statt der veranschlagten 574,4 Millionen Euro gibt die Stadt nur 547,2 Millionen Euro aus.

Anzengruber weiter: „Bei den Ausgaben wurde gespart, wo es verantwortungsvoll möglich war, und gleichzeitig weiter kräftig in unsere Stadt investiert. Dieses Ergebnis ist ein klarer Beleg dafür, dass seriöse Finanzpolitik und Zukunftsinvestitionen kein Widerspruch sind“, so Anzengruber.

Vizebürgermeister Georg Willi erklärt: „Ein solider Rechnungsabschluss ist für mich kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir Verantwortung für die Innsbruckinnen und Innsbrucker übernehmen können – besonders in den Bereichen Soziales, Pflege, leistbares Wohnen und Kultur. Gerade hier zeigt sich, wie wichtig es ist, finanziell verlässlich zu arbeiten: damit wir soziale Sicherheit stärken, kulturelle Teilhabe ermöglichen und Wohnraum gerecht vergeben können."

Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr hält fest: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln und zugleich einen klaren Blick auf den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Der nun vorliegende erste Bericht zum Rechnungsabschluss zeigt, dass beides möglich ist: strenge Budgetführung auf der einen Seite und gezielte Investitionen in die Daseinsvorsorge und in ein funktionierendes Innsbruck auf der anderen.“

Blick auf das laufende Budgetjahr 2026
Bereits 2025 wurde querbeet gespart – bei allen Ausgaben in der Verwaltung, etwa den Beratungskosten oder den Einkäufen, genauso wie bei den Transfers an die Beteiligungen. „Wir haben begonnen, die Hausaufgaben in unserem eigenen Bereich konsequent zu erledigen“, erklärt der Finanzreferent. Und ergänzt: „Ausruhen können wir uns darauf sicher nicht – wir werden unsere Anstrengungen weiter verstärken und eine gute Balance finden zwischen Sparmaßnahmen und notwendigen Zukunftsinvestitionen für die Stadt.“

Die rechtzeitig gesetzten Maßnahmen zur ‚Budgetstrenge‘ (Budgetcontrolling, 10-Prozent-Haushaltssperre für die Deckungsklassen, Vorschläge der Uni-Finanzexperten) sorgen für gesunde Finanzen. Dennoch seien weitere „Sparschritte bei Projekten und bei den Personalkosten notwendig“, bestätigt Anzengruber. Ferner plant die Stadtkoalition Effizienzsteigerungen im Magistrat, strukturelle Anpassungen im Personalbereich sowie maßvolle Gebührenanpassungen.

Der Bericht zum Rechnungsabschluss 2025 wird aktuell im Finanzausschuss besprochen und wird dem Gemeinderat am 22. Oktober 2026 zur Beschlussfassung vorgelegt. ASA