In Innsbruck hat die Förderung von Bildung oberste Priorität – und zwar von Kindesbeinen an. Damit schon die Kleinsten Gegebenheiten vorfinden, die sie in ihrer Entwicklung fordern und fördern, wird Raum geschaffen. Raum für Entfaltung entsprechend ihrer Talente und Fähigkeiten. „Es ist enorm wichtig, nicht nur ausreichend Platz für Bildung zu schaffen, sondern diesen auch qualitätsvoll und abgestimmt auf die Bedürfnisse von Kindern zu gestalten“, betont Bildungsstadträtin Mag.a Elisabeth Mayr.
Angebot wird ausgebaut
Der größte Anteil im Stadtbudget 2024 entfällt mit 19,3 Millionen Euro auf den Bereich Bildung und Schule, für die Kinderbetreuung sind etwa 7,3 Millionen Euro reserviert. Allein in bauliche Investitionen durch die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) fließen 7,2 Millionen Euro.
Damit wird unter anderem der Campus Arzl ausgebaut, eines der größten Projekte des heurigen und kommenden Jahres. Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Ausbau der Volksschule Fischerstraße, dafür werden rund 1,3 Millionen Euro aufgewandt. Außerdem sollen die eineinhalb Kindergartengruppen, die sich am Standort der städtischen Daniel-Sailer-Schule in der Siebererstraße befinden, auf drei Gruppen erweitert und künftig als eigenständiger Kindergarten geführt werden.
Zahlreiche weitere Projekte sind in Planung und werden heuer bzw. in den kommenden Jahren realisiert. Weil dafür auch viel Geld in die Hand genommen werden muss, sollen die baulichen Investitionen für Kinderbetreuungs- und -bildungseinrichtungen im Jahr 2025 mehr als verdreifacht, konkret auf 22,4 Millionen Euro aufgestockt werden.
Große Herausforderungen
Für ein gutes, flächendeckendes Kinderbetreuungsangebot wird in Innsbruck sichtlich viel getan. „Natürlich ist der Ausbau von Kinderbetreuungs- und -bildungseinrichtungen aber nur ein Baustein“, fügt Bildungsstadträtin Mayr hinzu und weist darauf hin, dass bauliche Maßnahmen allein keinen Kindergarten und auch keine Schule machen. Unerlässlich seien gute Bildungskonzepte und vor allem Menschen, welche die hohe pädagogische Qualität gewährleisten und neue Akzente setzen.
Gerade im Bildungsbereich braucht es künftig deutlich mehr Personal, etwa für den Ausbau der Ganztagsschule, der Ferienbetreuung und des ganzjährigen Angebots in der Elementarbildung im Bereich der Kindergärten und Kinderkrippen – und insbesondere für die Inklusion. „Um die notwendigen Voraussetzungen einer guten Bildung für alle Kinder schaffen zu können, brauchen wir mehr qualifiziertes Personal und bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit in Kinderbildungseinrichtungen“, führt Mayr einige zentrale Forderungen an, die es in den nächsten Jahren gemeinsam mit Bund und Land umzusetzen gilt. MD
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