Breite Einigkeit für Einhausung der A12 in Innsbruck-West

Lärmschutz mit Zukunft: Runder Tisch fordert Einhausung statt höherer Lärmschutzwände

Bürgermeister Johannes Anzengruber begrüßte Landesrat René Zumtobel, Vertreter:innen der ASFINAG, der IG Einhausung-West sowie aller Innsbrucker Gemeinderatsfraktionen zu einem Runden Tisch im Innsbrucker Rathaus. © Stadt Innsbruck/M. Freinhofer
Gestern Abend hat Bürgermeister Johannes Anzengruber Vertreter:innen der ASFINAG, des Landes Tirol, der Interessengemeinschaft Einhausung West sowie aller Innsbrucker Gemeinderatsfraktionen zu einem Runden Tisch ins Rathaus eingeladen. Im Mittelpunkt stand die künftige Lärmschutzlösung entlang der A12 im Westen Innsbrucks. Nach rund zweistündiger Diskussion zeigte sich ein klares Bild: Über Parteigrenzen hinweg besteht breite politische Unterstützung für eine Einhausung als nachhaltigste Lösung.
Ziel des Runden Tisches war es, einen gemeinsamen Informationsstand zur geplanten Lärmschutzmaßnahme in Innsbruck West Sieglanger herzustellen. Dabei hat die ASFINAG ihre Lärmmessungen und Planungsgrundlagen zur Umsetzung des Lärmschutzes im Bereich A12 Innsbruck West vorgestellt und sich den Fragen der Politik und der IG Einhausung gestellt.

Politischer Schulterschluss in Sachen Einhausung
Bürgermeister Anzengruber ortet nach der zweistündigen Sitzung politische Geschlossenheit für eine Einhausung. „Alle im Gemeinderat vertretenen Parteien stehen in Sachen Einhausung hinter der Bevölkerung im Westen Innsbrucks. Die Entscheidung für die Art des Lärmschutzes ist eine zentrale Weichenstellung für die Stadt.“

„Die Menschen im Westen Innsbrucks haben lange genug erklärt, gemessen, gewartet und gehofft. Jetzt braucht es den nächsten Schritt: nicht noch mehr Vertröstung, sondern eine klare Perspektive für die Umsetzung einer Einhausung“, betonen Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr, Mobilitätsstadträtin Janine Bex und Mariella Lutz, Stadträtin für Tiefbau, unisono.

Verkehrszunahme rechtfertigt Kosten für Einhausung
Innsbruck liegt an der Brenner-Verkehrsachse – seit Jahren nimmt das Verkehrsaufkommen zu. Rund 40.000 Innsbrucker:innen im Bereich Sieglanger/Mentlberg sind bereits heute massiv vom Verkehrslärm betroffen. „Die ASFINAG hat ihre Hausaufgaben gemacht“, räumt Bürgermeister Johannes Anzengruber ein. Angesichts der Belastung und der zu erwartenden weiteren Verkehrszunahme müsse die Bundespolitik nun aber der Einhausung als nachhaltigster Lösung für mehr Lebensqualität den Vorzug geben.

„Dass die ASFINAG mit neun Meter hohen Lärmschutzwänden mitten im Siedlungsgebiet Abhilfe schaffen will, ist für die Bevölkerung und damit auch für die politisch Verantwortlichen in der Stadt alles andere als zufriedenstellend.“ Anzengruber betont, dass die vereinte Stadtpolitik geschlossen hinter der Bevölkerung und ihrer Interessenvertretung, der IG Einhausung West, steht.

Der Bürgermeister abschließend zur Stoßrichtung: „Der Bund ist am Zug. Wir werden weiterhin alle zur Verfügung stehenden politischen Mittel ergreifen, um die Bundespolitik von der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer Einhausung zu überzeugen.“ Notwendig dafür sei die Finanzierung eines Kostendeltas von 275 Mio. Euro.