Chancengleichheit im Fokus

Stadt Innsbruck setzt auf eine faire Arbeitswelt für alle

Auch der Gleichbehandlungsbericht der Jahre 2024 und 2025 belegt wichtige Fortschritte und die strategische Weiterentwicklung der Gleichstellungsarbeit innerhalb der Stadtverwaltung. Der Gemeinderat hat den Bericht in seiner Sitzung vom 25. Juni 2026 einhellig zur Kenntnis genommen. © Stadt Innsbruck
Der Innsbrucker Gemeinderat hat den Gleichbehandlungsbericht für die Jahre 2024 und 2025 offiziell zur Kenntnis genommen. Das alle zwei Jahre erscheinende Dokument belegt wichtige Fortschritte und die strategische Weiterentwicklung der Gleichstellungsarbeit innerhalb der Stadtverwaltung. Im Zentrum der Tätigkeiten stehen das aktive Eintreten für Chancengleichheit, das Aufzeigen struktureller Ungleichheiten sowie das kontinuierliche Verbessern städtischer Prozesse. Durch Maßnahmen wie das Frauenförderprogramm, den Ausbau der betrieblichen Kinderkrippe und gezielte Sensibilisierungen konnten in den vergangenen zwei Jahren Barrieren systematisch abgebaut werden.
Dass dieser Einsatz eine tragende Säule für die gesamte Stadtverwaltung ist, hebt Bürgermeister Johannes Anzengruber hervor: „Für uns im Stadtmagistrat ist Chancengleichheit kein Pflichtprogramm, sondern gelebter Alltag. Wir wollen ein Arbeitsumfeld, in dem jede und jeder Einzelne geschätzt wird – völlig egal, welchen Hintergrund jemand mitbringt. Genau diese Vielfalt macht uns als Magistrat noch stärker, kreativer und moderner. Am Ende des Tages profitieren alle Innsbruckerinnen und Innsbrucker davon, wenn wir eine offene Kultur vorleben.“

Objektive Personalpolitik
Ein wesentliches Werkzeug dieser objektiven Personalpolitik bildet die städtische Objektivierungsleitlinie. Sie regelt die transparente Aufnahme von Personen in ein Dienstverhältnis sowie interne Stellenbesetzungen nach einheitlichen und fairen Kriterien. Personalamtsleiterin Milka Peraic-Rasic verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung für die Personalsuche: „Bei der Besetzung von Positionen im Stadtmagistrat zählt für uns allein der Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten. Die Objektivierungsleitlinie hilft uns dabei, Personalentscheidungen vollkommen transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Nur wenn wir faire und flexible Bedingungen bieten, finden wir die besten Köpfe für die Herausforderungen der Zukunft und bleiben als moderne Arbeitgeberin attraktiv.“

Wertschätzendes Miteinander
Neben der Gleichbehandlungsbeauftragten sorgt die Gleichbehandlungskommission verlässlich dafür, dass diskriminierungsfreie Rahmenbedingungen für alle städtischen Bediensteten gesichert und weiterentwickelt werden. Für die Gleichbehandlungsbeauftragte Sabine Floßmann ist dieser Auftrag untrennbar mit der täglichen Kultur im Rathaus verbunden: „Gleichbehandlung geht weit über das bloße Einhalten von Gesetzen hinaus. Uns ist es ein großes Anliegen, durch stetige Kommunikation Ausgrenzung aktiv entgegenzuwirken und im täglichen Arbeitsumfeld für ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe zu sorgen. Gleichstellung ist ein fortlaufender Prozess, den wir nur gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreich gestalten können.“

Um diese Chancengleichheit im Arbeitsalltag spürbar zu machen, setzt die Stadt auf ein breites Netz an praktischen Angeboten: Neben flexiblen Modellen wie Telearbeit und maßgeschneiderten internen Fortbildungen sichern die städtische Betriebskinderkrippe sowie ein Team aus geschulten Gleichbehandlungs-Vertrauenspersonen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein sicheres, faires Arbeitsumfeld ab. DJ