„Digitale Barrierefreiheit ist keine Zusatzleistung, sondern eine Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe“, betont Julia Golser, Vorsitzende des Behindertenbeirates der Landeshauptstadt Innsbruck. „Wenn zentrale Informationen, Services oder Beteiligungsmöglichkeiten online nicht barrierefrei sind, werden Menschen mit Behinderungen faktisch ausgeschlossen.“
Auch Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr unterstreicht die Bedeutung dieses Themas: „Gerade Städte und Gemeinden tragen Verantwortung, digitale Angebote so zu gestalten, dass sie für alle Menschen nutzbar sind – unabhängig von Behinderung, Alter oder technischen Voraussetzungen. Die Stadt Innsbruck ist hier bereits auf einem sehr guten Weg.“
Barrieren abbauenDigitale Barrieren erschweren nicht nur den Zugang zu Informationen, sondern auch zu Bildung, Arbeit, Gesundheitsversorgung und politischer Teilhabe.
Der Innsbrucker Behindertenbeirat fordert daher gemeinsam mit Vertreter:innen der Stadt konkrete Verbesserungen:
- Konsequente Umsetzung digitaler Barrierefreiheitsstandards bei allen Websites, Apps und Online-Services.
- Regelmäßige Barrierefreiheitsprüfungen bestehender digitaler Angebote durch unabhängige Stellen – unter Einbindung von Menschen mit Behinderungen.
- Mehr Inhalte in Leichter Sprache sowie verstärkte Angebote in Gebärdensprache und mit Untertiteln.
- Barrierefreie Online-Verfahren bei Behördenwegen, Förderansuchen und Terminbuchungen – jedoch muss der Zugang zu diesen Angeboten auch analog und persönlich möglich sein!
- Verpflichtende Barrierefreiheit bei neuen digitalen Projekten und Ausschreibungen.
- Stärkere Beteiligung von Menschen mit Behinderungen bei Planung, Testung und Weiterentwicklung digitaler Services.
- Ausbau digitaler Informationsangebote, die auch mit assistiven Technologien problemlos nutzbar sind.
Inklusive, digitale Stadt für alleDer weltweite Aktionstag für digitale Barrierefreiheit soll auch in Innsbruck ein klares Signal setzen: Digitale Angebote müssen von Anfang an inklusiv gedacht werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass alle Menschen – unabhängig von einer Behinderung – gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
„Barrierefreiheit im digitalen Raum bedeutet Selbstbestimmung, Zugang zu Informationen und echte Teilhabe“, so Golser und Mayr abschließend. „Daran müssen wir gemeinsam weiterarbeiten.“
WG