Eindrucksvolle Leistungsbilanz für Stadttöchter

2024: Innsbrucks 27 Tochterunternehmen setzten 865 Millionen Euro um und beschäftigten 4.600 Mitarbeiter:innen

Die IKB ist eine von 27 Beteiligungen, die im Konzert der Beteiligungsgesellschaften für die Aufrechterhaltung zentraler Lebensbereiche in Innsbruck sorgt. © Stadt Innsbruck
Die Stadt Innsbruck ist nicht nur in der Verwaltung tätig, sie ist auch Unternehmerin. Mit ihren aktuell 27 Beteiligungen in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur, Wohnen, Immobilien, Bauwirtschaft, Sport, Veranstaltungen, Wirtschaft, Versorgung und Technik deckt sie auch viele Facetten des wirtschaftlichen Lebens ab.
Jährlich wird von der Magistratsabteilung IV, Finanz-, Wirtschafts- und Beteiligungsverwaltung, ein Beteiligungsbericht erstellt, der einen komprimierten Überblick über die direkten Beteiligungen der Landeshauptstadt Innsbruck an Unternehmen darstellt. Aktuell liegt der Beteiligungsbericht 2025 für das Geschäftsjahr 2024 vor.

„Der Beteiligungsbericht 2025 der Stadt Innsbruck gibt jährlich einen kompakten Überblick über das Beteiligungsportfolio der Landeshauptstadt. Im aktuellen Bericht werden die Leistungen und der wirtschaftliche Erfolg der städtischen Beteiligungsgesellschaften aus dem Geschäftsjahr 2024 als großer Überblick dargestellt“, betont Innsbrucks Bürgermeister und Beteiligungsreferent Johannes Anzengruber und führt weiter aus: „Die Beteiligungsgesellschaften tragen nicht nur Aufgaben der Daseinsvorsorge, sie sind das Rückgrat des städtischen Gemeinwesens. Unsere Töchter entwickeln Innsbruck maßgeblich weiter und sind gerade in konjunkturell schwächeren Zeiten unverzichtbarer Motor für die Regionalwirtschaft.“

Gesamtumsatz deutlich gestiegen – Anlagevermögen leicht zugenommen
Basis für das vorliegende Zahlenmaterial sind die Jahresabschlüsse der städtischen Beteiligungen, also die Bilanzen sowie die Gewinn- und Verlustrechnung. Dabei werden die Unternehmensdaten von den Jahren 2021 bis 2024 gegenübergestellt. Zusätzlich ist die Entwicklung von Vermögen, Kapital, Erfolg und Aufwand über die Jahre 2020 bis 2024 grafisch in mehreren Abbildungen dargestellt.

Der Gesamtumsatz im Jahr 2024 lag bei 865 Millionen Euro und damit über dem Niveau des Vorjahres (2023: 843 Millionen Euro). Rund 39 Prozent davon wurden in den Bereichen Immobilien, Wohnen und Bauwirtschaft, 30 Prozent im Bereich Versorger, Technik, 18 Prozent im Bereich Verkehr, 10 Prozent in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung und Kultur sowie 3 Prozent in der Kategorie Sport- und Veranstaltungszentren, Wirtschaft umgesetzt.

Insgesamt konnte 2024 ein leichter Anstieg des Anlagevermögens von knapp 4 auf 4,14 Milliarden Euro beobachtet werden – das sind zum großen Teil Sachanlagen, wie Grundstücke und Gebäude. Die Investitionsquote im Jahr 2024 verzeichnete einen Anstieg um 16,9 Prozent und lag bei 318 Millionen Euro. Der Löwenanteil der Investitionen mit rund 70 Prozent entfällt dabei auf die Bereiche Immobilien, Wohnen und Bauwirtschaft.

In Bezug auf die Darlehensverpflichtungen der Beteiligungsunternehmen kann gesagt werden, dass diese im Jahr 2024 bei den sonstigen Darlehen bei 534 Millionen Euro im Vergleich zu 490 Millionen Euro im Jahr 2023 lagen. Insgesamt findet sich der überwiegende Anteil an Darlehensverpflichtungen städtischer Tochterunternehmen im Bereich Immobilien und Wohnungswesen, etwa die Hälfte davon in Form von Wohnbauförderungsdarlehen.

Städtische Beteiligungen beschäftigen 4.600 Mitarbeitende
Insgesamt waren 2024 durchschnittlich rund 4.600 Personen in einem Beteiligungsunternehmen der Stadt Innsbruck tätig. Rund 46 Prozent oder 2.122 Arbeitnehmerinnen waren Frauen, 55 Prozent oder 2.484 Arbeitnehmer waren Männer. Auf Ebene der Geschäftsführung in städtischen Beteiligungen stellte sich die Geschlechterverteilung wie folgt dar: 85 Prozent oder 23 Personen waren Männer, 15 Prozent oder vier Personen waren Frauen. Auch bei den Lehrlingen sind männliche Jugendliche mit 53 Prozent häufiger als weibliche in einem Unternehmen mit städtischer Beteiligung beschäftigt. Auf Ebenen der Aufsichtsräte waren im Berichtsjahr 2024 34 Prozent oder 46 Frauen vertreten.

„Der Beteiligungsbericht ist ein wesentliches Instrument für eine gesamthafte Darstellung der unternehmerischen Tätigkeiten der Gesellschaften der Stadt und gibt einen guten Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung dieser Unternehmen mit städtischer Beteiligung. Wenn man sich die Zahlen – insbesondere die Umsatzentwicklung – anschaut, war das Jahr 2024 wieder sehr erfolgreich“, stellt Finanzdirektor Martin Rupprechter zusammenfassend fest.

Städtische IIG investierte rund 74 Millionen Euro
Die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG), eine 100-prozentige Tochter der Stadt Innsbruck, konnte abermals am Wohnungsmarkt reüssieren. Neben zahlreichen General- und Teilsanierungen vor Wohnungsneubezug konnten Liegenschaften erworben werden, wie zwei Wohnungen in von der IIG verwalteten Objekten im O-Dorf sowie eine Wohnung in der Angerzellgasse. Im Jahr 2024 konnte ein Großteil der Bauarbeiten für die Neuerrichtung des Studentenheimes mit 173 Plätzen in der Karmelitergasse 9 umgesetzt werden und es erfolgte ebenso der planmäßige Baufortschritt für die Neuerrichtung der Wohnanlage Wiesengasse 19b sowie Am Bichl III im Stadtteil Igls. Der Zubau bei der Berufsfeuerwehr konnte fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Insgesamt lag das Bau- und Sanierungsvolumen bei rund 73,6 Millionen Euro.

NHT verwaltet rund 16.500 Mietwohnungen und 4.675 Eigentumswohnungen
Zu 50 Prozent ist die Stadt Innsbruck neben dem Land Tirol an der Neuen Heimat Tirol beteiligt. Im Jahr 2024 verwaltete die gemeinnützige Partnerin der Stadt mit Stand 31. Dezember 2024 insgesamt rund 16.490 Mietwohnungen und rund 4.675 Eigentumswohnungen. Rund 700 Wohneinheiten wurden übergeben. Das Bau- und Instandhaltungsvolumen lag bei rund 166 Millionen Euro.

IKB investierte rund 80 Millionen Euro in Ausbau der Daseinsvorsorge
Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) ist eine der tragenden Säulen der städtischen kommunalen Beteiligungen: 2024 flossen insgesamt 79,3 Millionen Euro in Investitionen und Instandhaltungen des kommunalen Versorgungsunternehmens. Die IKB AG leistet in den typischen kommunalen Bereichen Strom, Kanal, Wasserversorgung, Ausbau von Glasfasernetzen und Abfallwirtschaft alle relevanten Ver- und Entsorgungsleistungen für die Stadt.

IVB beförderte 71 Millionen Fahrgäste
Eine wichtige Partnerin in Sachen urbaner Infrastruktur stellt die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaital GmbH (IVB) dar. Im Jahr 2024 koordinierte die IVB über 7,5 Millionen Kilometer und 510.200 Stunden Fahrleistung. Besonders erfreulich: Die Fahrgastzahlen steigen kontinuierlich. Im Jahr 2024 wurden im Stadtverkehr 71 Millionen Fahrgäste befördert – ein neuer Rekord. Ebenfalls einen neuerlichen Rekord verzeichnete das Fahrradverleihsystem „Stadtrad“ mit über 830.000, was fast eine Verdoppelung zum Vorjahr darstellt. Im Bereich des Betriebs und der Infrastruktur konnten wichtige Projekte verwirklicht werden: Unter anderem wurde die Etappe 3 des Tramprojekts (Bahnhof Rum) abgeschlossen. Die Dekarbonisierung der Busflotte mit dem Verkehrsverbund Tirol wird weiter vorangetrieben.

Flughafen Innsbruck steigerte Umsatz auf 42 Millionen Euro
Die Tiroler Flughafenbetriebs GmbH, an der die Stadt mit 24,5 Prozent beteiligt ist, konnte trotz rückläufiger Passagier- und Flugbewegungszahlen im Jahr 2024 ein deutlich verbessertes Jahresergebnis erzielen. Ausschlaggebend waren ein Sparbudget, Preiserhöhungen im Aviation-Bereich sowie auf gleichem Niveau gehaltene Aufwendungen. Die Umsätze stiegen um 9,3% auf 42 Millionen Euro, das Betriebsergebnis lag bei 5,6 Millionen Euro, das Finanzergebnis bei 0,62 Millionen Euro. Dies führte zu einem Ergebnis vor Steuern von 6,25 Millionen Euro. 

Weiterführende Informationen
Der gesamte Bericht zum Nachlesen findet sich online unter
www.innsbruck.gv.at/beteiligungen