„Wie in den Vorjahren wollen wir wieder gemeinsam aufklären, sensibilisieren und mit Bürgerinnen und Bürgern über Gleichstellung und Lohn- sowie Pensionsgerechtigkeit ins Gespräch kommen. Der Status Quo der Ungleichheit gibt jedenfalls Anlass zum Gruseln, weswegen wir auch passend zu Halloween gruseliges Makeup tragen“, betont die für Frauen, Gleichstellung und Queer ressortzuständige Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr.
Kein Grund zur Freude
Zwar war Innsbruck 2025 jene Landeshauptstadt in Österreich, in welcher der „Gender Pay Gap“ – die Kluft des Lohnunterschieds zwischen Mann und Frau – am geringsten ausgefallen ist. Allerdings ist das nicht wirklich ein Grund zur Freude: Denn Österreich gehört noch immer zu jenen EU-Ländern mit dem größten Lohnunterschied (2024: 17,6 Prozent) zwischen den Geschlechtern. Auch im Jahr 2026 gibt es zahlreiche Daten und Fakten, die belegen, dass wir hier noch viel aufzuholen haben, wenn wir echte Gleichberechtigung und damit wirtschaftliche Unabhängigkeit, Freiheit und soziale Sicherheit für Frauen erreichen wollen.
Equal Pay Day
Der Equal Pay Day, der Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, kennzeichnet rechnerisch den Tag, an dem Männer bereits die Gehaltssumme erreichen, für die Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen, und verdeutlicht damit die bestehenden Einkommensunterschiede.
Die Verteilaktion findet heuer zwischen dem Tiroler Equal Pay Day am 26. Oktober (18,1 Prozent Lohnunterschied) und dem Innsbrucker Equal Pay Day am 23. November (10,5 Prozent Lohnunterschied) statt – konkret am 30. Oktober, am Vortag des Halloween-Festes, das inzwischen auch bei uns von vielen begangen wird.
Bei der kreativen Aktion des Referats Frauen, Gleichstellung und Queer werden ab 12 Uhr (solange der Vorrat reicht) Informationsmaterialien zur Ungleichheit bei Bezahlung, bei Pensionen, bei der Verteilung von unbezahlter Arbeit bzw. Sorgearbeit, in der Gesundheitsversorgung sowie in der medizinischen Forschung und vielem mehr in der Maria-Theresien-Straße verteilt. Mit der Aktion wird ein eher unkonventionelles und somit besonders sichtbares Zeichen für mehr Gleichstellung gesetzt, um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. MD