Im Kontext dieses Treffens werden unter „vulnerablen Gruppen“ Bevölkerungsgruppen verstanden, die von demografischen, wirtschaftlichen, sozialen oder ökologischen Veränderungen in städtischen Räumen überproportional betroffen sein können. Dazu gehören unter anderem ältere Menschen, junge Menschen, Familien in schwierigen Lebenslagen sowie weitere Gruppen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind.
Ausgehend von den Erfahrungen in Zielona Góra untersuchte das Treffen unter anderem, wie die Zusammenarbeit zwischen Städten, Hochschulen und ihren Partner:innen dazu beitragen kann, lokale Kapazitäten zur Bewältigung der Bedürfnisse vulnerabler Gruppen zu stärken. Außerdem ging es darum, netzwerkbasierte Ansätze für ausgewählte städtische Herausforderungen zu konzipieren und umzusetzen. Ziel ist es, Forschung, Politik und Praxis bei der Entwicklung lokaler Lösungen miteinander zu verknüpfen. Angestrebt wird auch eine sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen Kommunalverwaltungen, Hochschulen, NGOs, kommunalen Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Weitreichende Vernetzung
Bereits im März dieses Jahres fand unter dem Fokus „Moving Forward: Universities and Cities Shaping Health and Social Cohesion“ eine EUniverCities-Tagung in Innsbruck statt. Im Rahmen des zweiten thematischen Meetings „Network Solutions for Vulnerable Groups“ in Polen wurde auch eine sogenannte Postersession durchgeführt – eine Gelegenheit, um Raum und Ideen zu schaffen und geplante Projekte vorzustellen sowie Ergebnisse und Erfahrungen aus bereits abgeschlossenen Initiativen zu teilen. Innsbrucks Vizebürgermeister Georg Willi nutzte diese Gelegenheit und präsentierte die Pläne der neuen Notschlafstelle in Innsbruck.
Seit 2018 ist die Stadt Innsbruck gemeinsam mit der Universität Innsbruck Teil des EUniverCities-Netzwerks. In diesem europäischen Netzwerk haben sich mittelgroße Universitätsstädte mit dem Ziel zusammengeschlossen, die Zusammenarbeit zwischen lokalen Universitäten und den jeweiligen Stadtverwaltungen zu stärken. In regelmäßig stattfindenden Workshops behandeln Wissenschafter:innen gemeinsam mit Vertreter:innen der städtischen Verwaltung Fragen zu aktuellen Herausforderungen und finden so gemeinsame Lösungsansätze.MD