Fahr- und Aktionsplan für Mission klimaneutrale Stadt

Strategische und operative Ausrichtung, um Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen

Auch bei der Gestaltung von öffentlichen Plätzen wie dem DDr.-Alois-Lugger-Platz im Rahmen des Projektes "COOLYMP" beweist Innsbruck Klimabewusstsein. © Stadt Innsbruck/F. Bär
Analog zu den Zielen auf nationaler und internationaler Ebene will die Landeshauptstadt Innsbruck bis 2040 klimaneutral werden. Um das zu erreichen, beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 28. Mai 2026 mehrheitlich die Erstellung eines Klimaneutralitätsfahrplans sowie eines konkreten Aktionsplans.
Ein Klimaneutralitätsfahrplan zeigt, wie viele Treibhausgase eine Stadt aktuell ausstößt. Dieses strategische Papier legt fest, welche Ziele eine Stadt erreichen will, um diese Emissionen zu verringern. Außerdem werden dabei Ideen und Maßnahmen entwickelt, um diese Ziele umzusetzen. Ein Aktionsplan geht einen Schritt weiter: Dieses operative Dokument beschreibt ganz konkrete Projekte und Schritte, die aus den Maßnahmen des Klimaneutralitätsfahrplans abgeleitet werden und direkt umgesetzt werden sollen.

Verantwortung übernehmen und Synergien nutzen
„Klimaschutz und Klimaanpassung kommen den Menschen in Innsbruck ganz direkt zugute. Sie schützen die Gesundheit, erhöhen die Lebensqualität und machen unsere Stadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels. Besonders für ältere Menschen bringt höchstmögliche Klimaneutralität Unterstützung im Alltag. Somit investieren wir nicht nur in den Schutz unseres Klimas, sondern auch in das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Innsbruckerinnen und Innsbrucker“, streicht Bürgermeister Johannes Anzengruber hervor, dass sich auch die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) und die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH (IVB) bereits klimaneutral ausrichten.

Klimastadträtin Janine Bex ergänzt: „Der Innsbrucker Klimaneutralitätsfahrplan nutzt gezielt Synergien mit dem Pionierstadt-Projekt sowie dem Status als e5- und Klimabündnisgemeinde. Er richtet sich in seiner Kommunikation an eine breite Bevölkerung. Mit Hilfe des Klimaneutralitätsfahrplans setzen wir außerdem ein wichtiges Projekt um, das wir bereits im Zukunftsvertrag der Innsbrucker Stadtregierung verankert haben. Mit dem Klimaneutralitätsfahrplan wird Innsbrucks Zukunft aktiv gestaltet: mit sauberer Energie, moderner Mobilität, hoher Lebensqualität und einer starken regionalen Wirtschaft. Besonders wichtig ist mir, dass die Innsbruckerinnen und Innsbrucker dabei aktiv eingebunden werden – denn die besten Lösungen entstehen gemeinsam.“

Klimaneutraler Stadtmagistrat
Die Errreichung der Klimaneutralität bis 2040 für die gesamte Stadt Innsbruck ist nur möglich, wenn die Landeshauptstadt auch in ihrem direkten Wirkungsbereich – dem Stadtmagistrat – ihrer Verantwortung nachkommt und ihre Verwaltungstätigkeiten bis zu diesem Zieljahr klimaneutral gestaltet. In der Vergangenheit wurden bereits einige Maßnahmen in diese Richtung gesetzt. Nun gilt es, die noch notwendigen Maßnahmen zur Erreichung eines klimaneutralen Stadtmagistrats bis 2040 strategisch zu planen (Klimaneutralitätsfahrplan) und operativ umzusetzen (Aktionsplan).

Mit der Erstellung eines Klimaneutralitätsfahrplans wurde das Amt Klimaneutrale Stadt, unter Einbindung der Expertise des Pionierstadt-Teams, des Amtes Organisation und Zukunftsfragen sowie anderer Dienststellen und städtischer Beteiligungen beauftragt. Der Kostenrahmen für die Jahre 2026, 2027 und 2028 beträgt rund 320.000 Euro. MD