Fit für den Ernstfall

Innsbrucker Gemeindeeinsatzleitung probt den Katastrophenschutz

Rund 60 Personen aus den städtischen Ämtern, dem Roten Kreuz und den IKB probten in den Räumlichkeiten der Berufsfeuerwehr Innsbruck den Ernstfall. © Stadt Innsbruck/D. Jäger
Rund 60 Personen aus verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung, vom Roten Kreuz und der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) versammelten sich kürzlich zu einer intensiven Schulung der Gemeindeeinsatzleitung (GEL).
Die Fortbildung fand in den Räumlichkeiten der Berufsfeuerwehr Innsbruck statt und wurde durch das Land Tirol im Rahmen des Ausbildungsprogrammes für Gemeinde- und Bezirkseinsatzleitungen abgehalten. Während am Vormittag die theoretischen Grundlagen im Vordergrund standen, wartete am Nachmittag ein herausforderndes und praxisnahes Szenario auf die Teilnehmenden: Das Management einer komplexen Katastrophensituation, ausgelöst durch ein Erdbeben und starkregenbedingtes Hochwasser. Aufgeteilt in neun spezialisierte Stabsstellen mussten die Mitarbeiter:innen ihre Funktionen koordinieren und die Krise gemeinsam meistern. Im Laufe des Nachmittags überzeugte sich auch Bürgermeister Johannes Anzengruber vor Ort von der Arbeit des Einsatzstabes.

Bewusste Stresssituation
Bürgermeister Johannes Anzengruber unterstreicht die Bedeutung solcher Übungen für die Sicherheit in der Landeshauptstadt: „Sicherheit ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis professioneller Vorbereitung und ständiger Weiterbildung. Für mich als Bürgermeister ist es essenziell, dass die verschiedenen Zahnräder im Ernstfall präzise und partnerschaftlich ineinandergreifen. Ein herzlicher Dank gilt allen 60 Beteiligten, die hier viel Energie investieren, um im Krisenfall rasch und zielgerichtet für den Schutz der Bevölkerung zu handeln.“

Christian Schneider, Amtsleiter für Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen, blickt auf die fachlichen Herausforderungen des simulierten Großereignisses zurück: „Die Kombination aus schweren Überflutungen und einem zeitgleichen Erdbeben stellte eine bewusste und maximale Stresssituation für unsere neun Stabsstellen dar. In der Realität verlaufen Krisen selten geradlinig. Genau deshalb ist das reibungslose Zusammenspiel zwischen den städtischen Dienststellen, den Rettungsorganisationen wie dem Roten Kreuz und kritischen Infrastrukturpartnern wie den IKB entscheidend. Diese Übung hat wertvolle Synergien gefestigt, damit wir als Stadt auch auf komplexe Extremsituationen bestens vorbereitet sind.“ DJ