Gefahrloser Schulweg und Verkehrserziehung gehen Hand in Hand

© IKM/Rudig
Schon von klein auf gilt im Straßenverkehr der Leitspruch „Augen auf, Ohren auf“ des Verkehrssicherheits-Testimonials Helmi. Vor allem zu Schulbeginn wird von Kindergärten und Schulen in Innsbruck verstärkt auf die Zusammenarbeit mit der Polizei, dem ÖAMTC und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit gesetzt.

Im Jahr 2015 verunglückten in Tirol 47 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren auf dem Weg zur Schule. Die Zahl der Unfälle ist zwar rückläufig, dennoch ist eine breit gefächerte Bewusstseinsbildung bereits ab dem Kindergartenalter wichtig. Auch heuer wurden zum Schulstart in Innsbrucks Kindergärten und Volksschulen verschiedene Initiativen gestartet.

Gemeinsam unfallfrei zur Schule

Die Volksschule Igls ist bei den Themen Verkehrserziehung und sicherer Schulweg zum Beispiel kreativ und engagiert. Bereits im Vorjahr wurde im Nahbereich der Bildungseinrichtung ein acht Meter langer „Straßen-Teppich“ aufgemalt, der Autofahrer darauf hinweist, ihr Tempo zu drosseln. Die Einrichtung einer Kinderbushaltestelle am nahegelegenen Parkplatz entschärfte die Verkehrssituation zusätzlich. Eine Besonderheit stellt die Initiative „Schulweg-Buddies“ dar. Analog zu den vielerorts bekannten „Pedibus“-Aktionen bekommen SchülerInnen der vierten Klassen immer bei Schulanfang die Aufgabe, ErstklasslerInnen fünf Wochen lang, ausgerüstet mit Schutzwesten, auf ihrem Weg in die Schule zu unterstützen. Die Volksschule Igls ist darüber hinaus Partner der ÖAMTC-Aktion „Hallo Auto“, der Aktion „Zebrastreifen“ der Polizei sowie der Initiative „Känguru“. Letztere wurde im Frühjahr auch im Kindergarten Sieglanger durchgeführt. Inhaltlich geht es darum, dass Kinder im Auto entsprechend gesichert werden müssen. Oft verleiten kurze Strecken Erwachsene dazu, Kinder ohne Gurt zu transportieren. Mit „Känguru“ wird versucht, über die Kinder bewusstseinsbildend auf ihre Eltern einzuwirken. 

Vekehrssicherheit für coole Kids und Teens

Der Umstieg auf die eigenen zwei Räder birgt für Kinder und Jugendliche ein zusätzliches Risiko im Straßenverkehr. Gemeinsam mit der Polizei werden SchülerInnen der vierten Klassen auf die Fahrradprüfung vorbereitet. Im Frühjahr 2016 sind rund 900 Innsbrucker SchülerInnen aus 52 Schulklassen zur Fahrradprüfung angetreten. Knapp 760 bestanden nach dem schriftlichen Teil in den Schulen auch den Praxistest im Verkehrspark Speckbacherstraße. Für viele Jugendliche ist das Moped oft der Einstieg in die motorisierte Verkehrsteilnahme. Gleichzeitig gehören sie zu den gefährlichsten Verkehrsmitteln: MopedlenkerInnen haben im Vergleich zu PKW-LenkerInnen ein rund zehnmal höheres Unfallrisiko. Um dieses nachhaltig zu senken und Gefahren von Übermut sowie inadäquatem Verhalten im Straßenverkehr aufzuzeigen, bieten die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Innsbruck den Erlebnisworkshop „Sicher auf zwei Rädern“ an. Dieser wurde im vergangenen Jahr auch an der Polytechnischen Schule in der Siegmairstraße durchgeführt. (KR)

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