Im Rahmen eines Pressegesprächs am Dienstag, 2. Juni, wurden von Innsbrucks zuständiger Stadträtin für Stadtplanung, Janine Bex, gemeinsam mit dem Fachamt und dem Partner Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG), die Ziele des Projektes noch einmal präsentiert.
„Die große Beteiligung am ersten Infoabend hat gezeigt, dass viele Innsbruckerinnen und Innsbrucker gemeinschaftliche Wohnformen aktiv mitgestalten möchten. Im Baufeld 2 der Campagne Reichenau schaffen wir nicht nur neuen Wohnraum, sondern die Grundlage für lebendige Nachbarschaften und ein starkes Miteinander. Gesucht sind engagierte Gruppen von Menschen, die Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft leben und mit ihren Ideen Impulse für das gesamte Quartier setzen wollen“, fasst Stadträtin Bex zusammen.
„Es freut mich, dass die IIG die Stadt Innsbruck bei der Umsetzung dieses Projektes unterstützen kann. Aufgabe der IIG ist es das Bindeglied zwischen dem Architekturbüro und den ‚Gemeinschaftlichen Wohnformen‘ zu sein. Die IIG errichtet und vermietet diese Räumlichkeiten sodann an diese beiden Gruppen“, so IIG-Geschäftsführer Franz Danler.
Mehr als nur NachbarschaftDas Konzept hinter den gemeinschaftlichen Wohnformen geht weit über das klassische Mietverhältnis hinaus. Bewohner:innen schließen sich bereits in der Planungsphase zu Gruppen zusammen, um ihr künftiges Zusammenleben aktiv zu gestalten. Neben den privaten Wohnungen stehen großzügige Gemeinschaftsflächen im Mittelpunkt – von der gemeinsamen Werkstatt über Gemeinschaftsküchen bis hin zu Dachgärten. Ziel ist eine lebendige Hausgemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt und den öffentlichen Raum im Quartier belebt.
Stadträtin Janine Bex: „Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf. In der Campagne Reichenau setzen wir ein klares Zeichen für soziale Innovation. Wir schaffen Orte, an denen Gemeinschaft aktiv gelebt wird und die Menschen wieder enger zusammenrücken. Die hohe Zahl an Teilnehmenden beim Infoabend beweist, dass die Innsbruckerinnen und Innsbruck bereit für diese neuen Wege sind.“
Das Auswahlverfahren läuftFür interessierte Gruppen hat nun die entscheidende Phase begonnen. Mit der Veröffentlichung der Auslobungsunterlagen ist der Startschuss für das Auswahlverfahren gefallen. Bis zum 18. September 2026 können bestehende oder neu gegründete Gruppen, Trägerorganisationen oder eine Mischung aus beidem (Gruppe bewirbt sich zusammen mit einer Trägerorganisation) ihre Konzepte einreichen. Eine interdisziplinäre Fachjury bewertet die Einreichungen dabei nicht nur nach wirtschaftlichen Kriterien, sondern vor allem nach der sozialen Vision, der geplanten Durchmischung und dem Mehrwert für den gesamten Stadtteil.
„Wir suchen keine fertigen Baupläne, sondern lebendige Konzepte für ein gutes Miteinander“, erklärt Amtsvorstand Wolfgang Andexlinger. „Besonders wichtig ist uns, dass die Projekte auch in das Quartier hineinwirken. Ob durch einen offenen Gemeinschaftsraum oder soziale Initiativen – die Baugruppen sollen das Leben in der Reichenau bereichern.“
Zeitplan und Teilnahme
- 18. Juni 2026, 16:00 - 18:30 Uhr: 2. Info-Veranstaltung inklusive Begehung Campagne Reichenau. Treffpunkt: 16:00 Uhr vor dem Stadtteiltreff Reichenau (Radetzkystraße 43f)
- Ende der Bewerbungsfrist: 18. September 2026
- Jurysitzung: 15. und 16. Oktober 2026 (ein bis zwei Konzepte werden im Rahmen der Jurysitzung ausgewählt werden)
- Anschließend: Konkretisierung der Konzepte und Einbindung in die bauliche Projektentwicklung des Baufeld 2
InformationenAlle Unterlagen und Details zum Verfahren stehen unter www.innsbruck.gv.at/gemeinschaftliche-wohnformen zur Verfügung.
KR