Geselligkeit, Gemütlichkeit und Freude in Innsbrucks SeniorInnenstuben

SeniorInnenreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann unterhielt sich bestens mit den BesucherInnen der SeniorInnenstube am Domplatz © IKM/Lercher
Im Alter kann es passieren, dass man plötzlich alleine ist. Ehrenamtlich tätige Frauen und Männer betreiben SeniorInnenstuben, die für InnsbruckerInnen ein gemütlicher Treffpunkt sind und Abwechslung in den Alltag bringen.

In der wohl am längsten geführten SeniorInnenstube Innsbrucks herrscht Hochstimmung als Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und SeniorInnenreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann zu Besuch kamen.
Beim Betreten der heimeligen Stube war die ausgelassene Stimmung der BesucherInnen zu spüren: lachende Gesichter, angeregte Unterhaltungen und Musik, gespielt von den Freunden aus Vill, die extra zu Besuch angereist waren. 

Vizebürgermeister Kaufmann war begeistert von der gefüllten Stube am Domplatz: „Durch das ehrenamtliche Engagement von Hilde Sandner ist diese SeniorInnenstube zu einer Institution gewachsen. Im täglichen Leben der Innsbrucker Seniorinnen und Senioren ist der Besuch fixer Bestandteil. So entsteht eine Sozialstruktur, für die wir sehr dankbar sind.“ 

43 Jahre im Dienste der Gemeinschaft

Seit 1972 führt Hilde Sandner die SeniorInnenstube am Domplatz. Bis auf wenige Wochen war sie jeden Montag- bis Freitagnachmittag für ihre BesucherInnen da. Gesellige SeniorInnen treffen sich bei einer gemütlichen Tasse Kaffee um gemeinsam zu handarbeiten, zu lesen, Gesellschaftsspiele zu spielen, wöchentlich kurze Wanderungen zu unternehmen oder zu besprechen, was es in ihrer Stadt oder ihrem Stadtteil Neues gibt.

Im Jahre 2003 wurde Hilde Sandner das Sozialehrenzeichen der Stadt Innsbruck verliehen. Auf die Idee, dass sie in Ruhe ihren Lebensabend genießt, kommt sie bis heute nicht. Die Frage, warum sie nach 43 Jahren immer noch ehrenamtlich tätig ist, beantwortet sie mit einem verschmitzten Lächeln, zuckt mit den Schultern, dreht sich um und schenkt den BesucherInnen der Seniorenstube ihren Kaffee weiter ein.
Ihre Motivation sei die Geselligkeit und das Gefühl gebraucht zu werden. Anscheinend hält das Ehrenamt jung, denn vergleicht man Hilde Sandner auf dem Bild des ersten Nachmittages 1972 in der SeniorInnenstube, scheint sie kaum gealtert zu sein. 

47 Treffpunkte in ganz Innsbruck

Im gesamten Stadtgebiet gibt es 47 SeniorInnenstuben, die alle ehrenamtlich betreut werden. In einem oft einsam gewordenen Alltag bringen die Besuche Abwechslung und man trifft sich mit Menschen, die sich in der gleichen oder ähnlichen Lebensituation befinden, wie man selbst. Man gibt aufeinander acht und leistet sich Hilfestellung bei Problemen. Oft sind es die Gespräche und Unterhaltungen, die den Menschen fehlen und in den SeniorInnenstuben erlebt werden können.

 

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