Die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) blickt auf ein intensives und erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit einem Bauvolumen von 68,9 Millionen Euro setzte die IIG zahlreiche Bauprojekte um. Davon entfielen 27,9 Millionen Euro auf Neubauten, 25,9 Millionen Euro auf Sanierung und Instandhaltung, 8,8 Millionen Euro auf Wohnungssanierungen sowie 6,3 Millionen Euro auf das Bauvolumen der Innsbrucker Immobilien Service GmbH (IISG).
Die Bilanz zeigt: Innsbrucks städtische Unternehmen können modernes Wirtschaften, soziale und ökologische Verantwortung sowie die Rolle als attraktiver Arbeitgeber erfolgreich miteinander verbinden. Bei den Projekten der IIG stehen die Bedürfnisse der Bürger:innen an erster Stelle. Nicht der Profit, sondern das Gemeinwohl zählt. Zugleich wirkten die Investitionen als starkes Konjunkturpaket für die Region: Über 90 Prozent der Aufträge gingen an regionale Lieferanten. Auch 2026 setzt sich diese Entwicklung fort. Mit zahlreichen laufenden und neu gestarteten Bauvorhaben investiert die IIG weiterhin umfassend in die Zukunft der Stadt.
Neue Wohnungen und soziale Einrichtungen übergeben
2025 stellte die IIG mehrere bedeutende Projekte fertig. Dazu zählen 17 geförderte Mietwohnungen in der Wiesengasse 19b, insgesamt 50 geförderte Miet- und Eigentumswohnungen in der Wohnanlage Am Bichl III sowie 173 moderne Wohnplätze für Studierende und Lehrende im Gästehaus GreenINN in der Karmelitergasse. „Was die IIG umsetzt, wird im Alltag der Innsbruckerinnen und Innsbrucker unmittelbar spürbar: durch leistbaren Wohnraum, moderne Schulen und Kindergärten, soziale Einrichtungen, nachhaltige Gebäude und eine Infrastruktur, die unsere Stadt lebenswerter macht. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger. Die IIG zeigt, dass soziale Verantwortung, ökologisches Handeln und wirtschaftliche Stabilität gut miteinander vereinbar sind“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber.
Ein besonderes soziales Projekt wurde im Dezember 2025 am Domanigweg 3/3a übergeben. Nach der Generalsanierung und Aufstockung des Gebäudes fanden dort der Verein lilawohnt sowie die Tiroler Kinder- und Jugend GmbH neue Räumlichkeiten. Frauen, Kinder und Jugendliche in Krisensituationen erhalten hier Beratung, Schutz und vorübergehenden Wohnraum. „Solche Projekte zeigen, dass Immobilienentwicklung weit mehr bedeutet als Bauen und Sanieren. Es geht darum, Räume zu schaffen, die Menschen in entscheidenden Lebenssituationen Sicherheit, Halt und Perspektive geben“, unterstreicht IIG-Geschäftsführer Franz Danler.
Leistbares Wohnen bleibt zentrale Aufgabe
Mit rund 6.500 verwalteten Wohnungen zählt die IIG zu den wichtigsten Akteur:innen für leistbares Wohnen in Innsbruck. Der durchschnittliche Netto-Mietzins liegt bei 5,53 Euro pro Quadratmeter und damit deutlich unter dem Innsbrucker Durchschnitt am freien Markt von fast 13 Euro pro Quadratmeter.
„Leistbarer Wohnraum entsteht nicht zufällig. Er braucht aktive Bodenpolitik, langfristige Planung, konsequente Sanierung, Förderung, nachhaltige Bauweisen und eine gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung. Nicht der Profit, sondern das Gemeinwohl zählt. Unser Ziel ist es, hochwertigen und leistbaren Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig die Kosten für die Menschen möglichst stabil zu halten“, erklärt IIG-Geschäftsführer Franz Danler.
2025 konnten insgesamt rund 500 Wohneinheiten an Mieter:innen übergeben werden. Dazu zählen sowohl neu geschaffene Wohnungen als auch umfassend renovierte Bestandswohnungen, die vor ihrer Neuvergabe modernisiert wurden. Neben dieser laufenden Arbeit am Bestand treibt die IIG mehrere große Wohnbauprojekte voran: Im Schlachthofblock im Saggen entsteht ein generationsübergreifendes Stadtquartier mit insgesamt 292 Wohnungen. In der Reichenau schafft das Projekt „Junges Wohnen Sandwirt am Inn“ leistbaren Wohnraum für rund 600 junge Menschen. Am Eichhof in Pradl entstehen in der dritten Baustufe weitere 50 geförderte Mietwohnungen. Ausführliche Informationen zu diesen Projekten finden sich im Projektüberblick am Ende der Aussendung.
Investitionen in Bildung, Sport und öffentliche Infrastruktur
Die Bautätigkeit der IIG reicht weit über den Wohnbau hinaus. Im November 2025 erfolgte der Spatenstich für die neue multifunktionale ASKÖ-Sportanlage in der Reichenau. Am Bildungscampus Arzl ist der Schulzubau bereits fertiggestellt, während die Sanierung des Bestandsgebäudes bis Herbst 2026 abgeschlossen werden soll.
„Jeder Euro, der sinnvoll in Wohnraum, Schulen, Kindergärten, soziale Einrichtungen, Sportanlagen oder nachhaltige Energieversorgung fließt, kommt mehrfach zurück: als Lebensqualität für die Menschen, als Auftrag für Betriebe, als Sicherung von Arbeitsplätzen und als Beitrag zu einer zukunftsfähigen Stadt“, so Bürgermeister Johannes Anzengruber.
Nachhaltigkeit und Energie als Zukunftsauftrag
Auch im Bereich Energie und Klimaschutz setzte die IIG 2025 wichtige Schritte. Auf Gebäuden der IIG KG befinden sich mittlerweile rund 28.810 Quadratmeter Photovoltaikflächen. Mit einer PV-Stromproduktion von rund 5,3 GWh sowie weiteren Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Energieversorgung werden bereits rund 47 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs im Bestand der IIG durch erneuerbare Energien gedeckt.
Die direkten Scope-1-Emissionen – also direkte Treibhausgasemissionen aus fossilen Energiequellen innerhalb des Unternehmens – wurden gegenüber 2021 um fast 18 Prozent reduziert. Die hohen Gebäudestandards wurden 2025 mehrfach ausgezeichnet: Die Wohnanlage Am Bichl III sowie das Gästehaus GreenINN in der Karmelitergasse erhielten klimaaktiv Gold. Die Wohnanlage Wiesengasse 19b wurde mit klimaaktiv Silber ausgezeichnet.
Räume für Begegnung, Kultur und Gemeinschaft
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aktivierung von Räumen für Kultur und Stadtleben. Die IIG vergab leerstehende Flächen gezielt an Initiativen, Vereine und Kulturschaffende. Insgesamt konnten bisher sechs Räumlichkeiten erfolgreich vermittelt werden. Darüber hinaus investiert die IIG 1,7 Millionen Euro in die Sanierung der ehemaligen Talstation der Hungerburgbahn. Bis 2027 soll dort wieder ein Ort für Jugendkultur, Veranstaltungen und Konzerte entstehen.
Wirtschaftlich solide aufgestellt
Die IIG steht auch wirtschaftlich auf gesunden Beinen. Mit rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einem Umsatz von 78 Millionen Euro, einer Bilanzsumme von 1,15 Milliarden Euro und einer Eigenkapitalquote von 70 Prozent verfügt das Unternehmen über eine stabile Grundlage für seine Aufgaben im Sinne der Stadt Innsbruck. Damit hat die IIG den notwendigen Handlungsspielraum, um langfristig zu planen, große Investitionen verlässlich umzusetzen und auch in den kommenden Jahren wichtige Projekte für die Stadt Innsbruck voranzutreiben. Sozial verantwortungsvoll und zugleich wirtschaftlich nachhaltig zu handeln, ist dabei das zentrale Ziel.
Positive Bilanz und klarer Blick nach vorne
Die Bilanz 2025 zeigt die IIG als breit aufgestelltes Immobilienkompetenzzentrum mit gesellschaftlichem Auftrag. Die Gesellschaft schafft und erhält Wohnraum, betreut Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, modernisiert öffentliche Gebäude, investiert in soziale Infrastruktur, stärkt den Klimaschutz und sorgt mit ihren Aufträgen für regionale Wertschöpfung.
„Wir bauen, sanieren und entwickeln nicht für uns selbst, sondern für Innsbruck. Unsere Projekte sollen den Menschen dienen, den Bestand zukunftsfit machen und die Stadt langfristig stärken. Nicht kurzfristige Gewinne stehen im Mittelpunkt, sondern ein verantwortungsvoller Umgang mit den Aufgaben, die für Innsbruck wichtig sind. Die Bilanz 2025 ist daher nicht nur ein Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr, sondern auch ein klares Signal: Die IIG übernimmt Verantwortung – jeden Tag“, so Geschäftsführer Franz Danler.
Projekte im Überblick
Schlachthofblock: Neues Quartier für alle Generationen
Im Saggen entwickelt die IIG eines der größten Wohnbauprojekte der Stadt weiter. Aus den bisher 211 Wohnungen werden künftig 292 Wohnungen. Ergänzt wird das Quartier durch Wohnangebote für Studierende, einen erweiterten Kindergarten, vier Geschäftslokale und eine Tiefgarage mit 84 Stellplätzen. Das Projekt verbindet Nachverdichtung mit sozialer Durchmischung und einer nachhaltigen Quartiersentwicklung.
Junges Wohnen Sandwirt am Inn
Mit dem Spatenstich im Jänner 2026 startete in der Reichenau der Bau eines neuen Wohncampus für rund 600 Studierende, Auszubildende und Berufseinsteiger:innen. Neben leistbarem Wohnraum entstehen Gastronomie- und Gewerbeflächen im Erdgeschoß. Die Investitionssumme beträgt rund 62,5 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2028 geplant.
Eichhof: Weitere 50 geförderte Mietwohnungen
Im November 2025 begann am Eichhof in Pradl die dritte Baustufe des aktuell zweitgrößten Wohnbauprojekts Innsbrucks. Für rund 12 Millionen Euro entstehen weitere 50 geförderte Mietwohnungen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2027 vorgesehen.
Neue ASKÖ-Sportanlage in der Reichenau
Die multifunktionale Sportanlage umfasst künftig ein Bewegungszentrum, einen Kunstrasenplatz mit Tribüne, fünf Tennisplätze, einen Padelplatz, Vereinsräume, Büros und eine Tiefgarage. Die Kosten für die ASKÖ-Sportanlage beträgt rund 25,3 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
Bildungscampus Arzl
Am Bildungscampus Arzl wurde der Schulzubau bereits abgeschlossen. Derzeit wird das bestehende Gebäude umfassend saniert. Bis Herbst 2026 soll das Gesamtprojekt fertiggestellt sein. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 11,8 Millionen Euro.