Schritte gesetztEin wesentlicher Schwerpunkt lag auf der besseren Nutzung bestehender Infrastruktur: Mit der Wochenendöffnung städtischer Sporthallen wurde ein Pilotprojekt umgesetzt, das seit Dezember 2025 neun Sporthallen an sieben Schulstandorten zusätzlichen Trainingsbetrieb ermöglicht. Damit stehen pro Woche 270 zusätzliche Stunden an Hallenkapazität zur Verfügung. Auch im Bereich Schulsport wurden wichtige Impulse gesetzt: Die „Bewegte Nachmittagsbetreuung“ bringt Sportvereine direkt in die städtischen Volksschulen und wird wissenschaftlich begleitet. Ergänzend wurden Fortbildungsangebote für Lehrkräfte sowie Digitalisierungsworkshops für Sportvereine umgesetzt. Im Bereich Vernetzung fanden 2025 der zweite und dritte Innsbrucker Sportdialog statt, wobei letzterer den Auftakt zum Olympia-Jubiläum „50 Jahre Olympische Winterspiele Innsbruck 1976“ bildete und den Austausch innerhalb der lokalen Sportlandschaft weiter stärkte.
„Der Sportentwicklungsplan ist unser strategischer Kompass für die Weiterentwicklung Innsbrucks als Sportstadt. Die breite Beteiligung und die konkreten Maßnahmen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind – von der Infrastruktur bis hin zu neuen Angeboten für alle Menschen in der Stadt“, betont der für Sport verantwortliche Bürgermeister Johannes Anzengruber.
Quo vadis 2026Seit Beginn der Umsetzung wurden insgesamt 35 Maßnahmen aus dem Sportentwicklungsplan begonnen oder implementiert, für das Jahr 2026 stehen 13 neue auf dem Programm. Im Fokus stehen unter anderem die Weiterführung der „Bewegten Nachmittagsbetreuung“, die Fortsetzung der Wochenendöffnung von Sporthallen sowie der Ausbau der digitalen Vergabe und Verwaltung. Auch die erfolgreiche Reihe der Innsbrucker Sportdialoge wird fortgesetzt, ebenso wie Schulungs- und Weiterbildungsangebote im Sportbereich insbesondere für die Innsbrucker Sportvereine. Parallel dazu wird die städtische „Bewegt“-Serie evaluiert und weiterentwickelt. Zudem werden zwei neue Handlungsfelder aktiviert: Diversität und Inklusion mit dem Ziel, passgenaue Angebote für unterschiedliche Zielgruppen auszubauen, sowie „Heimat Sportverein“, das die Bedeutung von Vereinen stärkt und Maßnahmen zur Mitgliederbindung sowie zur Förderung des Ehrenamts entwickelt.
Schwimmen, Biken und KletternNeben der strategischen Weiterentwicklung setzt die Stadt Innsbruck 2026 auch zahlreiche konkrete Projekte im Sportangebot um. Dazu zählen unter anderem neue Sportflächen im ASKÖ-Bewegungszentrum in der Campagne Reichenau mit Fußball- und Tennisplätzen sowie zusätzliche Trendsportangebote wie eine Padel-Tennis-Anlage am Baggersee Rossau, die im Sommer 2026 in Betrieb geht. Auch im Bereich Naturraum wird investiert: Mit neuen Mountainbike-Trails – darunter der Ausbau der Bichl Trails in der Rossau – wird das Angebot für Einsteiger:innen und Fortgeschrittene deutlich erweitert. Insgesamt stehen künftig rund 15 Kilometer Trailstrecken in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in der Landeshauptstadt zur Verfügung.
Weitere Schwerpunkte sind die Weiterentwicklung der Schwimmflächen, insbesondere durch den Ausbau des Hallenbads Höttinger Au mit zusätzlicher Wasserfläche und moderner Infrastruktur, sowie bestehende und neue Bewegungsangebote im öffentlichen Raum – von 25 Lauf- und Trailrunnigstrecken in Innsbruck über die neue Boulderhalle in der Kirche Petrus Canisius ebenso in der Höttinger Au bis hin zu 58 Tischtennistischen – von der Saurweinwiese bis zum Lugger-Platz im O-Dorf. „Unser Ziel ist es, Sport für alle zugänglich zu machen – niederschwellig, wohnortnah und vielfältig. Mit neuen Anlagen, innovativen Angeboten und der Weiterentwicklung bestehender Infrastruktur schaffen wir beste Voraussetzungen für Bewegung im Alltag“, so Anzengruber.
Innsbruck als Bühne des SportsAuch als Veranstaltungsort setzt Innsbruck in diesem Jahr starke Akzente. Bereits zu Jahresbeginn wurde mit den 47. Innsbrucker Stadtmeisterschaften Ski Alpin am Patscherkofel ein sportliches Zeichen gesetzt. Ein besonderes Highlight bildete die Olympia-Jubiläumswoche anlässlich „50 Jahre Olympische Winterspiele Innsbruck 1976“. Im Laufe des Jahres folgen zahlreiche weitere Großveranstaltungen, darunter mit der „Ultimate Hockey – Breaking the Ice Tour“ ein neues 3x3-Eishockeyformat am Gelände des Außeneisring der Olympiaworld Innsbruck, das Straßenradrennen „Tour of the Alps“, das Innsbruck Alpine Trailrun Festival, die Golden Roof Challenge im Herzen Innsbrucks sowie der Kletterweltcup. Mit dem Innsbruckathlon und dem städtischen Sommersporttag am Baggersee, der den Auftakt zur Reihe „Bewegt im Park“ von Juni bis September bildet, wird auch der Breitensport gezielt gestärkt. International wird Innsbruck zudem bei den 58. International Children Games in Hualien (Taiwan) vertreten sein – mit einer Schüler:innen-Delegation in den Sportarten Tischtennis, Taekwondo und Bogenschießen. Zudem blickt die Stadt bereits in die Zukunft: Mit den geplanten Deaflympics 2027 – Olympische Spiele für gehörlose Menschen – steht ein weiteres internationales Großereignis in der Tiroler Landeshauptstadt bevor.
„Innsbruck ist und bleibt eine internationale Sportstadt – mit starken Events, die sowohl den Spitzensport als auch den Breitensport sichtbar machen. Gleichzeitig schaffen wir mit unseren Angeboten die Basis dafür, dass möglichst viele Menschen selbst aktiv werden“, unterstreicht Anzengruber abschließend.
MFWeitere Informationen zum Tätigkeitsbericht und Sportentwicklungsplan finden sich unter:
https://www.innsbruck.gv.at/sep