Innsbruck unter den Top 3 der europäischen Mobilitäts-Städte

Auszeichnung als Finalistin beim EUROPEANMOBILITYWEEK Award 2025 in Brüssel

Die Landeshauptstadt Innsbruck wurde bei der gestrigen Zeremonie in Brüssel als eine der drei besten Städte Europas im Rahmen des EUROPEANMOBILITYWEEK Award 2025 ausgezeichnet. © Stadt Innsbruck/Awad
Die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck wurde bei der gestrigen Zeremonie in Brüssel als eine der drei besten Städte Europas im Rahmen des EUROPEANMOBILITYWEEK Award 2025 ausgezeichnet. An der europäischen Mobilitätswoche haben über 2700 Städte teilgenommen und 72 haben sich für den Award beworben. Gemeinsam mit Limassol (Zypern) und Riga (Lettland) gehörte Innsbruck zu den Finalist:innen des prestigeträchtigen Preises der Europäischen Kommission. Die internationale Jury würdigte vor allem die kreative Vielfalt und die umfassende Beteiligung der Bevölkerung, mit der Innsbruck die Europäische Mobilitätswoche 2025 gestaltete.
Die Europäische Kommission zeichnet mit dem Award jährlich Städte aus, die während der Mobilitätswoche besondere Akzente für nachhaltige, inklusive und zukunftsorientierte Mobilität setzen. Unter dem Motto „Mobilität für alle“ überzeugte Innsbruck mit einem breit gefächerten Programm, das nachhaltige Mobilität für Menschen jeden Alters sichtbar und erlebbar machte.

Erlebnisorientiert, kreativ und mutig: Innsbrucks Beitrag überzeugt Europas Jury
Vom „Erlebnisraum Superblock“ über die Radlbörsen und Repair-Workshops bis hin zu Schulaktionen wie „Radlbus Fürstenweg“ und „Äpfel & Zitronen“, Stadtteilspaziergängen, einen autofreien Straßenabschnitt im Saggen durch eine engagierte Initiative, Klimaticket-Testtage, Kidical Mass und Radkino – Innsbruck verwandelte eine ganze Woche lang Mobilitätsfragen in erlebbare Bilder. Besonders hervorhob die Jury das internationale Bestpracticemodel Erlebnisraum Superblock am 18. September. Durch ein begehbares Bodenmodell, Diskussionsräume und kulturelle Aktionen wurde sichtbar, wie Straßen wieder zu lebendigen Aufenthalts- und Begegnungsorten werden können.

O-Ton aus Innsbruck
Die für Mobilität zuständige Stadträtin Janine Bex vertrat Innsbruck bei der Zeremonie in Brüssel: „Als eine der drei besten Städte Europas ausgezeichnet zu werden, ist ein starkes Zeichen für alle, die sich in Innsbruck tagtäglich für nachhaltige Mobilität engagieren. Diese Finalplatzierung ist eine Anerkennung für die unzähligen Stunden Arbeit, für Mut, Kreativität und Teamgeist. Diese Nominierung ist kein Endpunkt, sondern ein kraftvoller Start: Ein Ansporn, weiterzumachen und neue Ideen zu entwickeln. Innsbruck hat bewiesen, dass wir zu den Vorreiter:innen in Europa gehören, und gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass Mobilität für alle Generationen noch inklusiver, noch leistbarer und noch lebensfreundlicher wird.“

Diese Breite an Maßnahmen, gepaart mit dem klaren Fokus auf öffentlichen Raum, Sicherheit und Lebensqualität, zeigt, wie Stadtentwicklung und Mobilitätswende konkret zusammenspielen.

Würdigung durch den Österreichischen Städtebund
Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger: „Ich möchte Innsbruck auf diesem Weg sehr herzlich gratulieren. Wenn eine Stadt mit ihrem Verkehrsprojekt bei einem europäischen Preis im Finale ist, ist das eine große Auszeichnung. Österreichs Städte sind Vorreiter:innen bei nachhaltiger Mobilität und der Attraktivierung bei Fuß- und Radverkehr. Innsbruck hat nun gezeigt, wie es geht. Der Autoverkehr wurde reduziert, der öffentliche Raum aktiviert und Schulen, Familien und junge Menschen involviert. Innsbruck ist damit ein Best Practice-Beispiel und verdiente Preisträger:in.“

Weninger hält weiter fest, dass zum Erreichen der Klimaziele der Anteil, der in Städten mit dem Auto zurückgelegten Wege von aktuell 60 Prozent auf 42 Prozent bis 2040 sinken muss.

Große Resonanz in der Bevölkerung
Die Vielzahl an Veranstaltungen mobilisierte Menschen aller Generationen, die Angebote nutzten, neue Wege ausprobierten und sichtbar machten, dass Mobilitätswende dann erfolgreich ist, wenn sie als gemeinsames Projekt verstanden wird. Innsbruck hat gezeigt, dass Begeisterung für eine nachhaltige Mobilitätszukunft entstehen kann, wenn Stadtentwicklung aktiv zum Mitmachen einlädt.

Nachhaltige Wirkung über die Mobilitätswoche hinaus
Die Mobilitätswoche war nicht nur ein Höhepunkt, sondern Teil eines langfristigen Veränderungsprozesses: Innsbruck setzt laufend Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Mobilität um – darunter gebührenfreie Kurzparkzonen zur Flächenumverteilung, der Ausbau des Stadtradnetzes mit neuen Stationen sowie die Einführung der ersten vollelektrischen Buslinie der IVB. Diese Schritte zeigen, dass Innsbruck Mobilitätswende konsequent und vorausschauend gestaltet.

Ausblick: Europäische Mobilitätswoche 2026
Auch 2026 wird Innsbruck wieder Teil der Europäischen Mobilitätswoche sein, die von 16. bis 22. September stattfindet. Unter dem Motto „Mobilität für alle Generationen“ plant die Stadt erneut vielfältige Veranstaltungen, Mitmachangebote und Bewusstseinsbildung rund um nachhaltige Mobilität. Innsbruck freut sich dabei besonders auf die Zusammenarbeit mit engagierten Partner:innen und Initiativen, um gemeinsam ein starkes Zeichen für eine inklusivere, leistbarere und klimafreundliche Mobilitätszukunft zu setzen.