Innsbrucks Stimme in Europa

Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr beim RGRE Leaders’ Summit in Finnland

Die Mitglieder des Hauptausschusses des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) diskutierte bei seinem Gipfel im finnischen Rovaniemi über vorausschauende Krisenvorsorge und den künftigen EU-Haushalt. © Stadt Innsbruck
Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) diskutierte bei seinem Gipfel im finnischen Rovaniemi über vorausschauende Krisenvorsorge und den künftigen EU-Haushalt. Für Österreichs Städte nahm Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr an dem Treffen teil und vertrat dabei die Interessen des österreichischen Städtebundes auf europäischer Bühne. Im Fokus stand die Stärkung der lokalen Ebene als Fundament für ein krisenfestes und demokratisches Europa.
Vom 4. bis 5. Juni 2026 fand in Rovaniemi der Leaders’ Summit des RGRE statt. Der 1951 gegründete RGRE vertritt über seine Mitgliedsverbände mehr als 110.000 Kommunen und Regionen. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Vereinigung stand der transnationale Austausch über aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Städte im Mittelpunkt.

Vorausschauende Vorsorge im Fokus
Ein zentraler Schwerpunkt des Gipfels lag auf der langfristigen Planung und Krisenvorsorge aus lokaler Perspektive. Diskutiert wurde, wie Städte den Schritt von der reinen Reaktion auf Notfälle hin zu einer proaktiven Risikoerkennung schaffen. Dazu gehören funktionierende öffentliche Dienstleistungen, verlässliche Infrastrukturen und eine transparente Einbindung der Bürger:innen.

Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr betont die Bedeutung dieser vorausschauenden Strategien für Innsbruck: „Als Dreh- und Angelpunkt im Herzen Europas müssen wir die Weichen für die Zukunft rechtzeitig stellen. Vorsorge bedeutet, die tägliche Lebensqualität abzusichern und Infrastrukturen krisenfest zu machen. Das gelingt nur, wenn die europäischen Kommunen eng zusammenarbeiten, bewährte Praxisbeispiele teilen und die notwendigen Werkzeuge erhalten, um Herausforderungen demokratisch und vorausschauend zu bewältigen.“

EU-Haushalt partnerschaftlich gestalten
Am zweiten Konferenztag stand die Zukunft des nächsten EU-Haushalts (Mehrjähriger Finanzrahmen 2028–2034) im Mittelpunkt. Die europäische Städtegemeinschaft unterzeichnete die politische Erklärung des RGRE. Diese fordert einen berechenbaren, ortsbezogenen EU-Haushalt, der den Zusammenhalt stärkt und sicherstellt, dass europäische Investitionen direkt den Bedürfnissen der Bevölkerung vor Ort entsprechen.

Vollgepackt mit neuen Impulsen kehrte auch das städtische Amt für Außenbeziehungen vom Gipfel zurück. Katrin Heiss erklärt: „Der direkte Dialog zeigt, dass die Herausforderungen moderner Stadtverwaltungen überall ähnlich sind. Innsbruck nutzt diese Plattformen intensiv, um wertvolle Partnerschaften zu pflegen und die Interessen unserer Stadt direkt im europäischen Netzwerk zu verankern. Diese Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist die Basis für ein handlungsfähiges Europa.“ DJ