INNsBrücken: Ein Angebot für internationale Pflegekräfte

Stadt Innsbruck unterstützt soziale und kulturelle Integration

Pflegekräfte werden mit dem Projekt „INNsBrücken“ gemeinsam willkommen geheißen (v.l.): Vizebürgermeister Georg Willi, Robert Senn (ISD), Emma Pinzger (Pflegekoordination Stadt Innsbruck), Nicola Köfler (Integrationsstelle Stadt Innsbruck), Sibylle Auer (Caritas Diözese Innsbruck) und Stadträtin Janine Bex. © Stadt Innsbruck/D. Jäger
Bei der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH (ISD) arbeiten aktuell Menschen aus über 60 verschiedenen Nationen. Sie alle sind ein wesentlicher Garant für das umfangreiche und flächendeckende Betreuungsprogramm sozialer Dienstleistungen in der Landeshauptstadt Innsbruck.
Viele der Pflegekräfte kommen aus Drittstaaten und leben noch nicht sehr lange in Österreich. Mit dem Projekt „INNsBrücken“ unterstützt die Stadt Innsbruck diese Pflegekräfte durch qualifiziertes freiwilliges Engagement in ihrer sozialen und kulturellen Integration.

Das Projekt ist ein Angebot der Ämter Stadtplanung, Mobilität und Integration (Integrationsstelle) sowie Soziales (Pflegekoordination). Als durchführende Organisation konnte die Caritas gewonnen werden, die u.a. mit dem Freiwilligenzentrum Tirol Mitte viel Expertise einbringt.

„Unsere Pflege wird von Menschen getragen, die tagtäglich Großartiges leisten – unabhängig davon, woher sie kommen. Internationale Pflegekräfte sind aus der Versorgung in Innsbruck nicht mehr wegzudenken. Mit INNsBrücken schaffen wir neue Möglichkeiten für ein gutes Ankommen: durch persönliche Begegnungen, Unterstützung im Alltag und den Zugang zu den vielfältigen Angeboten unserer Stadt. So wird aus einem Arbeitsplatz Schritt für Schritt ein Zuhause“, betont der für Soziales ressortzuständige Vizebürgermeister Georg Willi.

Sich willkommen fühlen
Ab Herbst 2026 werden geschulte Freiwillige die Teilnehmenden im Alltag begleiten und durch gemeinsame Aktivitäten den Zugang zu Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten erleichtern. Im besten Fall gelingt es dadurch, Begegnungen mit der Innsbrucker Bevölkerung zu stärken, Deutschkenntnisse zu intensivieren und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Ziel der unterschiedlichen Angebote ist, dass sich neu zugewanderte Pflegekräfte in Innsbruck willkommen fühlen, soziale Netzwerke aufbauen und sich langfristig in ihrem beruflichen und privaten Umfeld etablieren. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Bindung dringend benötigter Fachkräfte im Gesundheits- und Pflegebereich.

Integrationsstadträtin Janine Bex unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts: „Integration gelingt dort, wo Menschen einander begegnen. INNsBrücken schafft genau diese Begegnungen – auf Augenhöhe, im Alltag und ohne Vorurteile. Wer sich willkommen fühlt, kann ankommen. Und wo gegenseitiges Verständnis wächst, entsteht Zusammenhalt, von dem unsere gesamte Stadt profitiert.“

Stimmen zum Projekt
„Mit Mitarbeiter:innen aus über 60 Nationen steht unser Unternehmen für Vielfalt wie kaum ein anderes in Innsbruck. Ein Projekt wie ‚InnsBrücken‘ unterstützt Menschen aus anderen Ländern dabei, in Innsbruck anzukommen, sich schnell zu integrieren und sich willkommen zu fühlen. Wir freuen uns, dass es dieses tolle Projekt gibt“, betont ISD-Geschäftsführerin Margit Holzhammer.

„Gute Integration beginnt nicht erst am Arbeitsplatz, sondern bei den Menschen. Mit ‚INNsBrücken‘ schaffen wir Begegnungen, fördern persönliche Kontakte und gemeinsame Erlebnisse – und erleichtern internationalen Pflegekräften so das Ankommen. Denn wo Menschen miteinander in Kontakt kommen, entstehen Verständnis, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt“, erklärt Sibylle Auer, Leiterin des Bereichs Freiwilliges Engagement in der Caritas Tirol und des Freiwilligenzentrums Tirol Mitte.

Auftaktveranstaltung: Erzählcafé
für Pflegekräfte aus Drittstaaten und interessierte Wahltiroler:innen
4. November 2026, 17.30-19.30 Uhr, Caritas Integrationshaus (Gumppstraße 71)
Einführend wird das Projekt „INNsBrücken“ für Pflegekräfte aus Drittstaaten vorgestellt. Im Rahmen eines begleiteten Erzählcafés teilen wir Erfahrungen, Geschichten und Eindrücke aus verschiedenen Kulturen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis 2. November unter empfang@caritas.tirol