Anlässlich des Internationalen Tages der Taubblindheit (Helen Keller Day) am 27. Juni machen die Vorsitzende des Behindertenbeirats der Landeshauptstadt Innsbruck, Julia Golser und Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr auf die besonderen Herausforderungen und den Unterstützungsbedarf von Menschen mit Taubblindheit aufmerksam.
Der Gedenktag erinnert an die Geburt von Helen Keller, die mit ihrer Taubblindheit zu einer weltweit bekannten und anerkannten Autorin, Pädagogin und Menschenrechtsaktivistin wurde.
Taubblindheit ist eine eigenständige Behinderung, bei der sowohl das Hören als auch das Sehen erheblich eingeschränkt sind. Die Kombination dieser Sinnesbeeinträchtigungen führt zu besonderen Barrieren in der Kommunikation, Mobilität, Informationsaufnahme und gesellschaftlichen Teilhabe. Viele Betroffene sind im Alltag auf spezifische Unterstützungsangebote, barrierefreie Kommunikation sowie qualifizierte Assistenz angewiesen. Besonders in der Kindheit und Ausbildung ist deshalb die richtige und ausreichende Unterstützung auf alle Fälle notwendig. Sie sollte selbstverständlich sein.
„Der Internationale Tag der Taubblindheit erinnert uns daran, dass echte Inklusion nur dann gelingt, wenn die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigt werden. Taubblinde Menschen dürfen in unserer Gesellschaft nicht übersehen werden. Ihre selbstbestimmte Teilhabe muss selbstverständlich sein“, betonen Julia Golser und Elisabeth Mayr.
Deswegen setzen sie sich für den Abbau von Barrieren, den einfachen Zugang zu Assistenz- sowie Unterstützungsleistungen und die Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Verbesserung der Zugänglichkeit von Informationen, öffentlichen Dienstleistungen und kulturellen Angeboten für Menschen mit Taubblindheit.
„Der Helen Keller Day bietet somit die Gelegenheit, das Bewusstsein für diese oft wenig sichtbare Behinderungsform zu schärfen und die Bedeutung von Inklusion, Chancengleichheit und gesellschaftlicher Solidarität hervorzuheben“, sind sich Golser und Mayr einig.
Der Behindertenbeirat der Stadt Innsbruck ruft deshalb heute verstärkt Politik, Verwaltung, Institutionen und die Öffentlichkeit dazu auf, sich gemeinsam für eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft einzusetzen, in der Menschen mit Taubblindheit gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ihre eigenen Talente sowie Begabungen ausbilden und verwirklichen können.