Die Weichen für die Junge Talstation sind nun endgültig gestellt. Nach einem intensiven Vorbereitungsprozess startet in Kürze die technische Sanierung der ehemaligen Talstation der Hungerburgbahn am Rennweg. Die Stadt Innsbruck, die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG), der Verein Junge Talstation und die beteiligten Architekt:innen arbeiteten eng zusammen, um alle rechtlichen, technischen und ökonomischen Fakten sauber aufzubereiten. Das Ergebnis ist eine nachhaltige Lösung, die den Erhalt des historischen Gebäudes und dessen Nutzung als modernes Jugendkulturzentrum sichert.
Nach wegweisenden Weichenstellungen im Sondergemeinderat vom 5. November 2025 und dem Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Innsbruck stehen jetzt die konkreten Pläne für die Zukunft. Das Projekt sieht vor, dass der Verein Junge Talstation ein 15-jähriges Baurecht erhält. Damit bekommt die Innsbrucker Jugendkulturszene die nötige Planungssicherheit für ihre kommenden Vorhaben.
Raum für Innsbrucks Jugend
Bürgermeister Johannes Anzengruber hat das Projekt mit der IIG vorangetrieben und erfolgreich auf Schiene gebracht: „Seit 2007 war das Gebäude eine offene Herausforderung – nun ist sie gelöst. Die Junge Talstation kann jetzt endlich Fahrt aufnehmen. Durch die sorgfältige Vorbereitung schaffen wir einen verlässlichen Rahmen für Veranstaltungen und Konzerte. Wir investieren hier in die nächste Generation und bieten der Jugend einen fixen Platz in unserer Stadt. Ab 2027 wird dieses neue Kulturzentrum wieder voll mit Leben gefüllt sein.“ Die für Jugend zuständige Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr unterstreicht: „Wir bieten dem Verein Junge Talstation und damit vielen jungen Menschen einen Ort, an dem man zusammenkommen, feiern und auch selbst aktiv Jugendkultur organisieren und betreiben kann – ein idealer Mix aus Freiheit und Verantwortung, der ohne den Verein und sein Engagement nicht denkbar wäre.“
Damit die Talstation langfristig als Veranstaltungsort genutzt werden kann, ist eine umfassende technische Erneuerung notwendig. Nach der Sanierung bietet der Veranstaltungssaal Platz für bis zu 240 stehende oder 120 sitzende Personen. Diese Kapazität ermöglicht vielfältige Formate von Konzerten bis hin zu Workshops.
Die für Baurecht zuständige Stadträtin Janine Bex betont die Wichtigkeit der Vorarbeiten: „Freiräume wie die Talstation sind nicht nur identitätsstiftende Orte und Erinnerungsorte, sondern auch echte Möglichkeitsorte: Hier können junge Menschen Ideen verwirklichen, Projekte starten und ihre Kreativität selbstbestimmt entfalten. Damit diese Orte langfristig bestehen, braucht es ein verlässliches Fundament. Sicherheit ist die Voraussetzung für kulturelle Freiheit. Mit der Sanierung schaffen wir genau diesen sicheren und rechtlich abgesicherten Rahmen – und sichern damit die Zukunft eines zentralen Freiraums für Innsbruck.“
Technische Sanierung mit Fingerspitzengefühl
Die bauliche Umsetzung durch die IIG verbindet moderne Technik mit dem historischen Erbe des Gebäudes. Der Kostenrahmen für die Maßnahmen wird dabei strikt eingehalten. Besonderes Augenmerk liegt auf der sensiblen Integration von Schallschutz und Barrierefreiheit in die charakteristische Architektur der 1950er-Jahre.
IIG-Geschäftsführer Franz Danler erklärt die Details: „Wir haben die Vorarbeiten für die Sanierung abgeschlossen. Um die Talstation sicher und nachhaltig zu nutzen, bauen wir eine zeitgemäße Lüftungsanlage und eine Innendämmung ein. Die Außenfassade bleibt im charakteristischen Retro-Look erhalten, während wir die Glasportalelemente erneuern. Neue WC-Anlagen sorgen zudem für Barrierefreiheit und mehr Komfort. Trotz dieser technischen Herausforderungen bleiben wir absolut kostentreu.“
Langfristige Perspektive für den Verein
Für den Verein Junge Talstation bedeutet das 15-jährige Baurecht einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Thomas Krug, Geschäftsführer des Vereins Junge Talstation, freut sich über die gelungene Kooperation: „Besonders freut uns, dass wir von Beginn an in die Prozesse eingebunden waren und unsere Erfahrungen sowie Anforderungen umfassend berücksichtigt wurden. Die Zusammenarbeit haben wir als konstruktiv, qualitätsvoll und auf Augenhöhe erlebt. Mit dem 15-jährigen Baurecht haben wir jetzt endlich eine Grundlage, auf der wir verlässlich planen können. Unser Ziel war immer, einen offenen und niederschwelligen Ort für (Jugend-)Kultur, Austausch und Begegnung zu schaffen – und genau daran knüpfen wir nun an.“
Die Stadt Innsbruck investiert rund 1,7 Millionen Euro in den Standort. Mit dem Abschluss der technischen Modernisierung wird die Talstation ab 2027 wieder zum zentralen Treffpunkt für junge Kunst und Kultur am Rennweg. DJ