Mit der Verleihung des Kaiser-Maximilian-Preises werden jährlich seit 1998 außerordentliche Leistungen von Persönlichkeiten und Institutionen aus dem Bereich der europäischen Regional- und Kommunalpolitik ausgezeichnet. Heuer geht diese Auszeichnung an Mercedes Bresso, Mitglied der Europäischen Union und ehemalige Präsidentin des Ausschusses der Regionen (AdR) der Europäischen Union.
Im Beisein von Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa nahm Bresso am 08. Mai den Preis im Rahmen eines Festaktes in der Hofburg entgegen.
Der Verleihung im Riesensaal der kaiserlichen Hofburg ging der landesübliche Empfang voraus. Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich der Generalsekretär des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates (KGRE), Dr. Andreas Kiefer und der Vizepräsident des KGRE Clemens Lammerskitten sowie zahlreiche Mitglieder der Tiroler Landesregierung, VertreterInnen des Stadtsenates und Gemeinderates, RepräsentantInnen des konsularischen Korps, mehrere Delegierte des Europarates, VertreterInnen der Behörden und der Universität und EhrenzeichenträgerInnen.
Die Preisträgerin 2015
Der Kaiser-Maximilian-Preis
Das Land Tirol und die Stadt Innsbruck haben im Jahr 1997 aus Anlass der Vollendung des 85. Lebensjahres des langjährigen Bürgermeisters der Stadt Innsbruck und Präsidenten des Tiroler Landtages DDr. Alois Lugger den Kaiser-Maximilian-Preis (Europapreis für Regional- und Kommunalpolitik des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck) gestiftet – in Anerkennung seiner Verdienste um Europa.
Die Auswahl des/der PreisträgerIn erfolgt alljährlich durch eine internationale Jury. Die Jury besteht aus VertreterInnen des KGRE, des AdR, des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) und der Versammlung der Gemeinden und Regionen Europas (VRE). In dieser Jury sind auch das Land Tirol, die Stadt Innsbruck und die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck vertreten.
Der Preis selbst besteht aus einer Urkunde und einer Medaille (Schautaler von 1509 Kaiser Maximilian I.) sowie einem Geldpreis in der Höhe von 10.000 Euro.
Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger
Mit der Verleihung des Kaiser-Maximilian-Preises werden jährlich außerordentliche Leistungen von Persönlichkeiten und Institutionen aus dem Bereich der europäischen Regional- und Kommunalpolitik ausgezeichnet. Besondere Berücksichtigung finden Bemühungen um die Verwirklichung des Grundsatzes der Subsidiarität, der Inhalte der Charta der Lokalen Selbstverwaltung und der Charta der Regionalen Selbstverwaltung des Europarates. (VL)
Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger
1998 Jordi Pujol, Präsident von Katalonien
1999 Dr. Josef Hofmann, Ehrenpräsident des RGRE
2000 Luc van den Brande, Präsident der VRE
2001 Baroness Farrington of Ribbleton, Großbritannien
2002 Erwin Teufel, Ministerpräsident des Landes Baden Württemberg, und
Dr. Heinrich Hoffschulte, 1. Vizepräsident des RGRE
2003 Alain Chénard, Präsident des KGRE a. D.
2004 Elisabeth Gateau, Generalsekretärin der Weltunion der Kommunen
2005 Jan Olbrycht, Mitglied des Europäischen Parlaments
2007 Dr. Michael Häupl, Präsident des RGRE
Graham Meadows, Generaldirektor a.D. der Europäischen Kommission
2008 Dora Bakoyannis, griechische Außenministerin
2009 Giovanni Di Stasi, ehemaliger Präsident des KGRE
2010 Halvdan Skard, ehemaliger Präsident des KGRE
2011 Danuta Hübner, Mitglied des Europäischen Parlamentes und Vorsitzende des Ausschusses für Regionale Entwicklung (REGI)
2012 Keith Whitmore, Präsident des KGRE
2013 Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens
2014 DDr. Herwig van Staa, Präsident des Tiroler Landtages und Präsident des KGRE