Mach mal Pause: Neue Sitzlandschaft in der Rossau

Öffentlicher Raum wird zugunsten von Erholung einfach und flexibel neu gedacht

Gemeinsam Pause machen in der Rossau: Stadträtin Mariella Lutz (6. v.r.), Stadträtin Janine Bex (5. v.r.) und Amtsvorstand Wolfgang Andexlinger (2. v.r.) mit Mitarbeiter:innen der städtischen Ämter Grünanlagen, Stadtplanung und Klimaneutrale Stadt, vom Quartiersmanagement Rossau, vom Architekturbüro und vom Klimabündnis Tirol. © Stadt Innsbruck/A. Steinacker
Eine Erholungsoase mitten im Wirtschaftsgebiet – klingt nach Fata Morgana, ist aber tatsächlich ein neues Stadtmöbel in der Rossau. Die modulare Aufenthaltsinsel mit Beschattung und Sitzmöglichkeiten lädt seit kurzem in der Valiergasse zu kleinen Pausen – beim Warten auf den Bus oder in der Mittagspause – ein.
Das vorerst für zwei Jahre vorgesehene Pilotprojekt wurde am Donnerstag, 17. September, im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche von den zuständigen Stadträtinnen Janine Bex und Mariella Lutz eröffnet.

Aufenthaltsqualität erhöhen
„Auch kleine Veränderungen können viel bewirken. Mit mehr Begrünung und neuen Sitzmöglichkeiten schaffen wir einen Ort, an dem Menschen mitten im Arbeitsalltag kurz durchatmen und sich erholen können“, erläutert Stadträtin Janine Bex, ressortzuständig für Klima, Mobilität und Stadtplanung.

„Insgesamt investiert die Stadt heuer über eine Million Euro in Infrastruktur und Aufenthaltsqualität, um das Wirtschaftsareal Rossau attraktiver zu gestalten. Weitere Projekte werden in den kommenden Jahren umgesetzt. Bereits im Zuge der Standortoffensive hat sich gezeigt, dass sich besonders Arbeitende mehr Möglichkeiten wünschen, um entspannt ihre Mittagspause zu verbringen. Daher wird beim Kreuzungsbereich Archenweg-Grabenweg, der heuer noch neu gestaltet wird, ein ‚Pocket Park‘, also eine Art Mini-Park, entstehen. Damit wird neben dem Stadtmöbel in der Valiergasse ein weiterer Bereich in der Rossau zu einer kleinen Oase für die Pausen zwischendurch“, freut sich Wirtschaftsstadträtin Mariella Lutz.

„In der Valiergasse wurden gegenüber dem Quartiersmanagement zwei Stellplätze für den ersten Standort des Stadtmöbels ausgewählt. Damit wird veranschaulicht, wie selbst auf begrenztem Raum neue Aufenthaltsqualität entstehen kann. Wir hoffen, in weiterer Folge auch Unternehmen zu inspirieren, Varianten des Möbels für ihre Mitarbeitenden oder Kundinnen und Kunden umzusetzen“, fügt Gudrun Pechtl, Leiterin des Quartiermanagements Rossau hinzu.

Urbanes Verweilmöbel
Das modular und damit flexibel zusammensetzbare Stadtmöbel ist ein Pilotprojekt des Amtes für Stadtplanung, Mobilität und Integration sowie des Amtes Klimaneutrale Stadt. Geplant und umgesetzt wurde das Objekt vom columbosnext-Team um Verena Rauch und Walter Prenner. Diese gestalteten das urbane Verweilmöbel aus Holz und anemonengelb lackiertem Metall, sodass es auch aus der Distanz sichtbar ist und so einen neuen Akzent im Straßenraum setzt. Die einzelnen Elemente des Stadtmöbels folgen einem modularen Baukastensystem und können je nach Standort unterschiedlich kombiniert, erweitert oder an einen anderen Ort versetzt werden.

Weitere Infos
Betriebe, die Interesse daran haben, selbst ein mobiles Stadtmöbel in Innsbruck zu errichten – auf privatem oder öffentlichem Grund – können sich direkt an das Quartiersmanagement Rossau wenden (E-Mail: office@quartier-rossau.at, Telefon +43 664 225 16 69). Dieses steht bei ersten Fragen zur Verfügung und leitet an die zuständige Stelle bei der Stadt Innsbruck weiter. Entschieden wird ganz nach dem Prinzip „first come, first serve“.