Murenabgang auf der Nordkette

Lackenweg und Arzler-Almweg bleiben vorerst gesperrt

Der Murenabgang nahm seinen Ursprung in der sogenannten „Direttissima“ und verlegte den Lackenweg auf Höhe des Rastlbodens oberhalb der Arzler Alm mit Schlamm und Geröll. Personen oder Gebäude wurden nicht getroffen. © Stadt Innsbruck
Nach heftigen Sommergewittern ist am gestrigen Abend im Bereich der Nordkette eine Mure abgegangen. Der Murenabgang nahm seinen Ursprung in der sogenannten „Direttissima“ und verlegte den Lackenweg auf Höhe des Rastlbodens oberhalb der Arzler Alm mit Schlamm und Geröll. Personen oder Gebäude wurden nicht getroffen.
Die heutige Begehung vor Ort mit der Wildbach- und Lawinenverbauung hat ergeben, dass die Sperren in den nächsten Tagen aufrecht bleiben müssen. Je nach Entwicklung der Witterung ist eine Öffnung voraussichtlich am kommenden Freitag möglich. Das städtische Amt für Wald und Natur ist aktuell noch vor Ort und begutachtet weitere Details mit Unterstützung einer Drohne der Berufsfeuerwehr Innsbruck. Wichtig für Ausflugsgäste: Alle Almen im Gebiet bleiben über alternative Wege weiterhin erreichbar.

Schutz der Bevölkerung
Für Bürgermeister Johannes Anzengruber steht das Wohl der Menschen an oberster Stelle: „Der Schutz der Bevölkerung hat für mich absolute Priorität. Nach einem solchen Naturereignis müssen wir sofort handeln und Gefahrenbereiche sichern.“

Christian Schneider, Leiter des Amtes für Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen, erklärt die rechtlichen und organisatorischen Schritte: „Die sofortige Sperre des Lackenwegs war unumgänglich, da das Risiko von Nachrutschungen bei weiteren Niederschlägen zu hoch ist. Die entsprechende Verordnung wurde bereits erlassen. Nach der heutigen Begutachtung mit den Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung müssen die Wege vorerst weiter gesperrt bleiben. Wenn es die Witterung zulässt, streben wir eine Öffnung für Freitag an. Das Amt für Wald und Natur analysiert derzeit noch mithilfe von Drohnenbildern der Berufsfeuerwehr die Details im Abbruchgebiet, um die Lage bestmöglich abzusichern.“

Besonders hervorzuheben ist die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei, der Mobilen Überwachungsgruppe, den involvierten städtischen Dienststellen und den vom Land Tirol zur Verfügung gestellten Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung. Die Stadt Innsbruck informiert die Bevölkerung, sobald die Sperren wieder aufgehoben sind. DJ