Von der Idee zur Umsetzung
Über zwei Jahre hinweg beschäftigten sich die Jugendlichen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Iris Lichtblau intensiv mit Zukunftsfragen rund um die Stadtentwicklung. Themen wie erneuerbare Energien, Klimawandel und nachhaltige Lebensräume standen dabei im Mittelpunkt. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die aktive Einbindung der Schülerinnen: So führten sie unter anderem Messungen zu Wetterdaten am Schulstandort durch und erhoben im Zuge einer Umfrage konkrete Wünsche für ihren Pausenhof. Das Ergebnis war eindeutig: Neben mehr Schattenflächen sprachen sich 92 Prozent der befragten Mittelschüler:innen für einen Trinkbrunnen aus. Diese Ergebnisse wurden dem Projektteam rund um Kathrin Schwab (Institut für Geographie der Universität Innsbruck) präsentiert und schließlich an die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) als Verwalterin der öffentlichen Schulgebäude herangetragen.
Dialog mit der Stadtpolitik
Den entscheidenden Impuls gab ein direkter Austausch beim Abschlussfest im Zeughaus im Juni 2025: Dort nutzten die Schüler:innen die Gelegenheit, Bürgermeister Johannes Anzengruber persönlich anzusprechen – mit Erfolg. Die Umsetzung des Trinkbrunnens wurde zugesagt und nun durch die IIG realisiert. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Weitblick sich junge Menschen in Innsbruck einbringen. Der neue Trinkbrunnen zeigt, dass Beteiligung ernst genommen wird und konkrete Verbesserungen daraus entstehen“, freut sich Bürgermeister Johannes Anzengruber über die rasche Umsetzung innerhalb weniger Monate.
Auch Bildungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Der Trinkbrunnen ist besonders an heißen Tagen ein Beitrag zur Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler, sondern auch ein sichtbares Ergebnis gelebter Demokratiebildung. Wenn Kinder und Jugendliche ihre Ideen einbringen und diese tatsächlich umgesetzt werden, stärkt das ihr Vertrauen in unsere Stadt.“
Mehr Lebensqualität im Schulalltag
Der Trinkbrunnen sorgt künftig nicht nur für eine unkomplizierte Versorgung mit frischem Trinkwasser, sondern trägt auch zur Reduktion von Plastikmüll bei und erhöht die Aufenthaltsqualität im Pausenhof – besonders an heißen Sommertagen. Mit der Realisierung des Trinkbrunnens an der MS Ilse-Brüll-Gasse zeigt die Stadt Innsbruck einmal mehr, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, Wissenschaft und Stadtpolitik für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung ist. MF