Die Publikation wird vom Referat Statistik der Stadt Innsbruck quartalsweise erstellt. Das aktuelle Spezialthema widmet sich den Geburten und der Fertilität im Jahr 2025.
„Gute Entscheidungen brauchen eine verlässliche Grundlage. Mit den Statistischen Quartalsblättern bereitet die Stadt aktuelle Entwicklungen verständlich auf und macht sie für alle Interessierten zugänglich. Die neue Ausgabe zeigt einmal mehr, wie vielfältig Innsbruck ist: von der Bevölkerungsentwicklung und dem Wohnbau über das Wetter bis hin zu Verkehr und Hunderassen“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber.
Innsbrucks Geburtenentwicklung im DetailIm Jahr 2025 kamen 1.104 Kinder von Innsbrucker Müttern zur Welt. Das Statistische Quartalsblatt ordnet diese Zahl in eine langfristige Entwicklung ein und untersucht die Geburten unter anderem nach Alter und Staatsangehörigkeit der Mütter sowie nach Stadtteilen. Die meisten Babys wurden 2025 im einwohnerstärksten Stadtteil Pradl geboren: 185 beziehungsweise 16,8 Prozent aller Neugeborenen. Es folgten die Höttinger Au mit 153, Hötting West mit 115 und Wilten mit 114 Kindern. Der geburtenstärkste Monat war der August mit 109 Neugeborenen. Im Tagesdurchschnitt kamen drei Kinder zur Welt.
Die Auswertung macht auch sichtbar, dass sich die Familiengründung zunehmend in spätere Lebensjahre verschiebt. Während Ende der 1990er-Jahre die höchste altersspezifische Fruchtbarkeitsziffer noch bei den 25- bis unter 30-Jährigen lag, findet sich der Spitzenwert heute bei den 30- bis unter 35-Jährigen. Bei den 35- bis unter 40-jährigen Frauen hat sich die Kennziffer binnen rund 30 Jahren mehr als verdoppelt, bei den 40- bis unter 45-Jährigen mehr als verdreifacht.
„Die Zahlen zeigen, wie stark sich das Fertilitätsverhalten in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Frauen bekommen ihre Kinder heute im Durchschnitt deutlich später. Als Gründe können z. B. längere Ausbildungszeiten junger Frauen oder die erschwerte Finanzierbarkeit von Kindern genannten werden. Der Rückgang der Geburtenrate ab 2022, wie er in vielen Ländern sichtbar ist, wird von der Forschung u. a. mit den multiplen Krisen der vergangenen Jahre (Corona, Ukraine, Inflation) in Verbindung gebracht“, erklärt der Leiter des Amtes für Stadtvermessung und Statistik, Mathias Behmann.
Annähernd die Hälfte der Frauen, die 2025 ein Kind zur Welt brachten, besaß keine österreichische Staatsbürgerschaft. Ihr Anteil lag bei 48,7 Prozent. 2024 hatte es erstmals mehr Mütter mit ausländischer als mit österreichischer Staatsangehörigkeit gegeben. Im Jahr 2025 kehrte sich dieses Verhältnis wieder knapp um. Die Gesamtfertilitätsrate lag 2025 bei 1,03 Kindern pro Frau. Bei österreichischen Frauen betrug sie 0,99, bei Frauen mit nichtösterreichischer Staatsangehörigkeit 1,12 Kinder. Die Kennzahl beschreibt, wie viele Kinder eine Frau unter den jeweils geltenden altersspezifischen Fertilitätsverhältnissen durchschnittlich bekommen würde.
Bevölkerung wächst durch ZuwanderungInnsbrucks Bevölkerungsstand stieg 2025 zum zweiten Mal in Folge. Mit Jahresbeginn 2026 waren 132.820 Menschen mit Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt gemeldet. Das waren 321 Personen beziehungsweise 0,24 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ausschlaggebend für das Wachstum war die positive Wanderungsbilanz. Insgesamt standen 9.970 Zuzügen 9.491 Wegzüge gegenüber. Bei den Wanderungen zwischen Innsbruck und den Gemeinden des Bezirks Innsbruck-Land ergab sich für die Landeshauptstadt ein Saldo von minus 436 Personen – exakt derselbe Wert wie 2024. Die meisten Wegzüge aus Innsbruck entfielen dabei auf Rum mit einem Saldo von 76 und Hall mit 62 Personen.
Wohnbau auf stabilem NiveauIm Jahr 2025 wurden in Innsbruck 753 Wohnungen (brutto) fertiggestellt – nahezu gleich viele wie im Vorjahr mit 752. Jede zweite fertiggestellte Wohnung entfiel auf eine Neuerrichtung. Insgesamt entstanden durch Neuerrichtungen, Auf-, An- und Umbauten sowie Dachgeschoßausbauten 500 Wohnungen neu. Da 253 Umbauten oder Sanierungen keine zusätzliche Wohnung entstehen ließen und zugleich Abbrüche sowie Wohnungszusammenlegungen berücksichtigt werden müssen, betrug der Nettozugang 370 Wohnungen.
Sonnenreiches Frühjahr und frühe HitzewelleDie „Eisheiligen“ traten 2026 nahezu punktgenau auf. Der Kälteeinbruch erreichte am 15. Mai mit der „Kalten Sophie“ seinen Höhepunkt. Insgesamt war das Frühjahr mit 671 Sonnenstunden das drittsonnenscheinreichste seit Beginn der Innsbrucker Messreihe im Jahr 1906. Im Juni folgte eine 13-tägige Hitzewelle. Längere Hitzeperioden gab es 2013 und 2018 mit jeweils 14 sowie 2023 mit 15 aufeinanderfolgenden Tropentagen.
Chihuahua führt Hunde-Rangliste anMit Stand Juni 2026 waren in Innsbruck 4.492 Hunde registriert, darunter 1.726 Mischlinge. Die 2.680 anerkannten Rassehunde verteilen sich auf insgesamt 200 Rassen. Am beliebtesten sind Chihuahua mit 287, Labrador Retriever mit 187 und Malteser mit 147 Tieren. Die größte Gruppe bilden die Gesellschafts- und Begleithunde mit 962 Tieren. Dahinter folgen die Apportier-, Stöber- und Wasserhunde mit 400 sowie die Terrier mit 394 registrierten Tieren.
Aktuelle Zahlen zur VerkehrssicherheitAuf Innsbrucks Straßen ereigneten sich 2025 insgesamt 884 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Dabei kamen 1.020 Menschen zu Schaden: 828 Personen erlitten leichte und 190 schwere Verletzungen. Zwei Menschen kamen ums Leben. Positiv ist die längerfristige Entwicklung bei den Schwerverletzten: Ihr jährlicher Durchschnitt sank im Zeitraum 2021 bis 2025 gegenüber den fünf Jahren davor um 17,3 Prozent. Die unfallreichsten Wochentage waren Dienstag und Mittwoch. Zeitliche Schwerpunkte lagen in der Mittagsstunde zwischen 12.00 und 13.00 Uhr sowie im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr. Bei 6,4 Prozent aller Unfälle war Alkohol im Spiel.
Das Statistische Quartalsblatt 2/2026 mit sämtlichen Auswertungen, Tabellen und Grafiken steht online unter
www.innsbruck.gv.at/quartalsblatt zur Verfügung.
MF/AS