Olympia 2026 Innsbruck - Tirol News im Überblick

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Innsbruck/Tirol bewirbt sich nicht für Olympische und Paralympische Winterspiele

15. Oktober 2017
Die Tirolerinnen und Tiroler haben sich knapp gegen eine Olympia-Bewerbung 2026 ausgesprochen. Das Land Tirol informierte vor wenigen Augenblicken über das vorläufige Ergebnis ohne Stimmkarten. Die Stimmkarten werden im Laufe des morgigen Montags ausgezählt, mit einem Ergebnis ist Montagabend/Dienstagvormittag zu rechnen. Am Ausgang werden die Stimmkarten vermutlich nichts mehr ändern.

„Die Bevölkerung hat eine Entscheidung getroffen, das ist zu akzeptieren. Diese Entscheidung pickt! Wir werden dem IOC kein Angebot für Olympische und Paralympische Winterspiele 2026 in Innsbruck/Tirol legen. Das tief sitzende Unbehagen weiter Teile der Bevölkerung gegen das IOC und seine jahrzehntelange Gigantomanie konnte nicht in wenigen Monaten abgebaut werden. Ich war und bin überzeugt, dass unser Angebot für redimensionierte Spiele eine Chance für Tirol, aber natürlich auch eine Chance für die Olympische Bewegung gewesen wäre. Ich finde es schade, dass die Abstimmung knapp negativ ausgegangen ist, freue mich aber besonders über die rege Beteiligung an der Befragung, die fast dreimal so hoch ist, wie beim letzten Mal.“, so Tirols Landeshauptmann Günther Platter in einer ersten Reaktion.
„Es war mir wichtig, dass dieser aktuellen Olympia-Entscheidung eine fundierte Aufbereitung in Form der Machbarkeitsstudie, die Ausarbeitung von klaren Regeln für eine mögliche Bewerbung für maßstäbliche Spiele und ein breiter Dialog mit der Bevölkerung vorausgegangen ist“, so Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. „Damit konnten sich die Menschen in Innsbruck und dem ganzen Land ein umfassendes Bild machen.“
„Wir bedanken uns ganz herzlich bei all jenen, die sich für eine mögliche Bewerbung und bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie engagiert haben. Insbesondere bei allen Sportlerinnen und Sportlern“, erklären Landeshauptmann und Bürgermeisterin unisono.
„Ich nehme das Ergebnis zur Kenntnis“, meint ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel in einer ersten Stellungnahme. „Wir haben die letzten Monate leidenschaftlich um diese Chance gekämpft, weil wir der festen Überzeugung sind, dass die Zeichen der Zeit für ein maßvolles Tiroler Angebot gesprochen hätten. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Vorteile einer Bewerbung die Nachteile klar ausgestochen hätten.“
Naturgemäß enttäuscht zeigt sich auch der Kopf der Unterstützerbewegung 2026 Benjamin Raich, 2-facher Olympiasieger: „Niederlagen im Sport tun weh, sind aber dazu da, wiederaufzustehen und noch stärker zurückzukommen. Ich persönlich hoffe, dass uns die Olympische Bewegung in den nächsten Jahren eines Besseren belehrt und Winterspiele – auch ohne Tiroler Angebot – ab 2026 wieder mit Augenmaß durchgeführt werden.“