Plattform 6020: Angelika Wischermann

Ausstellung „Auf dem Holzweg“ ab 27. August

Nicht einfach nur Holz: Bäume als Organismen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Auf dem Holzweg“ von Angelika Wischermann (Ausschnitt). © A. Wischermann
Die städtische Fördergalerie Plattform 6020 (Amraser Straße 2, Erdgeschoß) zeigt ab 27. August bis 7. November die Ausstellung „Auf dem Holzweg“ von Angelika Wischermann.
Die Ausstellung wird am Mittwoch, 26. August, um 19.00 Uhr eröffnet. Zur Ausstellung spricht Bettina Siegele (Leiterin der Künstler*innen Vereinigung Tirol).

Zur Ausstellung
Der thematische Werkkomplex „Auf dem Holzweg“ untersucht die Beziehung zwischen Menschen, Wald und seinen Bewohner:innen. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Holz, Bäumen und den von ihnen geprägten Lebensräumen. Bäume erscheinen dabei nicht als bloßer Rohstoff, sondern als lebendige, interagierende Organismen, die Wälder, Biotope und hochkomplexe ökologische Systeme formen. Diese Systeme stehen in einem Spannungsfeld mit den von Menschen geschaffenen Ordnungen, Routinen und Nutzungslogiken, die den Wald formen und regulieren.
Was oft als wilder, unberührter Wald wahrgenommen wird, ist längst von forstwirtschaftlichen Routinen geprägt und auf Verwertungslogiken reduziert. Die Ausstellung fragt danach, wie innerhalb solcher Systeme andere Narrative und Handlungsspielräume eröffnet werden können. Sie richtet den Blick auf Beziehungen, Erinnerungen und Wechselwirkungen, die in ökologischen Systemen wirksam sind. Diese folgen ihrer eigenen Logik und entziehen sich unserer Kontrolle sowie unserem vollständigen Verständnis.

Der Titel „Auf dem Holzweg“ verweist zugleich auf den Wald als realen Ort und auf das Sprichwort, das einen Irrweg beschreibt. Er lädt dazu ein, vermeintliche Gewissheiten zu hinterfragen und den Wald nicht nur als Ressource, sondern als vielschichtiges Beziehungsgefüge wahrzunehmen.

Zur Künstlerin
Angelika Wischermann (*1983 in Herdecke, D) studierte Bildhauerei und Medienkunst von 2006–2009 an der Muthesius Kunsthochschule Kiel und von 2009–2013 an der Universität für angewandte Kunst Wien. Wischermann interessiert sich besonders für Projekte und Präsentationen jenseits von städtischen Zentren (z.B. Kunstformen Obertrum, Kunstfestival Supergau in Salzburg) sowie für ortsspezifisches, prozessuales Arbeiten während Residencies (z.B. InsideOut in Buchen bei Telfs, medienfrische im Bschlabertal, 6. AiR Krinzinger Kuberton) und Ausstellungen (z.B. Auf- und Abtragen im Kunstraum Schwaz).

Das Rahmenprogramm
Mittwoch, 16. September | 7. Oktober, jeweils 15.00 – 16.30 Uhr
Atelier 6020 kids. Gib mir Moos!
Kreativ-Werkstatt für Kinder von 7-12 Jahren
Wir lassen uns vom Wald und seinen Tieren inspirieren und zeichnen auf Moosgummi. Daraus entstehen besondere Drucke (max. 12 TN).

Mittwoch, 30. September | 4. November, jeweils 15.00 – 16.30 Uhr
Atelier 6020 minis. Auf Moos geht’s los!
Kreativ-Werkstatt für Kinder von 4-6 Jahren
Mit Moosgummi, Stiften und ganz viel Fantasie gestalten wir unsere Motive selbst. Und drucken, was das Zeug hält! (max. 10 TN)

Freitag, 16. Oktober, 15.00 – 17.00 Uhr
Atelier 6020. Von der Platte aufs Papier
Kreativ-Werkstatt für Erwachsene/Jugendliche 13+
Im Linoldruck-Workshop entwerfen wir individuelle Motive. Diese verwandeln wir in einzigartige Druck-Kunstwerke (max. 12 TN).

Mittwoch, 21. Oktober, 17.30 – 18.30 Uhr
Spot on! Künstlerin im Gespräch
Diese Veranstaltung ist Teil der Tage der Klimakultur.
Johannes Reisigl, Co-Leiter des Künstler*innenhauses Büchsenhausen spricht mit Angelika Wischermann über ihre aktuelle Ausstellung. Ohne Anmeldung.

Freitag, 6. November, 14.00 – 14.30 Uhr
PREMIERENTAGE – WEGE ZUR KUNST 2026
Produktvorführung: Die Zwieselschere
Die Zwieselschere ist ein Schneidwerkzeug zur gezielten Beeinflussung des Wuchsverhaltens junger Bäume. In der Produktvorführung werden Funktion und Anwendung des neu entwickelten Werkzeugs vorgestellt. Die Benutzung orientiert sich an der Fraßtechnik von Rehen. Gezeigt wird, wie durch das gezielte Abtrennen der Knospe des Haupttriebs die Ausbildung von Gabelungszwieseln angeregt und so das Wuchsverhalten junger Bäume beeinflusst werden kann. Ohne Anmeldung.

Alle Veranstaltungen können kostenlos besucht werden.