Radkurs für geflüchtete Menschen an der Trientlgasse

Integration auf zwei Rädern

Stadträtin Janine Bex (3.v.r.), Projektleiterin Simone Profus (Klimabündnis Tirol, 2.v.l.), und die Radfahrlererinnen Laura (3.v.l.) und Isabella (4.v.l.) gemeinsam mit Teilnehmerinnen des Radkurses für geflüchtete Menschen. © Klara Steinmaßl
Im Rahmen einer Initiative der Integrationsstelle der Stadt Innsbruck fand am Donnerstag, den 5. März 2026 ein Radkurs für Bewohner:innen des Flüchtlingsheims Trientlgasse statt.
Ziel des Kurses, den das Klimabündnis Tirol durchführt, ist, geflüchteten Menschen – unabhängig von Alter und Geschlecht – das sichere Radfahren beizubringen und ihnen so eine selbstständige, kostengünstige und klimafreundliche Mobilitätsform in Innsbruck zu ermöglichen.

Hintergrund der Initiative
Einige der Teilnehmenden haben die Möglichkeit, gemeinnützige Tätigkeiten in Innsbruck zu übernehmen. Viele Einsatzorte sind jedoch zu weit entfernt, um sie zu Fuß zu erreichen – gleichzeitig fehlt oft die Sicherheit im Umgang mit dem Fahrrad im Straßenverkehr. In mehreren praktischen Einheiten erlernen die Teilnehmenden grundlegende Fahrtechniken, sicheres Bremsen sowie die Verkehrsregeln. Das Ziel: Mobilität und Teilhabe durch sichere Fortbewegung auf zwei Rädern.

Stadträtin Janine Bex, zuständig für Integration und Mobilität, unterstreicht die Bedeutung solcher Angebote: „Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für Teilhabe – besonders für Menschen, die neu in unserer Stadt ankommen. Radfahren eröffnet die Möglichkeit, sich eigenständig, flexibel und kostengünstig im Alltag zu bewegen. Damit stärkt es nicht nur die Mobilität, sondern auch das Gefühl von Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Der Radkurs vermittelt Sicherheit im Straßenverkehr und schafft wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Trientlgasse ihren Alltag selbstständig gestalten und sich noch besser im städtischen Leben zurechtfinden können.“

Die Projektleiterin des Klimabündnis Tirol, Simone Profus, gratuliert den Teilnehmenden, zum erfolgreichen Abschluss des Radfahrkurses: “Es gehört auch viel Mut dazu, sich im Erwachsenenalter noch auf das Fahrrad zu schwingen und ich bedanke mich bei der der Stadt Innsbruck, dass sie diesen Mut seit über zehn Jahren unterstützt.”

Der Kurs ist Teil einer langfristigen Strategie der Stadt Innsbruck, integrative Mobilitätsangebote auszubauen und allen Menschen den Zugang zu sicherer, nachhaltiger Fortbewegung zu ermöglichen. MF/FB