Sammler West: Maschine eingehoben

(v.l.) Ing. Apperl (IKB-Abteilung Kanal – Planung und Bau), Ing. Lamprecht (Fa. Swietelsky), Herr Alt (Fa. Beton & Rohrbau) und DI Bernhard Zit (IKB-Geschäftsbereichsleiter Abwasserservices) bei den Verlegungsarbeiten. © IKB

Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) errichtet schon seit Herbst 2013 einen neuen Sammelkanal für Abwasser. Dieser so genannte „Sammler West“ leitet das Abwasser vom Süden und Westen der Stadt in Richtung Kläranlage. Er wird die Kanalisation der Altstadt gerade bei starken Regenfällen wesentlich entlasten.

Die Arbeiten im Bereich der Innpromenade von der Rechengasse bis zur Univer­sitätsbrücke wurden bereits abgeschlossen. Im Oktober 2014 wurde nun mit dem nächsten Bauabschnitt gestartet. Dieser dauert bis Ende Mai 2015 und reicht von der Universitätsbrücke bis zum Marktplatz. Auch in diesem Abschnitt kommt das grabenlose Rohrvortriebsverfahren zum Einsatz, das auch als „Maulwurf-Methode“ bekannt ist. Dabei arbeitet sich die Vortriebsmaschine wie ein Maulwurf durch den Untergrund, mit dem positiven Effekt, dass kein durchgehender Rohrgraben ausge­hoben werden muss, sondern nur eine Startgrube (an der Kreuzung Josef-Hirn-Straße) und zwei Zielgruben (westlich der Universitätsbrücke und am Ostende der Markthalle) notwendig sind.

Im Anschluss an die Kanalarbeiten wird die Hauptwasserleitung DN 500, die während der Bauarbeiten verlegt werden musste, im Juni und Juli 2015 saniert.

 

Maschine wird eingehoben

Am 13. November 2014 wurde die Rohrvortriebsmaschine in die Startgrube einge­hoben. IKB-Geschäftsbereichsleiter Abwasserservices DI Bernhard Zit schildert die Vorzüge des Rohrvortriebs: „Allein das Einheben der Maschine zeigt, dass die grabenlose Kanalbaumethode Präzisionsarbeit ist. Wir sind froh, dass wir diese innovative Technik auch beim Sammler West einsetzen können, weil sie viele Vorteile mit sich bringt: Sie schont den Baumbestand, verkürzt die Bauzeit, es gibt weniger Aushubmaterial und damit auch viel geringeren Baustellenverkehr.“

 

Grabenloser Kanalbau

Beim unterirdischen Kanalbau arbeitet sich die Rohrvortriebsmaschine in einer Tiefe bis zu sechs Meter unter der Erde voran. Die Rohre werden bei der Startgrube eingehoben und von dort unterirdisch nach vorne gepresst („vorgetrieben“). Das anfallende Material wird auf Förderbändern zurück zur Startgrube transportiert und dort herausgehoben. (IKM/IKB)