Sandwirt: Intelligente Wohnplanung für 600 junge Menschen

Dachgleiche bei 63-Millionen-Euro-Wohnbauprojekt im Innsbrucker Stadtteil Reichenau

Bürgermeister Johannes Anzengruber (2.v.r.), Vizebürgermeister Georg Willi (4.v.l.), Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr (l.), Gemeinderätin Nicole Heinlein (3.v.l.) und IIG-Geschäftsführer (r.) freuten sich bei der ersten Dachgleiche am Wohncampus Sandwirt mit Geschäftsführerin Bianca Vetter (slw Soziale Dienste GmbH) und dem Architektenteam von obermoser + partner: Thomas Gasser (5.v.r.), Martin Pertoll (5.v.l.), Peter Gesierich (4.v.r.) und Andreas Leiter (3.v.r.). © Stadt Innsbruck/F.Bär
Dank raschem Baufortschritt erreicht das Wohnprojekt Sandwirt in der Reichenauer Straße 149 bereits die erste Dachgleiche. Seit dem Spatenstich Ende Jänner 2026 sind die drei Baukörper des neuen Wohncampus sichtbar in die Höhe gewachsen. Die Stadt errichtet hier leistbaren Wohnraum für 600 junge Innsbrucker. Der Sandwirt ist spätestens ab Frühjahr 2028 bezugsfähig.
Gerade junge Familien, Studierende, Auszubildende und Berufseinsteiger:innen werden im neu errichteten Sandwirt-Areal wohnen. Die Wohnformen sind auf die Bedürfnisse der jungen Menschen zugeschnitten und durch vielfältig nutzbare Innen- und Außenräumen ergänzt. Die Lage an Straßenbahnhaltestelle, Radwegenetz und Innpromenade verbindet kurze Alltagswege mit hoher Aufenthaltsqualität.

„Am Sandwirt-Areal wird greifbar, dass wir in großem Stil leistbaren Wohnraum für junge Menschen schaffen. Wer hier eine Familie gründet, studiert, eine Ausbildung beginnt oder ins Berufsleben startet, braucht eine gute Wohnung zu einem tragbaren Preis. Der neue Sandwirt ist mit 63,3 Millionen Euro Investition und 25.000 Quadratmeter Gesamtnutzfläche das bisher größte Wohnbauprojekt der IIG. Genau solche Projekte, wo aktive Bodenpolitik, langfristige Planung und gemeinwohlorientierte Gestaltung zusammenspielen, braucht unsere wachsende Stadt“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber.

„Am Wohncampus Sandwirt verbinden wir bezahlbares Wohnen mit hoher Aufenthaltsqualität und bleibender Nachhaltigkeit. Der große Anteil an Freiflächen umgibt zukunftsfitte Wohnungen für junge Menschen, für die der Bedarf stetig steigt. Der neue Wohncampus ist ein Meilenstein auf dem Weg zum bezahlbaren Wohnraum in Innsbruck – und die Meilen gehen wir weiter“, erklärt Vizebürgermeister Georg Willi.

Vom Bauplatz zum neuen Wohncampus
Das Bauprojekt besteht aus einem Riegel-, einem Block- und einem Turmbaukörper. Vorgesehen sind moderne, geförderte Ein- bis Vierzimmerwohnungen und Wohnheimplätze für junge Familien, Auszubildende, Berufseinsteiger:innen und Studierende. Lern- und Aufenthaltsbereiche, ein Fitnessraum, ein Waschsalon, ein Heimwerkerraum und weitere gemeinschaftlich nutzbare Räume ergänzen die privaten Wohnbereiche und schaffen Platz für Austausch im Alltag.

IIG-Geschäftsführer Franz Danler: „Die erste Dachgleiche von Block- und Riegelbau ist für alle am Bau Beteiligten ein wichtiger Moment. Die Rohbauten zeigen nun die Flächendimension und die klare Gliederung des Campus, der Turm wächst bis zur Fertigstellung noch weiter in die Höhe. Damit setzen wir ein wirtschaftlich geplantes Gebäude um, das den Alltag seiner künftigen Bewohner:innen unterstützt und langfristig Qualität bietet.“

Freiräume öffnen das Areal zum Inn
Zwischen den Gebäuden entstehen Freiräume und die Sichtachse vom Campagne-Areal zum Inn wird über das Sandwirt-Areal weitergeführt. Grünflächen, Bäume, Sitzmöglichkeiten und Aufenthaltsbereiche werten die Innpromenade auf. Dazu kommen ein Dachgarten und zusätzliche Rückzugs- und Begegnungsorte für die Bewohner:innen.

Auch die Erdgeschoßzone soll zum Quartier beitragen: Neben einem Gastronomiebetrieb ist auch ein flexibel nutzbarer Multifunktionsraum vorgesehen – beides zusammen kann für Veranstaltungen genutzt werden. Hinzu kommen Gewerbeflächen und eine öffentliche WC-Anlage. Damit bleibt der traditionsreiche Standort des ehemaligen Gasthofs ein Treffpunkt, der dem gesamten Stadtviertel offensteht.

Kompakt gebaut und gut angebunden
Die kompakte Bauweise verbindet Flächeneffizienz mit architektonischer Qualität. Begrünte Dächer und der Dachgarten verringern die versiegelte Fläche, PV-Anlagen sorgen für saubere Energie. Die Heizung und Kühlung der Räume erfolgt per Grundwasserwärmepumpe, das Warmwasser wird über Fernwärme aufbereitet. Schallschutzverglasungen und die Anordnung der Baukörper reagieren auf die Lage an der Reichenauer Straße. Großzügige Fahrradabstellflächen von insgesamt 640 Quadratmetern sowie die unmittelbare Anbindung an Straßenbahn und Radwegenetz unterstützen eine klimafreundliche Mobilität.

Projekt Sandwirt im Überblick
  • Standort: Reichenauer Straße 149 zwischen Grenobler Brücke und Innpromenade
  • Projektträger: Innsbrucker Immobiliengesellschaft IIG
  • Gesamtkosten: 63,3 Millionen Euro netto (Errichtung im Rahmen der Tiroler Wohnbauförderung)
  • Architektur/Planung: obermoser + partner architekten
  • Zielgruppen: Junge Familien, Studierende, Auszubildende und Berufseinsteiger:innen
  • Kapazität: Wohnungen und Wohnheimplätze für rund 600 Menschen
  • Gesamtnutzfläche: Rund 25.000 Quadratmeter
  • Angebote: Gemeinschaftsräume, Lern- und Aufenthaltsbereiche, Fitnessraum, Waschsalon, Heimwerkerraum, Musikräume und Freiflächen
  • Erdgeschoß: Gastronomiebetrieb, Multifunktionsraum, Gewerbeflächen
  • Mobilität: 640 Quadratmeter Fahrradabstellfläche, 110 Tiefgaragenplätze, direkte Öffi- und Radweg-Anbindung
  • Fertigstellung: voraussichtlich erstes Quartal 2028
MF/FB