Schüler:innen pflanzen klimafitten Zukunftswald

Volksschule Mühlau setzt an der Nordkette 50 klimafitte Bäume

Schüler:innen der Volksschule Mühlau pflanzten gemeinsam mit dem Amt für Wald und Natur der Stadt Innsbruck 50 junge, klimafitte Bäume auf der Hungerburg. © Stadt Innsbruck/D. Jäger
Der Wald rund um Innsbruck ist weit mehr als ein Naherholungsgebiet: Er schützt die Stadt vor Lawinen und Muren, kühlt an heißen Sommertagen und sorgt für saubere Luft. Damit dieser natürliche Schutzschild auch in Zukunft erhalten bleibt, setzt die Stadt Innsbruck konsequent auf den Umbau ihrer Wälder hin zu klimafitten Mischwäldern.
Wie dieser Wandel gelingt, zeigte kürzlich eine besondere Pflanzaktion auf der Hungerburg: 17 Schüler einer dritten Klasse der Volksschule Mühlau pflanzten gemeinsam mit dem Amt für Wald und Natur rund 50 junge Bäume und leisteten damit einen aktiven Beitrag für den Innsbrucker Schutzwald von morgen.

Notwendiger Waldumbau
Die Pflanzfläche befindet sich auf einer städtischen Waldfläche nahe der ersten Stütze der Nordkettenbahn. Dort mussten im Frühjahr aufgrund von Borkenkäferbefall geschädigte Fichten entfernt werden. Nun wird das Areal mit klimaresistenten Baumarten wieder aufgeforstet. Gepflanzt wurden Ahorn, Tanne, Kirsche, Linde und Eiche – Baumarten, die besser mit steigenden Temperaturen und längeren Trockenperioden zurechtkommen. Ziel ist ein widerstandsfähiger, artenreicher Mischwald, der seine wichtigen  Schutzfunktionen auch unter den Bedingungen des Klimawandels langfristig erfüllen kann.

Mit Projekten wie diesem verbindet die Stadt Innsbruck nachhaltige Waldentwicklung mit Umweltbildung und zeigt, wie junge Menschen aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitwirken können. Bürgermeister Johannes Anzengruber freut sich über die lebhafte Beteiligung der Schüler:innen: „Dass Kinder dabei selbst Bäume pflanzen, schafft eine starke Verbindung zur Natur und vermittelt Verantwortung für kommende Generationen. Mit dem Waldumbau investieren wir in die Zukunft Innsbrucks. Widerstandsfähige Mischwälder schützen unsere Stadt, stärken die Artenvielfalt und kommen besser mit den Folgen des Klimawandels zurecht.“

Kontinuierliche Nachsorge
Mit dem Einsetzen der jungen Bäume ist die Arbeit jedoch noch nicht getan. Um den langfristigen Erfolg der Aufforstung zu sichern, ist eine kontinuierliche Nachsorge notwendig. Das städtische Team sorgt in den kommenden Jahren dafür, dass sich die neuen Bäume gesund entwickeln können.

„Die Jungpflanzen werden von uns in weiterer Folge immer wieder kontrolliert und auf Ausfälle überprüft. Auch das jährliche Ausmähen ist sehr wichtig, damit sich die Bäume erfolgreich gegen die Konkurrenzvegetation durchsetzen können“, erklärt Amtsleiter Matthias Stang. Durch diese sorgsame Pflege und die Kombination verschiedener Baumarten entsteht Schritt für Schritt ein widerstandsfähiges Ökosystem, das die Schutzfunktion für die Innsbrucker:innen langfristig absichert. DJ