Innsbruck ist eine besonders lebenswerte Stadt: Eine wesentliche Basis unserer Lebensqualität ist der einzigartige Naturraum nördlich und südlich der Stadt. Hier kann man - ohne weit fahren zu müssen - Erholung finden oder sich auf vielfältigste Weise aktiv betätigen.
Der Innsbrucker Naturraum hat jedoch auch sonst viel zu leisten. Der vitale Bergwald oberhalb der Stadt ist als Schutz vor Lawinen, Steinschlag und Muren lebenswichtig, er trägt zur Erhaltung und Verbesserung der Luft- und Wasserqualität bei, schluckt Staub und Lärm, er birgt sensible Biotope und ist Lebensraum von unzähligen Wildtier- und Pflanzenarten. Er ist auch Rohstoffproduzent und Arbeitsort bei der Holzernte, die alleine schon für die Waldverjüngung notwendig ist. Der Innsbrucker Naturraum ist natürlich auch ein schwer zu bewirtschaftendes Jagdrevier. Und dann gibt es da noch die GrundbesitzerInnen, deren Flächen ganz selbstverständlich unentgeltlich durch die Allgemeinheit in Anspruch genommen werden. Kein Wunder, dass es bei so vielen unterschiedlichen Interessen und Ansprüchen auch da und dort zu Spannungen und Konflikten kommt – besonders wenn das Wissen über Sensibilitäten und Bedürfnisse fehlt.
Zum Aufbau respektvoller Beziehungen unter den verschiedenen NutzerInnengruppen und für den nachhaltigen Erhalt der Bergnatur lädt die Stadt Innsbruck alle Interessierten zu regelmäßigen „Naturraum-Infotagen“ in die neu geschaffene „Innsbrucker Waldschule“ auf der Erlerwiese (nahe der Station „Alpenzoo“ der Hungerburgbahn) ein.