Sicher und selbstständig im Alter

Der Umbau zum senior:innengerechten Bad: ein Erfolg seit 18 Jahren

Die Stadt Innsbruck fördert seit 2009 den Umbau zu senior:innengerechten Bädern. © Stadt Innsbruck
Manchmal sind es scheinbar kleine Veränderungen, die einen großen Unterschied im Leben machen. Für viele ältere Menschen und Menschen mit Behinderung ist der Umbau des Badezimmers zu einer barrierefreien Nasszelle genau eine solche Veränderung.
„Barrierefreiheit darf kein Luxus sein. Mit Unterstützung der Stadt Innsbruck schaffen wir nachhaltig Freiheit in den eigenen vier Wänden“, betont der Referent für Wohnbauförderung der Stadt Innsbruck, Markus Kostner.

Seit dem Jahr 2009 unterstützt die Stadt Innsbruck mit ihrer Förderaktion „Umbau von senior:innengerechten Nasszellen“ Menschen dabei, möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können. Die Bilanz dieser Initiative kann sich sehen lassen: Bereits 2.895 Haushalte wurden gefördert. Insgesamt konnten dadurch rund 5.400 Senior:innen sowie Menschen mit Behinderung ihre Wohnsituation sicherer und komfortabler gestalten.

Barrierefreies Wohnen
Der Erfolg des Modells zeigt sich besonders deutlich in einer Auswertung der vergangenen Jahre: Rund 80 Prozent der geförderten Personen leben auch heute noch in jener Wohnung, in der sie ihr Bad mit Unterstützung der Stadt umbauen konnten. „Das bestätigt eindrucksvoll, dass barrierefreie Wohnräume dazu beitragen, die Selbstständigkeit zu erhalten und einen Umzug in ein Wohn- oder Pflegeheim oft über viele Jahre hinauszuzögern“, freut sich Vizebürgermeister Georg Willi, in dessen Zuständigkeit dieses Förderprogramm fällt.

Ein zentraler Baustein dabei ist die Verringerung von Unfallrisiken. Der schwellenlose Zugang zur Dusche erleichtert den Alltag erheblich und reduziert die Gefahr von Stürzen – einem der häufigsten Gründe für gesundheitliche Einschränkungen im Alter. Gleichzeitig bedeutet ein modernes, barrierefreies Bad mehr Komfort, mehr Würde und mehr Lebensqualität.

Große Nachfrage
„Die Stadt Innsbruck hat seit Beginn der Förderung rund 9,5 Millionen Euro bereitgestellt und damit Investitionen von mehr als 26 Millionen Euro ermöglicht. Diese Mittel kommen nicht nur den betroffenen Menschen zugute, sondern stärken auch das regionale Handwerk und die heimische Wirtschaft“, betont Georg Willi auch den wirtschaftlichen Impuls.

Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig dieses Angebot für die Innsbrucker:innen ist. Allein im Jahr 2025 wurden 256 Umbauten gefördert – so viele wie noch nie zuvor. Deshalb soll die erfolgreiche Förderaktion auch über das Jahr 2026 hinaus fortgeführt werden.
Sozialpolitik zeigt ihren Wert dort, wo sie den Alltag der Menschen konkret verbessert. Die Förderung senior:innengerechter Nasszellen ist dafür ein besonders gelungenes Beispiel: Sie schafft Sicherheit, erhält Selbstständigkeit und ermöglicht vielen Menschen, dort zu bleiben, wo sie sich am wohlsten fühlen – in ihrem Zuhause.
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