Was beim 4. Sportdialog im vergangenen April, geht nun in die konkrete Umsetzung: Die Landeshauptstadt greift das Thema "Safe Sport" aktiv auf und rollt ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Innsbrucker Sportvereine aus.
„Wer Sport treibt – egal ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener –, muss sich im Verein absolut sicher und aufgehoben fühlen“, unterstreicht Bürgermeister Johannes Anzengruber. Der Sportreferent weiter: „Als Fördergeber erwarten wir von allen Sportvereinen, dass sie Verantwortung für ein geschütztes Umfeld übernehmen. Mit den Plakaten und Workshops schaffen wir Bewusstsein und stärken eine Kultur des Hinsehens. Grenzverletzungen und Gewalt haben im Innsbrucker Sport keinen Platz.“
Aus diesem Grund werden in den kommenden Tagen alle Innsbrucker Sportvereine von Bürgermeister Johannes Anzengruber angeschrieben und aufgerufen, Informationsplakate im Sportamt der Stadt Innsbruck abzuholen oder anzufordern. Diese sollen gut sichtbar in Sportstätten, Vereinsheimen und Garderoben angebracht werden. Ziel ist es, Sportler:innen, Trainer:innen, Eltern sowie Funktionär:innen für das Thema zu sensibilisieren und die kostenlose, vertrauliche Beratung der Vertrauensstelle „vera* - 100% Sport“ direkt vor Ort bekannt zu machen.
Kultur des HinsehensViele Vereine gehen davon aus, dass Übergriffe bei ihnen nicht vorkommen. Die Initiative setzt genau hier an: Wirksame Prävention bedeutet, Risiken frühzeitig zu erkennen, offene Kommunikation zu fördern und Anlaufstellen sichtbar zu machen, bevor etwas passiert. Die Plakataktion ist dabei nur der erste Schritt. Ab Herbst bietet die Stadt Innsbruck kostenlose Sensibilisierungsworkshops für Funktionär:innen und Trainer:innen an. Zudem wird auf das Thema „Safe Sport“ künftig auch bei der Vergabe von städtischen Sportföderungen verwiesen.
Tassilo Kaiser, Leiter des städtischen Sportamtes, betont die praktische Unterstützung für die tägliche Vereinsarbeit: „Mit der Plakataktion und den Workshops ab Herbst geben wir den Betreuerinnen, Betreuern und Vorständen ein konkretes Werkzeug an die Hand. Es geht darum, Ängste vor dem Thema abzubauen, Handlungssicherheit zu schaffen und allen Beteiligten zu zeigen, wo sie schnell und vertraulich Hilfe bekommen.“
DJFakten:
- vera*: Unabhängige Vertrauensstelle gegen Belästigung und Gewalt im Sport (betreut von „100% Sport“ und unterstützt und finanziert durch das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport.).
- Angebot: Kostenlose und vertrauliche Beratung für Betroffene oder Beobachtende von Belästigung oder Gewalt im Sport – unabhängig davon, ob es sich um Breiten-, Leistungs- oder Spitzensport handelt. Melden können sich Sportler:innen, Trainer:innen, Funktionär:innen, Schiedrichter:innen, Erziehungsberechtigte und alle Personen aus dem Sportumfeld.
- Plakat-Abholung für Vereine: Über das Innsbrucker Sportamt (E-Mail: post.sportamt@innsbruck.gv.at).
- Nächste Schritte: Beginn der praxisnahen Sensibilisierungsworkshops für Innsbrucker Sportvereine ab Herbst.