STARK-INN: Der Klima-Fitnessplan

Strategien, Technologien und Aktionsplan für ein Klimafittes Innsbruck

Starkes Team: Die Stadt Innsbruck (Christine Schermer, Lena Pfister), die Uni Innsbruck (Margreth Keiler, Andreas Mayr, Annemarie Polderman, Mona Stollberger) und die Firma alps GmbH (Daniela Hohenwallner-Ries, Kathrin Schwab) ziehen bei STARK-INN an einem Strang. (Im Bild beim Kick-Off-Meeting des Projekt-Teams) © Stadt Innsbruck/J.Romillo
Von der theoretischen Strategie zur konkreten Maßnahme vor der Haustür: „STARK-INN“ schafft die Grundlage für zielgerichtete Klimawandelanpassung und höhere Lebensqualität in der Stadt Innsbruck.
Das Akronym steht für „Strategien, Technologien, Aktionsplan & Risikobewertung für ein Klimafittes Innsbruck“ – und für eine neue Steuerung, Erneuerung und Erweiterung der Innsbrucker Klimawandelanpassungsstrategie 2020. Erstmals werden Klima-Kennzahlen, -Indikatoren und -Zielwerte in die Steuerung integriert sowie ein Montoringsystem zur Wirksamkeitskontrolle aufgebaut. Das Expert:innen-Team setzt sich aus Vertreter:innen der Stadt Innsbruck (Amt Klimaneutrale Stadt), der Universität Innsbruck und des Ingenieur- und Beratungsunternehmens alpS GmbH zusammen.

Für Klimastadträtin Janine Bex steht der Nutzen für die Innsbrucker:innen im Mittelpunkt: „STARK-INN soll im Sommer spürbar sein. Wir bündeln die bestehenden Klimamaßnahmen der Stadt, analysieren gezielt, wo Innsbruck besonders unter Hitze leidet, um dort zuerst konkrete Schritte für mehr Schatten, kühlere Plätze und höhere Lebensqualität umzusetzen.“

„Klimawandelanpassung als komplexes Querschnittsthema betrifft zahlreiche Akteure und Sektoren – von Verwaltung und Politik bis hin zu Wissenschaft und Bevölkerung. Mit STARK-INN bündeln und evaluieren wir städtische Anpassungsmaßnahmen, entwickeln sie weiter und sorgen mit einem starken Team für eine thematische Vertiefung und stärkeren Vernetzung der bisherigen Initiativen“, führt Projektleiterin Christine Schermer gemeinsam mit Lena Pfister (Referat Stadtklima und Umwelt) von der Stadt Innsbruck aus.

„Mit der Erstellung der Klimaanpassungsstrategie im Jahr 2019 hat sich Innsbruck auf den Weg gemacht, eine klimafitte Stadt zu werden. Die vielen Projekte, die seither umgesetzt wurden, unterstreichen die Ambitionen der Stadt. STARK-INN ist die logische Weiterentwicklung dieser Bemühungen!“, betont Geschäftsführerin Daniela Hohenwallner-Ries (alpS GmbH).

„Der 2. Österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel zeigt zentrale Risiken und Herausforderungen für Österreich auf. Im Projekt STARK-INN nutzen wir dieses Wissen, um die spezifischen klimatischen Gegebenheiten Innsbrucks gezielt zu analysieren, Risiken fundiert zu bewerten und darauf aufbauend passende Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln“, erklärt Universitätsprofessorin Margreth Keiler von der Universität Innsbruck (Institut für Geographie).

Stark gegen Hitze
Bereits 2020 wurde eine umfassende Klimawandelanpassungsstrategie mit Aktionsplan beschlossen, aus der mehrere Projekte wie cool-INN, COOLYMP oder der Hitzeaktionsplan 2025 hervorgegangen sind. STARK-INN kümmert sich nun um die übergreifende, koordinierte Steuerung der zahlreichen Maßnahmen sowie eine systematische Überprüfung ihrer Wirksamkeit – und liefert damit die Grundlage für eine klimaresilientere Stadt.

Wirksame Anpassung an den Klimawandel
Derzeit arbeitet STARK-INN an mehreren konkreten Projektzielen: Das Team erarbeitet einen aktualisierten Risiko- und Maßnahmenkatalog, in dem der klimatologische Ist-Zustand sowie Projekte zur Verbesserung gebündelt vorliegen werden sowie ein objektives Indikatoren- und Monitoringsystem zur Wirksamkeitskontrolle. Konkrete Umsetzungsfahrpläne samt klar verteilter Zuständigkeiten sind ebenfalls ein wichtiger Fokus des Projektteams, der mit der Schaffung und Nutzung institutionalisierter Governance-Strukturen einhergeht.

Auch Konzepte für erste Pilotmaßnahmen werden im Rahmen des Projekts ausgearbeitet. Innovative Ideen zur Umsetzung wurden bereits gesammelt, darunter etwa ein Mikroklimamessnetz zur verbesserten Abbildung der klimatischen Bedingungen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet, die Prüfung von Potenzialen zur Öffnung von Innsbrucker Stadtbächen oder neue Entsiegelungsanreize für Privatflächen.

„STARK-INN“ wurde vom städtischen Amt Klimaneutrale Stadt (Referat Stadtklima und Umwelt) gemeinsam mit der Universität Innsbruck und der alpS GmbH entwickelt. Nach einer Förderung von rund 100.000 Euro von der Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie eines einstimmigen Beschlusses des Innsbrucker Stadtsenats ist „STARK-INN“ nun erfolgreich gestartet. FB