Naturstandskarte kostenfrei abrufbar
Mit einstimmigem Beschluss des Stadtsenats wird die Naturstandskarte der Stadt Innsbruck ab 1. März 2026 kostenfrei über eine Download-Anwendung zur Verfügung gestellt. Der Antrag wird dem Gemeinderat zur weiteren Beschlussfassung vorgelegt.
Die Naturstandskarte ist ein genaues digitales Abbild der Gebäude, Adressen und Ortsbezeichnungen Innsbrucks und wird vom Referat Vermessung und Geoinformation durch terrestrische Vermessungen erstellt. Die Karte ist Basis für die unterschiedlichsten planerischen Tätigkeiten und wird regelmäßig von Bürger:innen, Planer:innen und Unternehmen benötigt, um Einreichunterlagen in planlicher Form zu erstellen. Das betrifft vor allem Verfahren, bei denen Dienststellen der Stadt als Genehmigungsbehörden fungieren.
„Mit einer aktuellen und verlässlichen Plangrundlage schaffen wir vor allem eines: besseren Service für die Bürgerinnen und Bürger. Einreichungen werden einfacher und schneller bearbeitet. Gleichzeitig entlasten wir damit auch die Verwaltung – organisatorisch wie rechtlich. Dieser kostenfreie Service ist ein spürbarer Schritt zu einer modernen Stadtverwaltung“, freut sich der ressortzuständige Bürgermeister Johannes Anzengruber über dieses neue Angebot.
Weiterbestellung als Amtsvorstand
Raphael Hölbling wird mit Wirkung vom 1. März 2026 für weitere fünf Jahre zum Vorstand des Amtes Kinder- und Jugendhilfe bestellt. Im Vorfeld der Wiederbestellung bekundete er sein Interesse an einer Weiterbestellung. Die aussagekräftige Erklärung überzeugte die Hearingkommission. Der Stadtsenat stimmte der Wiederbestellung in seiner Sitzung vom 18. Februar einstimmig zu.
„Raphael Hölbling ist seit März 2021 Vorstand des Amtes Kinder- und Jugendhilfe. Für seine Leistungen in der auslaufenden Funktionsperiode und sein Engagement spricht ihm der Stadtsenat seinen besonderen Dank aus“, betont der für Personal zuständige Bürgermeister Johannes Anzengruber.
„Die Leitung des Amtes Kinder- und Jugendhilfe wurde von Herrn Hölbling sehr erfolgreich ausgeübt. Neben seiner fachlichen und sozialen Kompetenz überzeugte er in den vergangenen Jahren auch mit seinen organisatorischen Fähigkeiten“, freut sich Magistratsdirektor Stephan Crepaz über die Kontinuität in der Führung des Amtes für Kinder- und Jugendhilfe.
Förderung für Tierschutzverein wird erhöht
Aufbauend auf den Beschluss des Februar-Gemeinderates des Vorjahres wurde für die Finanzierung des Tierschutzvereins für Tirol 1881 eine Vereinbarung zwischen dem Land Tirol, dem Tiroler Gemeindeverband und der Stadt Innsbruck abgeschlossen. Diese Vereinbarung galt für das Jahr 2025 und hatte hinsichtlich der finanziellen Beteiligung durch die Stadt Innsbruck einen Betrag von 202.950 Euro zum Inhalt.
Bei weiteren Abstimmungen einigten sich die Förderpartner:innen im Grunde auf eine Fortschreibung der bisherigen Vereinbarung für die nächsten zwei Jahre. Allerdings argumentierte der Tierschutzverein für Tirol 1881, dass die Leistungen mit der bisherigen Subventionshöhe nicht mehr zu finanzieren seien.
In enger Abstimmung mit dem Land Tirol wurde sodann eine Erhöhung der Fördersummen vereinbart. Der Beitrag der Stadt Innsbruck für die Jahre 2026 und 2027 beträgt nun jeweils 320.000 Euro. Die entsprechende Fördervereinbarung zwischen dem Land Tirol, dem Tiroler Gemeindeverband, dem Tierschutzverein für Tirol 1881 und der Stadt Innsbruck wurde vom Stadtsenat einstimmig befürwortet.
„Im Tierheim Mentlberg wird jeden Tag mit viel Herz für Tiere in Not gesorgt. Dieses Engagement ist für unsere Stadt von großer Bedeutung. Deshalb unterstützt Innsbruck diese wertvolle Arbeit aus voller Überzeugung“, betont der für das Veterinärwesen zuständige Bürgermeister Johannes Anzengruber.
Impfzentrum in Fallmerayerstraße
Die Stadt Innsbruck ist Mitglied einer Kooperation mit der Ärztekammer für Tirol, der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und dem Land Tirol und finanziert zu 25 Prozent den Rufbereitschaftsdienst der Allgemeinärzte an Wochenenden und an den Feiertagen.
Durchgeführt wird der Bereitschaftsdienst in den von der Ärztekammer angemieteten Ordinationsräumlichkeiten im Erdgeschoß der Fallmerayerstraße 5. Dieser Service steht der Bevölkerung der Stadt Innsbruck und Umgebung am Freitag von 16 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung. Damit wird auch die Notaufnahme der Universitätsklinik Innsbruck entlastet.
„Auf Initiative der Stadt Innsbruck werden die Räumlichkeiten in der Fallmerayerstraße 5 künftig in den Leerstandszeiten als Impfstelle für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker genutzt. Damit wollen wir den Zugang der Bevölkerung zu Impfungen weiter ausbauen und die Impfrate verbessern“, betont der für das Gesundheitswesen zuständige Bürgermeister Johannes Anzengruber.
Der Stadtsenat hat der Kooperationsvereinbarung einstimmig zugestimmt.
Innsbrucker Pflegebeirat
Die Landeshauptstadt Innsbruck richtet im Stadtgebiet einen Pflegebeirat zur Weiterentwicklung der Versorgungslandschaft für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörigen ein. Der Stadtsenat befürwortete dies einstimmig und leitete den Antrag an den Gemeinderat zur Beschlussfassung weiter.
„Ziel des Pflegebeirats ist es, eine dauerhafte und verlässliche Struktur für den fachlichen Austausch, die Einordnung sowie die abgestimmte Weiterentwicklung pflegerelevanter Themen zu schaffen. Dafür wird die Expertise aus unterschiedlichen Bereichen gebündelt und sichergestellt, dass entsprechende Fragestellungen kontinuierlich, systematisch und qualitätsorientiert bearbeitet werden“, führt der für Pflege ressortzuständige Vizebürgermeister Georg Willi aus.
Als beratendes Gremium wird der Pflegebeirat der Unterstützung von Entscheidungsprozessen in Verwaltung und Politik dienen. Das Gremium ist interdisziplinär zusammengesetzt und umfasst fachkundige Personen aus unterschiedlichen Bereichen sowie Vertreter:innen der Landeshauptstadt Innsbruck. Die Sitzungen finden zweimal jährlich, im Bedarfsfall jeweils zusätzlich, statt. Die organisatorische und administrative Betreuung erfolgt durch das Referat Pflegekoordination.
Förderprojekt STARK-INN
Das Amt Klimaneutrale Stadt, Referat Stadtklima und Umwelt hat gemeinsam mit der alpS GmbH und der Universität Innsbruck im Vorjahr das Projekt „STARK-INN: Strategien, Technologien, Aktionsplan & Risikobewertung für ein Klimafittes INNsbruck“ eingereicht und dafür die Förderwürdigkeit zugesagt bekommen. Die Einreichung erfolgte im Rahmen der Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt 2025“.
„Die Anpassungsstrategie und der Aktionsplan 2020/2021 liefern uns eine wichtige fachliche Grundlage, auf der wir jetzt aufbauen. Mit STARK-INN bringen wir dieses Wissen in einen umsetzungsorientierten Handlungsrahmen mit überprüfbaren Zielen und einem weiterentwickelten Aktionsplan. Gleichzeitig wollen wir erstmals ein Pilotprojekt zur Klimawandelanpassung auf den Boden bringen, das zeigt, wie wir aus Strategien wirksame Maßnahmen im Stadtraum machen“, erläutert die für Klimaneutralität verantwortliche Stadträtin Janine Bex.
Der gegenständliche Vertrag zwischen dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, vertreten durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) der Landeshauptstadt Innsbruck, der alpS GmbH und der Universität wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtsenats einstimmig beschlossen. Voraussichtlicher Start des Projekts mit einer Laufzeit von maximal 18 Monaten ist der 1. April 2026. Die maximale Fördersumme beträgt rund 100.000 Euro.
Gastgärten werden erweitert
Der Stadtsenat sprach sich am 18. Februar 2026 einstimmig für die Erweiterung des Gastgartens des Restaurants “Solo per te“ vor dem Objekt am Marktgraben sowie des Gastgartens der Café-Bar „Centrale“ vor dem Objekt in der Maria-Theresien-Straße 29, jeweils im Straßenverkehrsbereich, aus.
„Gastgärten sind wichtige Faktoren in einem lebendigen Stadtleben. Die Grundüberlassung erfolgt wie bei allen neuen Gastgärten vorläufig für eine Gastgartensaison. Bewähren sich die Gastgärten an den Standorten, werden die Verträge für nachfolgende Saisonen verlängert“, erklärt die für Wirtschaft und Tourismus zuständige Stadträtin Mariella Lutz.MD