• Baustraße für Sanierung des Sonnenburgerhof Tunnels
• Nominierungen für NHT-Aufsichtsrat
• Sanierung des Pavillons am Landestheatervorplatz
• OSVI betreut weiterhin „Markt am Tivoli“
Baustraße für Sanierung des Sonnenburgerhof Tunnels
Die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG, vertreten durch die ASFINAG Bau Management GmbH, plant die Sanierung des Sonnenburgerhof Tunnels im Südwesten von Innsbruck. Im Zuge der Sanierung wird die Oströhre verlängert und die bestehende Raisachhofbrücke durch einen Tunnelabschnitt ersetzt. Dafür liegt bereits eine naturschutzrechtliche Bewilligung vor.
Für die Sanierung wird jedoch eine zusätzliche Baustraße im Bereich Knoten Innsbruck-Wilten benötigt. Bei der nachträglich beantragten Baustraße handelt es sich um eine ehemalige Zufahrt, die im Laufe der Jahre von Pflanzen überwuchert worden ist. Für die Errichtung der Baustraße müssen nun Gehölze im Ausmaß von 191 Quadratmetern entfernt werden.
„Laut der naturkundefachlichen Sachverständigen handelt es sich beim betroffenen Projektgebiet um keinen hochwertigen Lebensraum, da sich die Fläche im Nahbereich bzw. im Zwickel der stark frequentierten Autobahnen A12 und A13 befindet. Außerdem handelt es sich bei den zu entfernenden Gehölzen zum Großteil um Neophyten und auch eine Ersatzbepflanzung von 180 Bäumen und Sträuchern auf 400 Quadratmetern ist geplant“, zitiert Bürgermeister Johannes Anzengruber aus dem Gutachten.
Der Stadtsenat erhob daher keinen Einwand gegen die Erteilung einer naturschutzrechtlichen Bewilligung für die Errichtung einer Baustraße.
Nominierungen für NHT-Aufsichtsrat
Die Funktionsperiode des Aufsichtsrates der Neuen Heimat Tirol (NHT) beträgt drei Jahre und endet mit der ordentlichen Generalversammlung im heurigen Sommer. Insgesamt besteht der Aufsichtsrat aus neun Mitgliedern, wovon jeweils drei von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und dem Betriebsrat nominiert werden.
Jurist Michael Mingler (als Vorsitzender-Stellvertreter), Architekt Thomas Krämer und Gemeinderat Benjamin Plach wurden von der Stadt neuerlich für den NHT-Aufsichtsrat nominiert. „Sie haben bereits in der auslaufenden Funktionsperiode bewiesen, dass sie über die geforderte fachliche Qualifikation verfügen und sind somit bestens als Aufsichtsräte geeignet“, begründet Bürgermeister Johannes Anzengruber die Nominierungen.
Die Nominierungen wurden vom Stadtsenat mehrheitlich befürwortet.
Sanierung des Pavillons am Landestheatervorplatz
Wie das Gutachten eines gerichtlich beeideten Bausachverständigen (Baupuls GmbH) bestätigt hat, ist der Pavillon am Landestheatervorplatz stark sanierungsbedürftig. Ohne Sanierung ist die weitere Nutzung nicht möglich – und damit auch keine Vermietung. Das bisherige Prekarium muss aufgrund des baulichen Zustands beendet werden.
„Im derzeitigen Zustand ist das Gebäude nicht mehr nutzbar. Es ist daher notwendig, durch die Sanierung, einen tragfähigen und vor allem sicheren baulichen Status, herzustellen. Wir stehen für eine dauerhafte, nachhaltige Nutzung des Kubus, die bestmöglichen Mehrwert für die Bevölkerung schafft“, sagt die für Liegenschaftsangelegenheiten verantwortliche Stadträtin Mariella Lutz mit Blick auf eine verlässliche, zukunftsorientierte Nutzung.
Der erste Schritt dafür wurde heute gesetzt: Der Stadtsenat hat in seiner Sitzung am 25. Februar einstimmig beschlossen, das Prekarium zu widerrufen. Dem Verein für Projektbasierte Öffentlichkeitsarbeit („Reich für die Insel“), dem das Gebäude seit September 2019 im Rahmen eines Prekariums für eine kulturelle Nutzung überlassen war, wurde für die Räumung eine Frist bis Ende März 2026 eingeräumt.
Damit wurde der erste Schritt gesetzt, um die Innsbrucker Immobilien Service GmbH (IISG) mit der Sanierung des Pavillons zu beauftragen. Der Stadtsenat stimmte den geplanten Sanierungs- und Umbauarbeiten mit Kosten in der Höhe von rund 481.000 Euro mehrheitlich zu und legt den Antrag zur weiteren Beschlussfassung dem Gemeinderat vor.
OSVI betreut weiterhin „Markt am Tivoli“
Seit September 2021 findet der „Markt am Tivoli“ jeden Samstag von 06.00 bis 12.00 Uhr beim Nordeingang des Tivoli Stadions statt. Angeboten wird eine bunte Mischung aus landwirtschaftlichen Erzeugungs- und Verarbeitungsprodukten sowie ein Floh- und Kuriositätenmarkt. Mit der Durchführung des Marktes wurde das Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck (OSVI) betraut.
„Nach der Schließung des Veranstaltungszentrums Hafen im Jahr 2019 haben wir für den dortigen Samstagsflohmarkt nach einem Ersatzstandort gesucht“, erklärt die für Wirtschaft und Tourismus zuständige Stadträtin Mariella Lutz und führt weiter aus: „Mit dem Areal beim Tivoli Stadion haben wir einen idealen Standort gefunden, der auch sehr gut angenommen wird. Ich möchte mich bei der OSVI bedanken, die als Organisatorin zur Erweiterung des städtischen Marktangebotes beiträgt.“
Der Stadtsenat beschloss einstimmig, den Betrauungsvertrag mit der OSVI ab 1. März 2026 um weitere fünf Jahre zu verlängern.MD