Themen des Stadtsenats

Sitzung vom 11. März 2026

© Stadt Innsbruck
• Kooperationsvereinbarung für Siedlungsdeklaration
• Neues Einsatzfahrzeug für Straßenbetrieb
• Förderungsvertrag zur Elektrifizierung der Klein-Lkw Flotte
• Oster- und Kunsthandwerksmarkt
Kooperationsvereinbarung für Siedlungsdeklaration
Der Stadtsenat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Innsbruck, der Energieagentur Tirol sowie der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) aus. Die Vereinbarung dient dem Daten- und Informationsaustausch zwischen den beteiligten Akteur:innen, um das Quartier Eichhof gemäß dem klimaaktiv Standard für Siedlungen und Quartiere zu deklarieren. Der klimaaktiv Standard für Siedlungen und Quartiere ist ein österreichischer Qualitätsstandard, der die Nachhaltigkeit von größeren Bauvorhaben mit Fokus auf Klimaneutralität und Lebensqualität sicherstellt.

Im Rahmen der Genehmigung des Projekts „Pionierstadt“ wurde vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) die Benennung eines Pilotquartiers gefordert, welches im Projektverlauf durch eine klimaaktiv Siedlungsdeklaration bewertet werden soll. Als Pilotquartier hat Innsbruck das Quartier „Eichhof“ ausgewählt.

„Ziel des Pionierstadt-Projekts ist die Durchführung einer klimaaktiv Siedlungsdeklaration für das Quartier Eichhof. Deren Ergebnis ist ein Auditbericht, der die Bewertung des Projekts anhand eines Kriterienkatalogs für energie- und klimaeffizientes Bauen Bauen liefert. Der Eichhof wird das dritte Quartier Innsbrucks, neben dem Quartier Campagne und Am Bichl III, welches eine Siedlungsdeklaration erhält“, erläutert Bürgermeister Johannes Anzengruber.

Neues Einsatzfahrzeug für Straßenbetrieb
Das städtische Amt für Straßenbetrieb erhält mit einstimmigem Beschluss des Stadtsenats einen neuen Leicht-Lkw. Der Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 5 Tonnen und einer Nutzlast von mindestens 1.700 Kilogramm kostet rund 54.000 Euro und wurde in die Liste des Fahrzeugkonzeptes 2018 aufgenommen. 

Das Aufgabenspektrum des Bereichs Verkehrseinrichtungen hat sich in den vergangenen Jahren wesentlich erweitert und auch die Auftragszahlen sind gestiegen. Betroffen sind vor allem temporäre und dauerhafte verkehrsrechtliche Anordnungen, Bodenmarkierungen, Beschilderung und Wegweisung sowie die Betreuung technischer Anlagen. Die Zahl der Mitarbeitenden wurde entsprechend erhöht, die Fahrzeugausstattung aber nicht angepasst. 

Bürgermeister Johannes Anzengruber sieht in der Erweiterung des Fuhrparks mehrere Vorteile: „Durch die personelle Aufstockung konnten wir unsere Eigenleistungen deutlich ausbauen. Mit dem neuen Lkw sind wir noch unabhängiger von Fremdvergaben, sparen Kosten und können schneller reagieren. Gleichzeitig sichern wir eine gleichbleibend hohe Qualität – und reduzieren damit langfristig auch Folgekosten.“

Weiters wurde geprüft, ob alternativ die Anschaffung eines elektrisch betriebenen Lkw möglich wäre. Die Marktrecherche ergab jedoch einen nahezu doppelt so hohen Anschaffungspreis von 104.000 Euro. Der Grund dieser Preisabweichung – im Vergleich zu einem Dieselfahrzeug – beruht auf dem zusätzlichen Gewicht von elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Um die geforderte Nutzlast zu erreichen, hätte somit ein Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von etwa 7,5 Tonnen angekauft werden müssen – eine Kategorie, die derzeit nicht gefördert wird.

Förderungsvertrag zur Elektrifizierung der Klein-Lkw Flotte
Im Einklang mit der österreichischen Klimaschutzstrategie will die Landeshauptstadt bis 2040 klimaneutral werden. Zur Umsetzung dieses Ziels werden in der Stadtverwaltung laufend Maßnahmen gesetzt, um verkehrsbedingte Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Ein zentraler Schwerpunkt ist dabei die schrittweise Elektrifizierung des gemeindeeigenen Fuhrparks.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt um finanzielle Unterstützung für die Beschaffung von elf vollelektrischen Nutzfahrzeugen der Klasse N1 (zulässiges Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen) angesucht. Dazu zählen insbesondere Klein-Lkw, Kastenwagen und Pritschenfahrzeuge, die überwiegend im innerstädtischen Bereich eingesetzt werden. Aufgrund kurzer Fahrdistanzen, häufiger Stop-and-Go-Zyklen sowie planbarer Standzeiten eignen sich diese Fahrzeuge besonders für batterieelektrische Antriebssysteme.

Anfang des Jahres erhielt Innsbruck von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Projekts „ENIN – Emissionsfreie Nutzfahrzeuge & Infrastruktur“ eine Förderzusage. 

„Mit dem Projekt setzen wir einen weiteren Schritt, unseren städtischen Fuhrparks klimafit zu auszurichten. Konkret können wir durch die Elektrifizierung der Klein-Lkw-Flotte direkte CO₂-Emissionen sowie lokale Luftschadstoff- und Lärmemissionen im Stadtgebiet reduzieren“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber.

Die Stadt Innsbruck verpflichtet sich, sämtliche geförderten Fahrzeuge spätestens bis zum Ende der Projektlaufzeit zuzulassen und in den ordnungsgemäßen Regelbetrieb zu überführen. Der maximale Zuschuss gemäß Förderungsvertrag beträgt rund 91.000 Euro. Der Stadtsenat befürwortete den Förderungsvertrag mehrheitlich.

Oster- und Kunsthandwerksmarkt
Von Freitag, 27. März, bis Montag, 6. April, veranstaltet die IAI Veranstaltungsgesellschaft m.b.H. heuer zum 21. Mal den Ostermarkt. Wie bereits im Vorjahr wird der Ostermarkt täglich von 11.00 bis 19.00 Uhr auf dem Marktplatz durchgeführt. Zudem wird erstmalig ein eigener Kunsthandwerksmarkt vom 4. bis 5. April in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr in der Kiebach-/Seilergasse stattfinden.

Am Ostermarkt werden insbesondere Osterdekorationen, Geschenk- und Kinderartikel sowie landwirtschaftliche Produkte und Osterspezialitäten angeboten. Darüber hinaus ist ein entsprechendes Rahmenprogramm, wie etwa traditionelle Volksmusik- und Brauchtumsaufführungen, vorgesehen. 

Der Stadtsenat beschloss einstimmig, den Grund für den Oster- und Kunsthandwerksmarkt unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Die Kosten für die Zwischen- und Endreinigung werden vom Veranstalter übernommen.

„Der traditionelle Oster- und Kunsthandwerksmarkt belebt die Innsbrucker Innenstadt und ist ein attraktives Zusatzangebot sowohl für Einheimische als auch Gäste. Im Frühling ist er inzwischen zu einem beliebten Fixpunkt im Innsbrucker Marktwesen geworden“, betont die für Wirtschaft und Tourismus zuständige Stadträtin Mariella Lutz.MD