Neue Pächter für Eigenjagd Höttinger Alm
Die städtische Eigenjagd Höttinger Alm umfasst eine Fläche von 420 Hektar und befindet sich zur Gänze im Eigentum der Stadtgemeinde Innsbruck. Nach Auslaufen des aktuellen Pachtvertrages wird die Eigenjagd Höttinger Alm rückwirkend ab 1. April 2026 für die Laufzeit von zehn Jahren an Hans Angermair und Franz Berchtold verpachtet. Dafür sprach sich der Stadtsenat mit einer Stimmenthaltung einstimmig aus.
Insgesamt sind sieben verbindliche, schriftliche Angebote beim Amt für Wald und Natur eingelangt. „Nach eingehender Prüfung haben wir uns für Herrn Angermair und Herrn Berchtold als Pächter entschieden“, erläutert der ressortzuständige Bürgermeister Johannes Anzengruber: „Maßgebliche Kriterien für die Bewertung und Gewichtung der abgegebenen Angebote sind neben dem finanziellen Aspekt insbesondere die jagdfachliche und ethische Eignung der Angebotsleger. In der Gesamtschau sämtlicher Bewertungskriterien sind daher die Angebote von Herrn Angermair und Herrn Berchtold am besten zu werten.“
Die jagdliche Bewirtschaftung eines Revieres in unmittelbarer Nähe zum urbanen Raum der Landeshauptstadt Innsbruck birgt laut dem Amt für Wald und Natur aufgrund starker Frequentierung durch Freizeitnutzende aller Art große Herausforderungen. Diese seien Hans Angermair und Franz Berchtold als erfahrenen Innsbrucker Jägern bestens bekannt.
Gamsabschuss für Innsbrucker Jungjäger:innen
Im Pachtvertrag der Höttinger Alm Jagd ist geregelt, dass der Stadt Innsbruck für die gesamte Pachtdauer jährlich ein Stück Gamswild zu überlassen ist. Mit einstimmigem Beschluss des Stadtsenats wird der Gamsabschuss ab sofort jährlich an die Absolvent:innen des Jungjäger:innenkurses Innsbruck übergeben.
„Ich freue mich, dass der Gamsabschuss der Eigenjagd Höttinger ab heuer den Jungjägerinnen und Jungjägern aus Innsbruck zur Verfügung gestellt wird. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, um die Jagd weiterzuentwickeln und damit die vielfältigen Anforderungen an unsere Wälder – vom Klimaschutz bis zur Biodiversität – aktiv mitzugestalten“, betont der für Wald und Natur zuständige Bürgermeister Johannes Anzengruber.
Forschungsprojekt zu Abwärme-Einspeisung
Industrielle Abwärme weist wesentliches Potential zur Effizienzsteigerung von Energiesystemen auf und wird zunehmend in Fernwärmenetze eingespeist. Die Stadt Innsbruck unterstützt daher das Forschungsprojekt „CO2-Allokation bei industrieller Einspeisung in Fernwärmenetze (Netzero Heat Highway)“. Konkret wird untersucht, wie man die CO2-Auswirkungen von eingespeister Abwärme richtig bewertet und wo dabei noch unklare Regelungen oder Probleme im System bestehen.
Industrielle Abwärme bietet großes Potenzial für eine effizientere und klimafreundlichere Energieversorgung in unserer Stadt. Damit dieses Potenzial besser genutzt werden kann, braucht es klare und verlässliche Regeln für die CO₂-Bewertung.
„Genau hier setzt das Forschungsprojekt an: Es schafft Orientierung bei der Zuordnung von Emissionen, verhindert Doppelzählungen und macht die Einspeisung von Abwärme ins Fernwärmenetz für Unternehmen transparenter und attraktiver. Davon profitieren sowohl die Betriebe als auch unsere kommunale Wärmeplanung auf dem Weg zur Klimaneutralität“, erklärt Klimastadträtin Janine Bex.
Die Unterstützung des Forschungsprojektes beurkundete der Stadtsenat durch die mehrheitliche Unterzeichnung eines Letter of Intent (LOI). Das Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz möchte das Projekt gemeinsam mit Tiroler Partnern einreichen.
Beachvolleyball auf internationalem Niveau
Vom 1. bis 10. Juni 2026 findet am Innsbrucker Marktplatz wieder das „My BeachEvent“ statt. Der Stadtsenat beschloss einstimmig die Grundüberlassung.
„Das My BeachEvent wurde erstmals 2017 in Innsbruck veranstaltet und ist Teil der Austrian Beachvolleyball PRO Tour. Seit dem Jahr 2022 ist es ein internationales Turnier, das auch vom Sportamt der Stadt Innsbruck maßgeblich unterstützt wird“, freut sich Bürgermeister Johannes Anzengruber als Ressortverantwortlicher für Sport.
„My BeachEvent ist eine gute Gelegenheit, um Werbung für unsere Landeshauptstadt auf internationalem Terrain zu machen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Finalspiele auch heuer wieder auf ORF Sport Plus übertragen werden. Zudem werden die Veranstalter, so wie auch 2025, nach eigenen Angaben eine sechsstellige Summe in den Wirtschaftsstandort Innsbruck investieren“, ergänzt die für Wirtschaft und Tourismus zuständige Stadträtin Mariella Lutz.
Weite Sprünge in der Innenstadt
Bereits zum 22. Mal findet am 13. Juni 2026 der jährliche Stabhoch- und Weitsprungwettbewerb „Golden Roof Challenge“ in Innsbruck statt. Der Stadtsenat befürwortete einstimmig, dem Veranstalter einen Teilbereich der nördlichen Maria-Theresien-Straße unentgeltlich zu überlassen.
„Unter dem Motto ‚Der Sport kommt zu den Menschen in die Stadt!‘ wird nach den Intentionen des Veranstalters in Innsbruck ein publikumswirksames und attraktives Event bei freiem Eintritt mitten in der Innenstadt durchgeführt“, betont der für Sport verantwortliche Bürgermeister Johannes Anzengruber. „Außerdem ist dieses etablierte Sportereignis ein wichtiger wirtschaftlicher Impuls und trägt zur Belebung der Innenstadt bei“, führt die für Wirtschaft und Tourismus zuständige Stadträtin Mariella Lutz weiter aus.MD