Investitionen in die Sicherheit
Der Stadtsenat sprach sich einstimmig für Maßnahmen für mehr Sicherheit aus.
Bereits Ende Juli wurde der Ausbau des Hochwasserschutzes an der Sill im Zuge eines Umlaufbeschlusses fixiert. Ausschlaggebend dafür war die Beurteilung von Expert:innen und die Tatsache, dass eine zunehmende Gefahr von Hochwasserereignissen, insbesondere während der Schneeschmelze und bei Starkniederschlägen, besteht. Konkret werden deshalb weitere 200 Laufmeter mobiler Hochwasserschutzelemente mit einer Stauhöhe von rund 100 Zentimetern für die Sill angekauft.
Die Freiwillige Feuerwehr Arzl-Innsbruck erhält – ebenfalls nach einstimmigem Beschluss – im Jahr 2026 ein neues Löschfahrzeug mit Allrad. Damit wird das 1999 angekaufte Einsatzfahrzeug ersetzt. Das Löschfahrzeug mit Allrad bei der Freiwilligen Feuerwehr Arzl-Innsbruck dient dem Transport von Einsatzkräften, der schnellen Brandbekämpfung und der Wasserversorgung in steilem oder schwer zugänglichem Gelände.
„Die Ereignisse der vergangenen Hitzeperiode machen eines klar: Investitionen in die Sicherheit – egal ob zum Schutz vor Überflutungen oder für den Brandeinsatz – sind wichtig. Es ist erforderlich, vorausschauend zu investieren, um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein“, betont Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber in seiner Funktion als Ressortverantwortlicher für Sicherheit in der Landeshauptstadt.
Tierärztlicher Notdienst gesichert
Eine flächendeckende Notfallversorgung von Haustieren ist der Stadt Innsbruck ein besonderes Anliegen. In diesem Zusammenhang wird der seit November 2025 in Innsbruck bestehende Bereitschaftsdienst an Werktagen von 19.00 bis 7.00 Uhr fortgeführt. Der Beschluss fiel im Stadtsenat einstimmig.
Die Teilnahme am Projekt „Tierärztlicher Notdienst“ ist für die Tierärzt:innen freiwillig. Insgesamt stellt die Stadt Innsbruck ein Jahresbudget von 36.400 Euro zur Verfügung. Das Bereitschaftsentgelt beträgt 150 Euro. Auf Wunsch der Tierärzt:innen sind nun auch kürzere Bereitschaftsdienste von 19.00 bis 24.00 Uhr möglich, die aliquot abgegolten werden.
„Das Projekt hat sich seit seinem Start sehr gut bewährt. Die Sicherstellung der tierärztlichen Notfallversorgung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Land Tirol. Während das Land einen tierärztlichen Rufdienst an Wochenenden unterstützt, gewährleistet die Stadt Innsbruck mit ihrer finanziellen Unterstützung des Kleintiernotdienstes die Versorgung an Werktagen in den Abend- und Nachtstunden. Damit ergänzen sich die beiden Angebote und tragen gemeinsam zu einer möglichst lückenlosen Notfallversorgung von Haustieren bei“, freut sich Bürgermeister Johannes Anzengruber.
UEFA-U21-Europameisterschaft 2029, Absichtserklärung
Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat neben Spanien Interesse an der Austragung der UEFA-U21-Europameisterschaft 2029 als Veranstalter bekundet. Der ÖFB möchte Innsbruck neben Altach, Ried, Linz, St. Pölten und Wien als Austragungsort für die Endrunde ins Rennen bringen. Nachdem letztmalig im Zuge der UEFA Euro 2008 im Innsbrucker Tivolistadion Länderspiele im Rahmen eines europäischen Turniers ausgetragen wurden, wäre dies erneut eine Gelegenheit, ein internationales Fußballturnier in die Tiroler Landeshauptstadt zu bringen. Der Stadtsenat stimmte einer prinzipiellen Erklärung zur Unterstützung des ÖFB einstimmig zu.
„Dieses Format ist gleichzeitig das größte Turnier im Fußball, welches in Österreich ohne ein weiteres Gastgeberland aufgrund der vorhandenen Stadien ausgerichtet werden kann. Innsbruck bietet sich damit eine Chance. Ziel der Absichtserklärung soll ein grundsätzliches Bekenntnis zur Unterstützung der Bewerbung und somit auch zur Austragung von Spielen im Innsbrucker Tivolistadion gegenüber dem ÖFB sein“, führt Sportreferent Bürgermeister Johannes Anzengruber aus.
Bewerbung Access City Award (ACA)
Der Access City Award (ACA) ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die seit dem Jahr 2010 gemeinsam mit dem Europäischen Behindertenforum (European Disability Forum – EDF) durchgeführt wird. Mit diesem europäischen Preis werden Städte ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise dafür einsetzen, das urbane Umfeld für Menschen mit Behinderungen zugänglicher, inklusiver und gleichberechtigter zu gestalten. Im Zentrum steht ein umfassendes Verständnis von Zugänglichkeit zu allen Bereichen. Innsbruck bewirbt sich.
„Ich freue mich, dass es im Stadtsenat eine Befürwortung der Bewerbung für den Access City Award gab. In Innsbruck wird bereits seit 25 Jahren an der Umsetzung von Barrierefreiheit und Teilhabe gearbeitet. Wir haben sicher gute Chancen, weil für uns analog zu den Vorgaben des Preises nicht eine einzelne Maßnahme wichtig ist, sondern das langfristige und strategische Engagement, indem wir nachhaltige Konzepte für die Einbindung von Menschen mit Behinderungen sowie innovative Ansätze zur Verbesserung der Lebensqualität aller Einwohnerinnen und Einwohner umsetzen“, erläutert die für den städtischen Behindertenbeirat zuständige Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr.
Projekt „Bandari ABC“, Absichtserklärung
Im Mittelpunkt des Förderprogramms „Bandari ABC“ des Diakonie Flüchtlingsdienstes stehen kommunale Projekte, die von Gemeinden und Städten gemeinsam mit Vereinen, Jugendorganisationen und Einrichtungen der Gesundheitsförderung umgesetzt werden. Die Teilnahme der Stadt Innsbruck am Projekt erfolgt in Form eines Absichtserklärung zwischen der Stadt Innsbruck und dem Diakonie Flüchtlingsdienst. Dafür gab der Stadtsenat in seiner heutigen Sitzung seine Zustimmung.
Aus der Kooperation entstehen der Stadt als Kooperationspartnerin bis auf den Personaleinsatz bei Vernetzungstreffen keine finanziellen Verpflichtungen. Die Projektverantwortung und Umsetzung liegen bei Bandari, einer Einrichtung des Diakonie Flüchtlingsdienstes. Die Finanzierung des Projekts soll durch eine Förderung des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) erfolgen.
Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre (vom 1. Jänner 2027 bis 31. Dezember 2029). Ziele des Projektes sind die Stärkung der psychosozialen Gesundheit sowie Prävention von Einsamkeit und sozialer Deprivation bei jungen Männern im Alter von 15 bis 25 Jahren mit Flucht- und Migrationsgeschichte. Das Angebot gibt es in Wien und Innsbruck. Die Zielrichtung ist damit deckungsgleich mit den Anliegen der städtischen Integrationsstelle, die ganz allgemein die Teilhabe von Menschen mit Flucht und/oder Migrationserfahrung unterstützt.
„Psychosoziale Gesundheit ist die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Mit Bandari setzen wir auf Prävention und stärken junge Menschen für ein selbstbestimmtes Leben und aktive Teilhabe“, erklärt Innsbrucks zuständige Stadträtin für Integration, Janine Bex.
Neue Partnerschaft für zukunftsfitte Großstädte
Innsbruck ist seit 2023 Pionier-Großstadt und ging damit bereits eine Partnerschaft für klimaneutrale Städte 2030 ein. Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und der Klima- und Energiefonds (KLIEN) haben mit der Mission „Klimaneutrale Stadt“ im Rahmen der Ausschreibung „Pionier-Großstadt 2026 - Partnerschaft für zukunftsfitte Großstädte“ nun den Fokus auf das Thema Klimawandelanpassung gesetzt. Damit sollen städtische Aktivitäten zur Stärkung der urbanen Resilienz insbesondere gegenüber klimabedingten Risiken gestärkt werden. In diesem Zusammenhang beschloss der Stadtsenat einstimmig die Einreichung eines städtischen Förderprojektes zum Thema „Resiliente Stadtentwicklung – Strategien zur nachhaltigen Klimawandelanpassung für zukunftsfitte Städte“.
„Die Zahl der Hitzetage hat sich in Innsbruck seit den 1960er-Jahren vervierfacht. Deshalb analysieren wir nicht nur die Folgen des Klimawandels, sondern setzen konkrete Maßnahmen für eine krisensichere und lebenswerte Stadt um. Mit der Teilnahme an dieser Ausschreibung wollen wir diesen Weg konsequent weitergehen und noch mehr für die Landeshauptstadt erreichen“, so Janine Bex, zuständige Stadträtin für Klimaschutzfragen. KR