Themen des Stadtsenats

Sitzung vom 30. September 2026

Die Mitglieder des Stadtsenats der Stadt Innsbruck: Bürgermeister Johannes Anzengruber (m.), Vizebürgermeister Georg Willi (r.), Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr (3.v.l.), Stadträtin Mariella Lutz (3.v.r.), Stadträtin Janine Bex (2.v.r.), Stadtrat Markus Lassenberger (l.) und Stadtrat Markus Stoll (2.v.l.) © Stadt Innsbruck/M. Darmann
• Neuer Laufevent am ersten Oktober-Wochenende
• Forschungsprojekt zur Bewertung von Klimaschäden
• Ziel: Klimaneutrales Gewerbegebiet Rossau
Neuer Laufevent am ersten Oktober-Wochenende
Von 3. bis 4. Oktober findet rund um den Baggersee und die ehemalige Deponie Rossau der Laufevent „13 to 13“ statt. Gelaufen wird 24 Stunden lang – von 13 Uhr bis 13 Uhr. Der Stadtsenat hat dafür am 30. September einstimmig die unentgeltliche Grundüberlassung beschlossen.

„Mehr Laufveranstaltungen bringen Bewegung in unsere Stadt und schaffen für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker zusätzliche Möglichkeiten, gemeinsam aktiv zu sein. Sie fördern Gesundheit, Gemeinschaft und Lebensqualität und stärken gleichzeitig Innsbrucks Profil als moderne und innovative Sportstadt“, ist Bürgermeister Johannes Anzengruber überzeugt.

Forschungsprojekt zur Bewertung von Klimaschäden
Österreichische Städte sind zunehmend von klimabedingten Gefahren wie Hitze, Starkregen und Hochwasser betroffen. Die daraus resultierenden ökologischen und ökonomischen Schäden werden derzeit nicht systematisch, standardisiert und vergleichbar erfasst. Gemeinsam mit GeoSphere Austria, dem Umweltbundesamt, der Universität Graz und weiteren Partner:innen soll eine Grundlage geschaffen werden, um klimabedingte Schäden durch Hitze, Starkregen, Hochwasser etc. endlich systematisch und vergleichbar zu machen. Mit dem Forschungsprojekt „Schadensmonitoring österreichischer Städte“ soll das geändert werden. Der Stadtsenat beschloss einen Letter of Intent (LOI), sodass der Weg zu einer standardisierten Basis von klimabedingten Schäden für kommunale Planungs-, Entscheidungs- und Budgetprozesse eingeschlagen werden kann.

„Hitze, Starkregen und Hochwasser haben konkrete Folgen für die Menschen- und verursachen konkrete Kosten. Wenn wir diese Schäden systematisch erfassen, können wir besser entscheiden, wo Vorsorge notwendig ist und wo rechtzeitiges Handeln langfristig Kosten spart“, erläutert Stadträtin Janine Bex.

Ziel: Klimaneutrales Gewerbegebiet Rossau
Die Rossau ist mit rund 1.000 Unternehmen und 13.000 Beschäftigten das größte Gewerbegebiet Westösterreichs. Das Projekt soll Daten, Akteur:innen und Technologien erstmals systematisch zusammenbringen. Von Anergienetzen und Abwärmenutzung über Energiegemeinschaften bis zu neuen Kooperationsmodellen zwischen Stadt und Unternehmen reicht das Spektrum. Ziel ist es, eine Grundlage für einen späteren konkreten Energiefahrplan für die Rossau zu erhalten. Für die Stadt entstehen durch die Einreichung keine zusätzlichen budgetären Kosten. Mit der geplanten Sondierung „KLimaAllianz RossAu – KLARA Rossau“ sollen Energie-Maßnahmen thematisiert und eine klimaneutrale Quartiersentwicklung vorbereitet werden. Der Stadtsenat stimmte dem Kooperationsvertrag zu.

„Klimaschutz heißt für mich: anpacken und konkrete Lösungen schaffen. Gerade in der Rossau können wir gemeinsam mit den Unternehmen zeigen, dass weniger Energieverbrauch, eine sichere Energieversorgung und ein starker Wirtschaftsstandort zusammengehören“, setzt Stadträtin Bex die Kooperation in einen größeren Rahmen.KR