Erweiterung und Sanierung Hallenbad Höttinger Au
Das Hallenbad Höttinger Au wird langfristig als zentraler Standort für Schul-, Vereins- und Schwimmsport gesichert und deutlich erweitert. Neben der Sanierung des bestehenden Hallenbades sieht das Projekt der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) ein zusätzliches 25-Meter-Sportbecken, ein barrierefreies Lehrschwimmbecken und eine neue Saunaanlage vor. Der Stadtsenat sprach sich heute einstimmig für die weitere Behandlung im Gemeinderat aus.
Der Wunsch nach mehr Wasserflächen ist in der Bevölkerung deutlich spürbar. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach dem Hallenbad kontinuierlich: Die Besucher:innenzahl hat sich von 81.703 im Jahr 2005 auf 159.845 im Jahr 2025 nahezu verdoppelt. Mit dem Ausbau schaffen wir daher mehr Platz für alle, die schwimmen, trainieren oder schwimmen lernen möchten – für Familien und den öffentlichen Badebetrieb ebenso wie für Schulen, Vereine und Schwimmschulen.
Der Neubau basiert auf dem Siegerprojekt eines Architekturwettbewerbs mit 55 eingereichten Projekten. Laut Grobkostenschätzung kostet der Neubau 27,5 Millionen EUR. Für die Stadt Innsbruck ist ein Beitrag von bis zu 11,3 Millionen Euro vorgesehen. Die restlichen Kosten sollen unter anderem aus dem Bädertopf des Landes Tirol abgedeckt werden. Die Gesamtwasserfläche der Innsbrucker Hallenbäder steigt damit von derzeit 1.418 auf 1.843 Quadratmeter.
„Mit der Erweiterung schaffen wir 30 Prozent mehr Wasserfläche in Innsbruck: für Kinder, Familien, Schulen, Vereine und den Schwimmsport“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber als Beteiligungs- und Sportreferent. Mit dem stimmigen Siegerprojekt entwickelt die Stadt den gesamten Standort am Fürstenweg und verbindet das Hallenbad mit Wohnen und öffentlichen Flächen.
Die neue Schwimmhalle soll bis 2029 fertiggestellt werden und 2030 ihren Betrieb aufnehmen. Auf einem Teil des Areals soll darüber hinaus die Neue Heimat Tirol auf eigene Kosten ein Wohnheim für Studierende errichten.
Investitionen in die Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehr
Die Stadt Innsbruck investiert weiter in die Ausstattung und Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehr. Ein neues Inspektionsfahrzeug soll das derzeit eingesetzte Fahrzeug aus dem Jahr 2015 ersetzen. Das Fahrzeug dient unter anderem zur Wahrnehmung von Führungsaufgaben bei Einsätzen, für Dienst- und Kontrollfahrten sowie als jederzeit verfügbare Führungs- und Kommunikationseinheit. Für die Anschaffung einschließlich des notwendigen feuerwehrtechnischen Ausbaus ist ein Gesamtkostenrahmen von 150.000 Euro vorgesehen. Das bestehende Inspektionsfahrzeug bleibt künftig als Reservefahrzeug erhalten.
Darüber hinaus soll ein neuer Atemschutzkompressor angeschafft werden. Der bestehende Kompressor hat das Ende seiner technischen Lebensdauer erreicht, zudem ist die Ersatzteilversorgung zunehmend eingeschränkt. Um die zuverlässige Versorgung der Einsatzkräfte mit qualitativ hochwertiger Atemluft weiterhin sicherzustellen, ist daher eine Ersatzbeschaffung notwendig. Die Gesamtanschaffungskosten betragen 86.862 Euro. Der Stadtsenat sprach sich jeweils einstimmig für die Neuanschaffungen aus. Der finale Beschluss für die Anschaffung des Einsatzfahrzeuges erfolgt im Gemeinderat am 8. Oktober 2026.
„Investitionen in die Sicherheit unserer Stadt und der Menschen, die täglich für diese Sicherheit im Einsatz stehen, haben für uns höchste Priorität. Mit diesen Anschaffungen sorgen wir dafür, dass sich die Berufsfeuerwehr zu 100 Prozent auf ihre Ausrüstung verlassen kann“, erklärt Bürgermeister Johannes Anzengruber den Zweck dieser Neuanschaffungen.
Feuerwehrgeschichte für kommende Generationen bewahren
Die Geschichte der Innsbrucker Feuerwehr soll langfristig gesichert und öffentlich vermittelt werden. Die Stadt Innsbruck plant deshalb, dem neu zu gründenden „Verein für Feuerwehrgeschichte Tirol“ als ordentliches Gründungsmitglied beizutreten. Ziel des Vereins ist der Aufbau einer Schausammlung, die die technische Entwicklung des Tiroler Feuerwehrwesens dokumentiert und historische Gerätschaften für Ausstellungen und andere Vermittlungsangebote zur Verfügung stellt.
Auch der historische Fundus der Innsbrucker Feuerwehr soll dadurch dauerhaft erhalten werden. Dazu zählen unter anderem die alte Hofburg-Spritze, ein vierrädriger Hydrophor aus dem Jahr 1863 sowie historische Handspritzen. Derzeit werden die Objekte zwischenzeitlich von der Dorfwerkstatt Mühlau verwahrt. Der neue Verein soll künftig geeignete Lagerflächen anmieten und damit eine nachhaltige Unterbringung ermöglichen. Der Beitritt ist mit der Vereinsgründung im Herbst 2026 vorgesehen. Der Beschluss erfolgte einstimmig und ergeht zur weiteren Behandlung in den Gemeinderat am 8. Oktober 2026.
Städtischer Heizkostenzuschuss für 2.169 Haushalte
Auch für die Heizperiode 2025/2026 unterstützt die Stadt Innsbruck anspruchsberechtigte Haushalte zusätzlich zum Heizkostenzuschuss des Landes Tirol. Der städtische Zuschuss beträgt 100 Euro pro anspruchsberechtigtem Haushalt. Laut Tiroler Hilfswerk erhalten ihn in dieser Heizperiode 2.169 Innsbrucker Haushalte. Dafür stehen insgesamt 216.900 Euro zur Verfügung.
Die Anspruchsberechtigung richtet sich nach der Heizkostenzuschussrichtlinie des Landes Tirol. Die Auszahlung wird analog zum Landeszuschuss über das Tiroler Hilfswerk abgewickelt.
„Soziale Wärme bedeutet für uns auch, niemanden mit den Heizkosten alleine zu lassen. Gerade wenn das Haushaltsbudget knapp ist, können zusätzliche Kosten im Winter schnell zur Belastung werden. Mit dem städtischen Heizkostenzuschuss unterstützen wir gezielt jene Innsbruckerinnen und Innsbrucker, die diese Hilfe brauchen“, betont Vizebürgermeister Georg Willi. Der Stadtsenat sprach sich einstimmig für den Heizkostenzuschuss aus.DJ