Themen des Stadtsenats

Sitzung vom vom 4. November 2026

Der Innsbrucker Stadtsenat (im Bild mit Mitgliedern der Stadtverwaltung). © Stadt Innsbruck/M. Darmann

  • Wissenschaftliche Basis für Klimaneutralitätsfahrplan
  • IVB-Kooperation zur Unterstützung des Gedenkortes Reichenau
  • Olympia-Rallye wird bis 2027 fortgeführt
  • Kooperation für Schulsozialarbeit
  • SnowFest bringt Winter in die Stadt

Wissenschaftliche Basis für Klimaneutralitätsfahrplan

Die Stadt Innsbruck wird bis 2040 einen Klimaneutralitätsfahrplan erarbeiten, dessen erste Version bereits 2028 vorliegen soll. Der Fahrplan wird unter anderem auf einer fundierten Analyse der bestehenden Treibhausgasemissionen, emissionssenkenden Möglichkeiten sowie darauf aufbauenden klimafreundlichen Maßnahmen aufbauen. 

„Zur fachlichen Fundierung des Fahrplans ist daher eine wissenschaftliche Untersuchung in den drei Leistungsbereichen ‚Mobilität‘, ‚Gebäude und Anlagen‘ sowie ‚Infrastruktur und Versorgung‘ vorgesehen. Diese Untersuchungen werden durch die Universität sowie das Management Center Innsbruck (MCI) durchgeführt“, erklärt Bürgermeister Johannes Anzengruber. 

„Wir tragen Verantwortung dafür, dass Innsbruck auch für unsere Kinder und Enkelkinder lebenswert bleibt. Dafür brauchen wir keine Entscheidungen aus dem Bauch heraus, sondern wissenschaftliche Fakten, klare Prioritäten und einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln“, hebt Klimastadträtin Janine Bex hervor.

Die Vergabe der wissenschaftlichen Untersuchungen an die Universität Innsbruck (Mobilität sowie Gebäude und Anlagen) und das MCI (Infrastruktur und Versorgung) wurden in der jüngsten Sitzung des Stadtsenats mehrheitlich beschlossen.

IVB-Kooperation zur Bewerbung des Gedenkorts Reichenau

Der Stadtsenat beschloss einstimmig eine Kooperation zur Bewerbung des Gedenkortes Reichenau mit der Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH (IVB).

„Ziel der Kooperation ist es, die Bekanntheit des Gedenkortes Reichenau zu stärken. Besucherinnen und Besuchern soll damit eine optimale und umweltfreundliche An- und Abreise ermöglicht werden. Darüber hinaus werden Inhalte des Gedenkortes Reichenau in die Ansagetexte und den Videoguide der Linie Sightseer integriert. Auf diese Weise wollen wir auch Touristinnen und Touristen auf den Gedenkort aufmerksam machen“, erläutert der für Kultur zuständige Vizebürgermeister Georg Willi.

„Olympia-Rallye“ wird bis 2027 fortgeführt

Mit der Verlängerung der Olympia-Ausstellung „Jawoll, Bestzeit!“ im Tirol Panorama wird auch die „Olympia-Rallye“ bis 9. Juli 2027 fortgeführt. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung mit der Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H. befürwortete der Stadtsenat am 3. November 2026 einstimmig.

„Das Projekt ‚Olympia-Rallye‘ wurde gemeinsam mit dem Medienzentrum des Landes konzipiert und umgesetzt. Die Abwicklung der Rallye erfolgte durch Ausgabe der Tablets sowie Vor- und Nachbereitung im Tirol Panorama mit dem Kaiserjägermuseum am Bergisel, wo auch die Rallye stattfand. Ich freue mich, dass dieses Projekt nun verlängert wird“, betont der für Kultur zuständige Vizebürgermeister Georg Willi.

Die Konzeption und Umsetzung einer „Olympia-Rallye“ - eine Art digitale Schnitzeljagd analog zu den bereits erfolgreichen Projekten „Innsbruck-Rallye“ und „Maximilian-Rallye“ - entstand im Olympiajubiläumsjahr. Im Jahr 2026 jähren sich die Olympischen Winterspiele in Innsbruck 1976 zum 50. Mal. Zielgruppe der „Olympia-Rallye“ sind Schulklassen der 3. bis 8. Schulstufe, wobei die Rallye durchaus auch von Erwachsenen gespielt werden kann.

Kooperation für Schulsozialarbeit

Aktuell wird an 21 Innsbrucker Schulstandorten Schulsozialarbeit von der Tiroler Kinder und Jugend GmbH als ausführende Gesellschaft im Ausmaß von insgesamt 709 Wochenstunden angeboten. Für den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zur Durchführung von Schulsozialarbeit – kurz „Schuso“ – sprach sich der Stadtsenat einstimmig aus. Der Antrag wird dem Gemeinderat zur Beschlussfassung weitergeleitet.

„Bereits seit 2013 wird an Tiroler Schulen erfolgreich Schulsozialarbeit geleistet. Sie ist ein wichtiges Instrument, um Probleme und soziale Konflikte schon im Entstehen zu erkennen und gemeinsam an der Lösung zu arbeiten. Schülerinnen und Schüler lernen dadurch auch, dass es ein Zeichen von Stärke statt von Schwäche ist, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn man Hilfe braucht. Das ist eine grundlegende Erfahrung, die auch außerhalb und nach der Schule wertvoll ist und einen wichtigen Beitrag zu einem gelingenden Lebensweg bieten kann“, betont die für Bildung ressortzuständige Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr.
 
Die bisherigen Schulstandorte, an denen Schulsozialarbeit durchgeführt wird, sind die Mittelschulen Gabelsbergerstraße, Hötting, Hötting-West, Ilse-Brüll-Gasse, Leopoldstraße, Musikmittelschule, Olympisches Dorf, Pembaurstraße und Reichenau bzw. die Polytechnische Schule sowie die Volksschulen Altwilten, Amras, Angergasse, Arzl, Dreiheiligen, Hötting, Innere Stadt, Pradl-Leitgeb I, Pradl-Ost, Reichenau und Schule am Inn.

SnowFest bringt Winter in die Stadt

Auf den Bergen streckt der Winter bereits seine Fühler aus und im Tal laufen schon die ersten Vorbereitungen für das „SnowFest“ vor und neben dem Tiroler Landestheater. Die Stadt Innsbruck überlässt dafür dem Verein „SnowFest – Winter Sport Aktivierung“ vom 20. bis 22. November 2026 die im Eigentum der Stadt Innsbruck befindlichen Flächen am Landestheatervor- und nebenplatz und am Rennweg. Ein diesbezüglicher Beschluss wurde im Stadtsenat einstimmig gefasst.

Dabei handelt es sich um einen Snowboard- und Freeski-Contest mit Sport- & Lifestyle, Workshops sowie Charity-Veranstaltungen bei freiem Eintritt und barrierefreiem Zutritt für alle Altersgruppen. Für die Veranstaltung wird eine „Rampe“ installiert. Zudem wird ein Zeltdorf aufgebaut.

„Innsbruck trägt neben vielen anderen Attributen jenes der Sportstadt. Besonders greifbar wird das bei Veranstaltungen, die direkt im Zentrum der Stadt stattfinden. Mit dem ‚SnowFest‘ lebt die Verbindung der Landeshauptstadt mit dem Thema Wintersport wieder einmal besonders auf“, so Bürgermeister Johannes Anzengruber.

„Das ‚SnowFest‘ verbindet Wirtschaft und Sport. Besonders für junge Menschen ist die Veranstaltung ein Magnet und Highlight im städtischen Veranstaltungskalender“, ergänzt Stadträtin Mariella Lutz. MD

 




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