Waldbahn fährt weiter

Linie 6 wird mit angepasstem Fahrplan bis Ende 2028 fortgeführt

Der Gemeinderat hat die Fortführung der Waldstraßenbahn für weitere zwei Jahre beschlossen. © Stadt Innsbruck/Wanker
Die IVB-Straßenbahnlinie 6 fährt weiter: Der Innsbrucker Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 8. Oktober die Fortführung der Waldstraßenbahn für weitere zwei Jahre beschlossen. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 wird das Angebot auf Grundlage einer umfassenden Evaluierung an die tatsächliche Nachfrage angepasst. Der zweijährige Betrieb läuft bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2028.
Die Grundlage für die Entscheidung bildet die Evaluierung des seit Ende 2023 laufenden Probebetriebs. Damals wurde das Angebot der Linie 6 ganzjährig auf 14 Fahrtenpaare pro Tag ausgeweitet. Seit Juni 2024 ist die Linie außerdem direkt mit der Linie 1 verbunden. Fahrgäste können dadurch ohne Umsteigen am Bergisel zwischen der Innenstadt und Igls fahren.

Mehr Fahrgäste durch direkte Verbindung
Die Ausweitung des Angebots und die Anbindung an die Innenstadt führten zu einem deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen. Waren 2023 noch rund 34.200 Fahrgäste auf dem Streckenabschnitt zwischen Bergisel und Igls unterwegs, waren es 2024 rund 114.700. Im Jahr 2025 wurden rund 104.000 Fahrgäste gezählt. Die Evaluierung zeigt gleichzeitig, dass die Linie vor allem für Freizeit- und Ausflugsfahrten genutzt wird. Besonders an Wochenenden, Feiertagen und in den Sommermonaten ist die Nachfrage hoch.

„Die Waldbahn bleibt auf Schiene. Die Evaluierung zeigt deutlich, dass die direkte Verbindung in die Innenstadt mehr Menschen für die Linie 6 gewonnen hat. Gleichzeitig wissen wir jetzt genauer, wann das Angebot besonders gut angenommen wird. Diese Erkenntnisse nutzen wir, um die Waldbahn bedarfsgerecht und wirtschaftlich für weitere zwei Jahre fortzuführen“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber.

Fahrplan wird auf Bildungseinrichtungen ausgerichtet
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 bleibt es bei einem ganzjährigen einheitlichen Fahrplan. Die Stadtregierung will insbesondere den Vormittagsbetrieb erhalten und damit das Angebot für Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen attraktiver machen. An Schultagen wird zusätzlich ein Fahrtenpaar am Morgen für den Schüler:innenverkehr angeboten. Zusätzlich zur Schüler:innenfahrt stehen daher künftig insgesamt zehn Fahrtenpaare über den Tag verteilt zur Verfügung.

Damit wird das Angebot stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer:innen und insbesondere an den Anforderungen von Bildungseinrichtungen ausgerichtet.

„Die Waldbahn verbindet Stadt und Berge auf einzigartige Weise. Seit der direkten Anbindung an die Innenstadt hat sich die Zahl der Fahrgäste nahezu verdoppelt. Jetzt geht es darum dieses besondere Angebot gezielt auf Kinder, Familien und Bildungseinrichtungen auszurichten – für den Weg in die Schule genauso wie für den gemeinsamen Ausflug in die Natur“, erklärt Mobilitätsstadträtin Janine Bex.

Erneute Evaluierung bis 2028
Für die Fahrplanerweiterung gegenüber dem Grundangebot sind für die kommenden zwei Jahre 419.000 Euro vorgesehen, valorisiert mit zwei Prozent pro Jahr. Gegenüber dem Fahrplanzeitraum 2024 bis 2026 ergibt sich dadurch eine Einsparung von rund 166.000 Euro pro Jahr.

Die Weiterführung wird erneut begleitet und ausgewertet. Rechtzeitig vor dem Ende des zweijährigen Betriebs im Dezember 2028 wird die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH (IVB) dem Gemeinderat einen weiteren Evaluierungsbericht vorlegen. Dieser soll eine Grundlage für die Entscheidung über die weitere Zukunft der Linie 6 bilden. DJ