Welttag der sozialen Gerechtigkeit

Soziale Gerechtigkeit muss für alle gelten – auch für Menschen mit Behinderungen

Logo des BBR Innsbruck. © Stadt Innsbruck/Behindertenbeirat
Anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar macht der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt Innsbruck darauf aufmerksam, dass soziale Gerechtigkeit für viele Menschen mit Behinderungen noch immer keine gelebte Realität ist. Trotz rechtlicher Fortschritte und Verbesserungen bei der gesellschaftlichen Sensibilisierung bestehen weiterhin strukturelle Barrieren, die eine gleichberechtigte Teilhabe am sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben verhindern.
„Soziale Gerechtigkeit bedeutet Chancengleichheit, Selbstbestimmung und Zugang für alle Menschen – unabhängig von körperlichen, sensorischen, psychischen Beeinträchtigungen oder Lernschwierigkeiten. Für Menschen mit Behinderungen ist dies jedoch häufig nicht gegeben“, erklärt Julia Golser, Vorsitzende des Behindertenbeirates.

Unzureichende Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, erschwerter Zugang zum Arbeitsmarkt, Bildungsbenachteiligung sowie mangelnde inklusive Angebote im Gesundheits-, Sozial-, Kultur- und Freizeitbereich führen nach wie vor zu Ausgrenzung und Benachteiligung.

„Soziale Gerechtigkeit darf kein abstraktes Schlagwort bleiben. Sie muss sich im Alltag der Menschen widerspiegeln – in barrierefreien Wegen, verständlicher Information, fairen Arbeitsbedingungen und echter Mitbestimmung“, erkennt auch Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr, ressortzuständig für den Behindertenbeirat, noch viele Bereiche, die verbessert werden müssen.

„Menschen mit Behinderungen wissen am besten, welche Maßnahmen notwendig sind, um Teilhabe zu ermöglichen. Ihre Perspektiven müssen daher konsequent in politische Entscheidungen und städtische Planungsprozesse einbezogen werden“, unterstreichen Golser und Mayr die Wichtigkeit von Institutionen wie dem Behindertenbeirat in Innsbruck.

Der Behindertenbeirat fordert anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit ein klares Bekenntnis zu Inklusion und Menschenrechten. Dazu gehören der konsequente Abbau von Barrieren, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie eine nachhaltige Sozialpolitik, die niemanden zurücklässt.

„Soziale Gerechtigkeit ist unteilbar. Eine Stadt ist nur dann gerecht, wenn alle Menschen gleichberechtigt in ihr leben und teilhaben können“, sind sich Golser und Mayr einig.