Nach abgeschlossener Generalsanierung des Westgebäudes aus den 1960er-Jahren, das bereits seit Frühjahr 2024 wieder besiedelt ist, beginnt nun die Umsetzung des Neubaus mit weiteren 52 weiteren Kleinwohnungen inklusive Sanitätsbereich und Kochgelegenheit. Zum Siegerprojekt wurde der Entwurf der Architekt:innen Sabine Penz, Kurt Rumplmayr und Paul Stöffler (Planung) gewählt. Der Betrieb des Neubaus soll im Frühjahr 2028 erfolgen.
Die Errichtungskosten für den Neubau belaufen sich auf rund 7,4 Millionen Euro. Für notwendige Adaptierungsarbeiten im Haupthaus werden zusätzlich rund 730.000 Euro investiert. Der Gesamtbetrieb des Campus wurde bereits öffentlich ausgeschrieben und wird auch der nunmehrige Neubau künftig durch den aus dem Ausschreibungsverfahren hervorgegangenen Betreiber geführt. Die Wohnplätze stehen künftig nicht nur Studierenden, sondern auch Personen in Ausbildung im Gesundheits-, Sozial- und pädagogischen Bereich offen. Darüber hinaus sollen in begrenztem Umfang auch Berufseinsteiger:innen nach Ausbildungsabschluss zeitlich befristet am Campus wohnen können. Bereits derzeit nutzt die Innsbrucker Soziale Dienste GmbH (ISD) Zimmer am Standort.
„Mit dem Baustart am Campus Frau Hitt bringen wir ein wichtiges Wohnprojekt für junge Menschen in Ausbildung endlich auf Schiene. Innsbruck ist eine junge Universitäts- und Bildungsstadt und braucht moderne, leistbare Wohnangebote – nicht nur für Studierende, sondern auch für Menschen am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn. Umso mehr freut es mich, dass nach intensiven Vorarbeiten und Herausforderungen nun sichtbar gebaut wird“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber.
„Der Baustart markiert einen wichtigen Meilenstein für dieses Gesamtprojekt. Mit dem Neubau und den begleitenden Adaptierungen schaffen wir einen zeitgemäßen, funktionalen und vernetzten Campus für Studierende, Auszubildende und Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger. Gleichzeitig wird bestehende Bausubstanz nachhaltig weiterentwickelt und in ein modernes Gesamtkonzept integriert, dies in bester Lage und in Universitätsnähe“, erklärt IIG-Geschäftsführer Franz Danler.
Gemeinsamer Campus mit neuen Aufenthaltsbereichen
Der neue Baukörper entlang der Frau-Hitt-Straße wird künftig auf Ebene des Unter- und Erdgeschoßes mit dem bestehenden Haupthaus verbunden. Dadurch entsteht ein durchgängiger Campus, der den Neubau, das Haupthaus und das bereits sanierte Westgebäude aus den 1960er Jahren funktional miteinander verbindet. Der Gesamtkomplex wurde dabei bewusst so geplant, dass Allgemeinflächen künftig allen Bewohner:innen des Campus gemeinsam zur Verfügung stehen.
Im Zuge dieser Arbeiten werden auch bestehende Einrichtungen im Haupthaus neu organisiert und adaptiert. So entsteht im UG eine neue Gemeinschaftsküche, wobei Teile der bestehenden Küche weiterverwendet werden. Zusätzlich werden ein Musikzimmer und ein Mehrzweckraum für den gesamten Campus geschaffen. Auch Sanitäranlagen sowie ein Wasch- und Trockenraum werden modernisiert, darüber hinaus entstehen zwei weitere Wohneinheiten im Bestand. Nach Fertigstellung des Gesamtprojekts stehen am Campus Frau Hitt insgesamt 123 studentische Wohneinheiten zur Verfügung: 41 im sanierten Westgebäude, 30 im Haupthaus und 52 im Neubau. MF