Writer in Residence 2026

Poesie mit Yang Lian am 8. und 27. Mai

Yang Lian ist der Innsbrucker Stadtschreiber 2026. © privat
Innsbrucks „Writer in Residence“ (Stadtschreiber) ist heuer im Mai der chinesisch-britische Dichter Yang Lian.
Der Lyriker und Essayist ist am 8. Mai in der Buchhandlung Haymon und am 27. Mai in der Stadtbibliothek Innsbruck zu Gast.

Freitag, 8. Mai 2026, 19.00-20.30 Uhr, Buchhandlung Haymon, Sparkassenplatz 4
Lyrik-Lesung mit Yang Lian: „Erkundung des Bösen“ und andere Wege zur Schönheit der Sprache (Lesungen der Übersetzungen ins Deutsche und Moderation Deutsch-Englisch: Frank Kraushaar)

Mittwoch, 27. Mai 2026, 19.00-20.30 Uhr, Stadtbibliothek (Amraser Straße 2, Veranstaltungsraum 1. Stock)
Podiumsgespräch mit Yang Lian, der Philosophin Marie-Luisa Frick und dem Sinologen Frank Kraushaar zu Yang Lians 2025 erschienenen Essayband „Im Einklang mit dem Tod“ (PalmArt 2025) und über Poesie, Politik und öffentlichen Raum. Von hier ausgehend werden weitere Gedankenkreise im poetischen Denken Yangs angeschnitten, darunter: „Exil in der Poesie – Poesie des Exils“, „Die Macht des Künstlers. Das Politische im Poetischen“, „Die Globalisierung als Prüfstein Europas“ oder „Öffentlichkeit und Literatur im heutigen China: politisches Geschäft und Geschäft mit der Politik“.

Zum Autor
Yang Lian (*1955, Schweiz) wuchs als Sohn einer Diplomatenfamilie in Peking auf und erfuhr während seiner Kindheit und Jugend die katastrophalen Tiefpunkte der maoistischen Terrorherrschaft. Mit dem Schreiben begann er während der „Großen proletarischen Kulturrevolution“ (1966-1976), während Schulen und Universitäten geschlossen waren und er 1970 als Kind einer Großstadtfamilie zur Arbeit aufs Land verschickt wurde. Lian hat fünfzehn Gedichtbände, zwei Sammlungen poetischer Prosa und zahlreiche Essays (in verschiedenen Anthologien erschienen) auf Chinesisch verfasst. Seine Werke wurden in über dreißig Sprachen übersetzt, darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Arabisch, Lettisch, Polnisch, Russisch sowie andere mittel- und osteuropäische Sprachen. Der Lyrikband „Erkundung des Bösen“ (2023) und der Essayband „Im Einklang mit dem Tod“ (2025), an denen als Übersetzer oder Nachdichter u.a. auch literarische Persönlichkeiten wie Joachim Sartorius, Ann Cotton oder Jan Wagner beteiligt sind, stellen seine jüngsten Auftritte auf der germanophonen literarischen Bühne dar.

Innsbrucker Stadtschreiber:innen
Die Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät der Universität Innsbruck lädt den oder die „Writer in residence“ ein, stellt das Honorar für einen Lehrauftrag zur Verfügung und organisiert öffentliche Veranstaltungen. Die Landeshauptstadt Innsbruck übernimmt die Kosten für die Einladung des:der Autor:in und unterstützt bei der Organisation der Veranstaltungen – wie dieses Mal in der Stadtbibliothek.

Weitere Informationen unter www.innsbruck.gv.at/writer-in-residence
Alle Veranstaltungen unter www.uibk.ac.at/writer-in-residence